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Das Ende der Buffett-Ära: Wer Berkshire jetzt führt

Warren Buffett zieht sich zurück. (Bild: KI-generiert mit Copilot)
Aktien

Nach mehr als 60 Jahren bei Berkshire Hathaway gibt Warren Buffett den Vorsitz des Verwaltungsrats ab. Sein Sohn Howard übernimmt. Greg Abel führt den Konzern bereits als CEO – Buffett selbst bleibt dem Unternehmen als Chairman Emeritus und Verwaltungsratsmitglied verbunden.

21.09.2026 | 12:50 Uhr

Warren Buffett zieht sich an der Spitze von Berkshire Hathaway zurück. Der 96-Jährige wurde mit sofortiger Wirkung zum Chairman Emeritus, also zum Ehrenvorsitzenden, ernannt. Buffett bleibt jedoch Mitglied des Verwaltungsrats und will dem Unternehmen weiterhin mit seinem Urteil und seiner Erfahrung zur Seite stehen. 

Lange vorbereiteter Führungswechsel 

Damit vollzieht Berkshire Hathaway den seit Jahren vorbereiteten Führungswechsel. Howard G. Buffett, Warren Buffetts Sohn und seit 1993 Mitglied des Verwaltungsrats, übernimmt den Vorsitz des Boards. Susan L. Decker bleibt als unabhängige leitende Verwaltungsrätin im Amt. Die operative Führung liegt bereits bei Greg Abel, der seit einiger Zeit die wichtigen Entscheidungen im Konzern trifft. 

Buffett: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“ 

Buffett selbst begründet den Schritt mit seinem Alter und dem Vertrauen in seinen Nachfolger. Er habe kürzlich seinen 96. Geburtstag gefeiert und sei seit 1965 für Berkshire tätig. „Nach mehr als 60 Jahren habe ich noch immer den besten Job der Welt“, schreibt Buffett an die Aktionäre. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Zeitpunkt für den endgültigen Übergang gekommen sei. Greg Abel habe seine Erwartungen übertroffen und die Aufgabe als CEO „in jeder Hinsicht übernommen“. Seit einiger Zeit treffe Abel die wichtigen Entscheidungen bei Berkshire, schreibt Buffett. Er selbst habe über keine dieser Entscheidungen „auch nur zweimal nachdenken“ müssen. „Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Übergang abzuschließen“, so Buffett. 

Howard Buffett übernimmt wichtige Rolle 

Howard G. Buffett ist seit 33 Jahren Mitglied des Verwaltungsrats von Berkshire. Seit 1999 steht er zudem an der Spitze der Howard G. Buffett Foundation, die sich unter anderem mit globaler Ernährungssicherheit und der Eindämmung von Konflikten beschäftigt. Zuvor war er in den Verwaltungsräten verschiedener börsennotierter und privater Unternehmen tätig. 

Seine neue Aufgabe bei Berkshire beschreibt Warren Buffett ausdrücklich nicht als operative Führungsposition. „Greg führt das Unternehmen – Howard wird über seine Kultur und seine Werte wachen.“ Howard Buffett solle damit sicherstellen, dass die Grundsätze, die Berkshire unter Warren Buffett geprägt haben, auch nach dessen Rückzug erhalten bleiben. Buffett vergleicht diese Rolle mit einer Versicherung für die Aktionäre – einer Versicherung, die sie hoffentlich nie in Anspruch nehmen müssen. 

Ein Ende der Buffett-Ära – aber kein Abschied 

Für Berkshire Hathaway ist der Schritt dennoch ein historischer Einschnitt. Warren Buffett hat das Unternehmen seit 1965 geprägt und aus dem einstigen Textilunternehmen einen breit diversifizierten Konzern mit Aktivitäten unter anderem in Versicherungen, Energie und Versorgern, Eisenbahn, Produktion, Dienstleistungen und Einzelhandel gemacht. Buffett betonte in seinem Schreiben allerdings weniger die eigene Vergangenheit als die Zukunft des Unternehmens. Er sei zuversichtlicher denn je, was die weitere Entwicklung von Berkshire angehe. „Das Unternehmen befindet sich in ausgezeichneten Händen“, schreibt er. 

Ganz aus dem Unternehmen verschwindet Buffett ohnehin nicht. Als Chairman Emeritus bleibt er Mitglied des Verwaltungsrats und damit Berkshire verbunden. Zudem will er weiterhin Aktionär des Unternehmens bleiben. Seinen Abschied als Chairman verbindet Buffett deshalb nicht mit einem Schlussstrich. Vielmehr sieht er den Führungswechsel als Abschluss eines lange vorbereiteten Übergangs. „Als euer Vorsitzender zu dienen, war das größte Privileg meines Lebens“, schreibt Buffett. Nun sei Berkshire an einem Punkt angekommen, an dem er „zuversichtlicher denn je“ in die Zukunft blicke. (jk)

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