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Insolvenz: Greensill ist nicht zu retten - Was Sie darüber wissen sollten

Investoren erleben die größte Bankpleite seit mindestens 20 Jahren, doch ihr Geld ist gesichert. Andere Gläubiger stehen schlechter da. Was Berater wissen sollten.

22.03.2021 | 07:00 Uhr von «Martin Reim»

Die Greensill Bank ist endgültig pleite: Knapp zwei Wochen nachdem die Finanzaufsicht Bafin das Institut geschlossen hat, eröffnete das Amtsgericht Bremen das Insolvenzverfahren. Die Bafin stellte kurz darauf den Entschädigungsfall fest.

Privatanleger erhalten nun ihr Geld über den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken komplett zurück. Dabei greift in einem ersten Schritt die gesetzliche Einlagensicherung, wie sie EU-weit vorgeschrieben ist und Gelder bis zu 100 000 Euro (Ehepaare: 200 000 Euro) garantiert. Wer vor Kurzem eine Wohnung verkauft hat oder in Rente geht, hat unter Umständen deutlich mehr Vermögen auf dem Konto. Liegen solche besonderen Lebensumstände vor, gilt eine Obergrenze von 500 000 Euro.

Bei Greensill ist für Entschädigungen über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus die erweiterte Einlagensicherung zuständig. Generell gilt: Die Sparer müssen sich in beiden Fällen nicht selbst melden, sondern werden angeschrieben. Im Fall der gesetzlichen Einlagensicherung muss die Entschädigung (inklusive der von Greensill versprochenen Zinsen) laut Gesetz innerhalb von sieben Arbeitstagen fließen, bei der erweiterten ist dieselbe Frist lediglich eine freiwillige Zielgröße.

500 Millionen Euro im Feuer

Nach Angaben des Branchendiensts finanz-szene.de unterliegen rund drei Milliarden Euro der Einlagensicherung. Es handle sich, was Geld von Privatleuten betrifft, um die größte Bankpleite seit mindestens 20 Jahren. Die Insolvenz der Deutschland-Tochter von Lehman Brothers im Jahr 2008 war zwar gewichtiger, doch waren hier ausschließlich institutionelle Kunden betroffen.

Seit 2017 werden solche Investoren nicht mehr entschädigt. Konsequenz: Rund 500 Millionen Euro, die die öffentliche Hand bei Greensill angelegt hatte, sind nicht abgesichert. Größter Gläubiger ist der Freistaat Thüringen mit 50 Millionen Euro, gefolgt von der Stadt Monheim in Nordrhein-Westfalen mit 38 Millionen Euro.

Greensill offerierte Sparern vor allem Festgeld, sowohl über die Bank selbst als auch über Portale wie weltsparen.de und zinspilot.de. Letztere vermitteln üblicherweise gut verzinste Anlagen von EU-Banken, die lediglich dem gesetzlichen Schutz unterliegen. Greensill war insofern eine Ausnahme - allerdings nicht bei der Zinshöhe. Sie lag zeitweise sogar über dem Niveau fast aller anderen hierzulande aktiven EU-Banken. Es waren zwischendurch knapp ein Prozent für ein Jahr Laufzeit drin.

Gegen die Bafin werden nun Vorwürfe erhoben, sie habe ähnlich wie beim Zusammenbruch von Wirecard auch bei der Greensill Bank zu spät eingegriffen. So musste das Institut seit Januar 2019 die Bafin monatlich über ihre Bilanzdaten unterrichten - doch erst im März 2021 kam das offizielle Aus.

Dieser Artikel eschien zuerst am 21.03.2021 auf boerse-online.de

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