bakersteel: Wie einfach es wäre, ließe ein Tief die Glocken erklingen!

bakersteel: Wie einfach es wäre, ließe ein Tief die Glocken erklingen!

Die extremen relativen Bewertungen von Goldminenunternehmen signalisieren eine bevorstehende Erholung.

16.12.2021 | 08:43 Uhr

Für Anleger im Rohstoffsektor war eines der überraschendsten Merkmale des Jahres 2021 die Underperformance von Edelmetallen im Vergleich zu anderen Rohstoffen und den allgemeinen Aktienmärkten, trotz eines augenscheinlichen positiven makroökonomischen Hintergrunds für Gold und Silber. Faktoren wie anhaltend niedrige, bzw. negative Realzinsen und eine über den Erwartungen liegende Inflation sowie die rasche Ausweitung der US-Geldmenge und -Schulden haben die Edelmetallpreise in der Vergangenheit in die Höhe getrieben, doch Gold und Goldaktien verbrachten einen Großteil des Jahres damit, auf der Stelle zu treten.

Trotz der zuletzt glanzlosen Performance glauben wir, dass sich Gold in einem langfristigen Aufwärtszyklus befindet und sind der Ansicht, dass der Gegenwind, der den Sektor im vergangenen Jahr gebremst hat, nachlässt. Aber die Frage, wo wir uns in diesem Zyklus befinden, sowie der wahrscheinliche Zeitplan für den nächsten großen Ausbruch bleiben für Spekulationen offen. Während es nach einem Ausverkauf in der Mitte des Zyklus, wie wir ihn im letzten Jahr erlebt haben, fast unmöglich ist, den Boden vorherzusehen, deuten eine Reihe von Indikatoren darauf hin, dass eine Erholung dieses angeschlagenen Sektors bevorstehen könnte:

1. Goldaktien sind stark unterbewertet - Auf fundamentaler, relativer und historischer Basis ist der Sektor unbestreitbar attraktiv bewertet. Marktmultiplikatoren zeigen, dass die relativen Bewertungen von Minenaktien im Vergleich zu breiteren Märkten nahe an Rekordtiefs liegen, während das proprietäre „GenVal“-Tool von Baker Steel ein signifikantes fundamentales Aufwärtspotenzial selbst bei den jetzigen Goldpreisen erkennen lässt.

2. Wir sehen Anzeichen dafür, dass der Sektor die Talsohle erreicht hat - Kurzfristige Marktindikatoren, insbesondere das Preisverhältnis von Goldaktien zum breiten Aktienmarkt, signalisieren, dass der Markt die Talsohle erreicht hat und ein Wendepunkt nahe ist. Wir streben eine Erhöhung des Beta durch die Auswahl von Aktien an, die eine hohe Sensitivität gegenüber steigenden Goldpreisen sowie einen hervorragenden Wert aufweisen.

3. Das langfristige bullische Bild für Gold ist unverändert - Der Gegenwind für Gold und Goldaktien lässt nach, während die wichtigsten makroökonomischen Wertetreiber bestehen bleiben.

Stehen wir kurz vor dem Beginn einer Erholungsphase für Gold und Goldaktien?

Unser Team hat in den letzten Monaten aus guten Gründen optimistische Ansichten zum Goldsektor veröffentlicht (die Sie hier lesen können), insbesondere bei Goldaktien, die erheblich unterbewertet erscheinen und gleichzeitig einen operativen Hebel für höhere Goldpreise bieten. Die Konsolidierung von Gold in den letzten 15 Monaten hat sicherlich viele Anleger in dem Sektor entmutigt zurückgelassen, dennoch könnte ein Stimmungsumschwung nahe sein. Im letzten Monat kam es zu einer deutlichen Divergenz zwischen ausgewählten Goldaktien, eine Beziehung, die in den letzten Jahren ein großes Goldmarkttief signalisiert hatte und unser Team dazu veranlasst hat, zu untersuchen, was dies bedeuten könnte. Ein bemerkenswerter Indikator dafür ist das Verhältnis eines unserer bevorzugten Edelmetallminenaktien zum Nasdaq. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass historisch extreme Niveaus dieses Verhältnisses einer scharfen Rallye der Goldminenunternehmen vorausgegangen sind.

