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EZB: Ab Juni negativer Einlagezins?

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann

Bundesbank-Chef Jens Weidmann schließt Strafzinsen für Banken, die ihr Geld bei der EZB parken nicht mehr aus.

22.05.2014 | 10:29 Uhr von «Patrick Daum»

Es wäre ein bisher einmaliger Schritt: Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet sich darauf vor, den Banken in der Euro-Zone erstmals einen Strafzins abzuverlangen. Das zumindest geht aus einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ mit Bundesbank-Chef und EZB-Direktoriumsmitglied Jens Weidmann hervor. Noch nie zuvor hat eine der großen Notenbanken einen solchen Schritt unternommen. Dem Bericht zufolge erwäge die EZB, den Instituten einen Zins von 0,1 Prozent abzuverlangen, wenn sie ihr Geld als Guthaben bei der Notenbank anlegen, anstatt es an Unternehmen zu verleihen. Aktuell parkten Banken mehr als 100 Milliarden Euro bei der EZB.

Bundesbank-Präsident Weidmann könnte sich einen solchen Strafzins vorstellen: „Wenn Banken Zinsen dafür zahlen müssen, dass sie ihr Geld beim Euro-System parken, dann könnte das unter anderem den Geldmarkt zwischen den Banken beleben und damit auch die Kreditvergabe an Unternehmen anregen.“ Andere unkonventionelle Maßnahmen – wie den Ankauf von Staatsanleihen – lehnt er jedoch weiter ab. Die Zinspolitik aber sei Kern des geldpolitischen Instrumentariums der EZB. „Wenn es am Ende nötig sein sollte zu handeln, fällt der Blick des Notenbankers sicher als Erstes hierauf.“ Weidmann betont jedoch gleichzeitig, dass es noch keine Entscheidung gebe: „Noch ist unklar, ob wir überhaupt handeln müssen.“ 

Das wird sich am 5. Juni zeigen. Dann steht die nächste Ratssitzung der EZB an, bei der über die Einführung eines negativen Einlagezinses beraten werden soll.

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