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Starkes erstes Quartal für Europas Asset Manager

Nachdem 2018 den Fondsanbietern ein sehr schlechtes Ergebnis beschert hatte, läuft es im ersten Quartal ausgesprochen gut für die Aktien der europäischen Asset Manager. Anleger setzen auf eine weitere Konsolidierung der Branche.

08.05.2019 | 13:39 Uhr von «Thomas Gräf»

Nach einem verregneten 2018 scheint für die Asset Manager heuer wieder die Sonne zu leuchten: Die herben Verlusten des Vorjahrs sind vergessen, die Aktien der großen Vermögensverwalter schiessen ordentlich in die Höhe. Die meisten börsennotierten Fondsanbieter haben den Markt outperformt.

Vor allem die Gerüchte über eine Fusion der Deutschen mit der Commerzbank haben den Kurs der DWS, der Fondstochter der Deutschen Bank, zwischen März und April um mehr als 20 Prozent angetrieben. Endlich konnte DWS-Chef Asoka Wöhrmann im ersten Quartal den Trend der vergangenen Jahre brechen und positive Mittelzuflüsse von immerhin 2,5 Milliarden Euro in seine Fonds verbuchen. Das erste Jahresdrittel schloss die DWS denn auch mit einem Kursgewinn von 42 %.

Stark lief das Jahr bisher auch für Amundi, das Gemeinschaftsunternehmen von Crédit Agricole und Société Générale. Die Aktie legte seit Jahresbeginn mehr als 36 % zu – und das trotz Mittelabflüssen in Höhe von fast sieben Milliarden Euro im ersten Quartal. Aber Amundi wurde als ein potenzieller neuer Eigentümer für die DWS gehandelt, das verlieh der Aktie Flügel.

Der britische Asset Manager Schroders blickt hingegen auf ein gutes Q1 zurück: Die Assets under Management stiegen um rund zwei Prozent auf  494 Milliarden Euro. Der Fondsanbieter wurde vom Finanzen Verlag im Februar für seine Produktpalette mit dem Goldenen Bullen ausgezeichnet. Das wird zwar nicht der Grund für den Kursanstieg um 26 Prozent sein, aber es hat sicher geholfen.


EUROPAS ASSET MANAGER: BESSER ALS DER MARKT

Performance der Aktien seit Januar (in Prozent)

Europas Asset Manager besser als der Markt
Europas Asset Manager besser als der Markt

Quelle: Bloomberg

Doch nicht nur das Geschäft selbst ist verantwortlich für die Rallye bei den Asset Managern. Tatsächlich setzen Investoren eher auf eine weitere Konsolidierung der Branche. Denn die kämpft nach wie vor mit einem dramatischen Rückgang der Einnahmen aus den Gebühren und den hohen Kosten, die aktiv gemanagte  Investmentfonds im Vergleich zur Konkurrenz der ETFs aufweisen.

Eine neue Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group prophezeit den Asset Managern, dass ihre Gewinne bis 2023 um rund ein Drittel zurück gehen – wenn nicht bald Gegenmassnahmen eingeleitet werden. BCG stützt sich dabei auf Daten von 30 Unternehmen, die zusammen rund 39 Billionen US$ an Vermögen verwalten – was fast der Hälfte aller globalen Assets under Management entspricht.

Wie die Berater aus Boston festgestellt haben, machten die Zuflüsse in die Produkte der Asset Manager im vergangenen Jahr im Branchenschnitt nur noch 0,9 Prozent der verwalteten Vermögen aus – der langjährige Durchschnitt liegt aber bei 1,5 Prozent. Sieht nach nicht viel aus, bedeutet aber einen Rückgang des Neugeschäfts um fast 40 Prozent. Auch das Wachstum der Erträge ist im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft: drei Prozent erzielte die Branche 2018 – ein Drittel des Wertes vom Vorjahr.

Ob die Rallye bei den Fondsgesellschaften weiter anhält, ist fraglich. Ende 2018 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Branchenaktien bei 10, aktuell sind es bereits 13,7. Um dieses Verhältnis zu rechtfertigen, müssten die Nettomittelzuflüsse der Fonds heuer eigentlich sechs Prozent betragen; das zumindest hat der UBS-Analyst Michael Werner in einer Studie errechnet. Er geht jedoch davon aus, dass die Mittelzuflüsse dieses Jahr nicht mehr als drei Prozent der AuM erreichen.  Die UBS betrachtet den Sektor der Asset Manager bereits als nicht mehr "überverkauft" und hat zum Beispiel die Aktie der britischen Fondsgesellschaft Jupiter AM von "halten" auf "verkaufen" gesetzt. Seit Ende April ist die Jupiter-Aktie um 13 Prozent gefallen, der Kursgewinn 2019 hat sich um ein Drittel reduziert.

Ob die anhaltenden Forderungen nach Konsolidierung und weiteren Fusionen den Unternehmen gut tun, ist ebenfalls nicht gewiss. So hat zum Beispiel die Aktie von Standard Life Aberdeen im vergangenen Jahr fast vierzig Prozent an Wert verloren. Im Jahr zuvor war das Unternehmen aus dem Zusammenschluss der britischen Standard Life Assurance Company mit der schottischen Aberdeen Asset Management hervorgegangen. 2019 beträgt die Erholung der Aktie noch nicht einmal sechs Prozent, während die un-fusionierte Konkurrenz vorbeizieht. Offenbar beurteilt die Börse die Marktchancen nach dem Merger etwas anders, als man das in Edinburgh gerne gesehen hätte.

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