Abb-Gold-1-16-12

Quelle: Bloomberg, Baker Steel intern. Stand: 6. Dezember 2021. *Diese Unternehmen stellen Kernpositionen im BAKERSTEEL Precious Metals Fund dar.

Während die Wertentwicklung in der Vergangenheit keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung ist, deutet die jüngste Historie darauf hin, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten eine gewisse Umkehr der Mittelwerte erwarten könnten. Immerhin handeln die größten globalen Goldproduzenten Barrick Gold und Newmont Mining jetzt mit Renditen, die mit US-Junk-Bond-ETFs konkurrenzfähig sind und, wenn historische Beziehungen bestehen, Renditen aufweisen sollten, die positiv mit der Inflation korreliert sind.

Wir sehen vermehrt M&A-Aktivitäten im Minensektor, was uns ein erhöhtes Vertrauen innerhalb der Branche signalisiert. Die zu beobachtende höhere Inflation scheint alles andere als vorübergehend zu sein, während die Energiesicherheit, insbesondere im Winter, in der nördlichen Hemisphäre das Risiko von Panikkäufen erhöht hat. Zusammengenommen haben diese Signale unser Team dazu veranlasst, in bevorzugte unterbewertete Unternehmen zu wechseln, die ein überdurchschnittliches Beta aufweisen. Ob der Wendepunkt für den Goldsektor tatsächlich erreicht ist, wird sich allerdings erst mit der Zeit zeigen. Sollten die historischen Zusammenhänge jedoch stimmen, könnte die Glocke gerade rechtzeitig zur alljährlichen Santa Rallye geläutet worden sein.

Goldaktien – Ein unterbewerteter Sektor in guter Verfassung für eine Erholung

Die Unterbewertung von Goldminenaktien kann auf verschiedene Weise gemessen werden. Erstens bieten einfache Marktmultiplikatoren einen Anhaltspunkt für das Bewertungsgefälle zwischen Goldaktien und den breiteren Märkten. Wie aus der obigen Grafik hervorgeht, handeln Goldminenunternehmen, wie sie durch den XAU-Index der Large-Cap-Produzenten repräsentiert werden, mit einem aktuellen EV/EBITDA-Multiple von 9,1x mit einer operativen Marge von 31,1%. Dies steht in scharfem Kontrast zum NASDAQ, der derzeit bei 36,5x EV/EBITDA mit einer operativen Marge von nur 9,2 % gehandelt wird (Daten vom 6. Dezember 2021). Dieser scharfe Vergleich unterstreicht die attraktiven Bewertungen und die starke Rentabilität der Goldminenunternehmen.

Während Marktkennzahlen einen breiten Überblick über die relative Bewertung geben, versuchen wir als Value-Investoren, in fundamental unterbewertete Produzenten zu investieren und sehen hier überzeugende Chancen. Das unternehmenseigene Bewertungstool „GenVal“ von Baker Steel ermöglicht es unseren Fondsmanagern, Vermögenswerte und Unternehmen auf fundamentaler Ebene zu bewerten, basierend auf Daten und Forschung von über 20 Jahren. Derzeit weist GenVal für die Edelmetall-Aktienstrategie von Baker Steel zu Kassa-Goldpreisen ein geschätztes Aufwärtspotenzial von ca. 90 % zum Zeitpunkt des Schreibens aus, verglichen mit ca. 60 % für den Sektor. Dies sind im historischen Vergleich hohe Aufwärtsschätzungen, und wesentlich höhere Zahlen werden angezeigt, wenn das Portfolio gegen höhere Goldpreise getestet wird. Bei einem Goldpreis von 2.500 USD/Unze erreicht das theoretische Aufwärtspotenzial der Edelmetallstrategie von Baker Steel fast 300%*.

Insgesamt halten wir es für wahrscheinlich, dass der Goldsektor bereit ist für eine Phase der Outperformance, wenn historische Beispiele als Orientierung dienen. Gold und Silber sind zurzeit weit von ihren historischen Höchstständen entfernt und müssten sich um ca. +15% bzw. +120% (in USD) erholen, nur um diese Niveaus wiederzuerlangen. Letztendlich würden wir erwarten, dass diese früheren Höchststände im Zuge der Golderholung übertroffen werden.

Den vollständen Beitrag finden Sie hier als PDF.

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