Der „Schwarze Schwan“ schwamm nur kurz vorbei, hinterließ aber einen heftigen Eindruck: Als der Jetzt-Bundeskanzler Friedrich Merz den ersten Wahlgang unerwartet verlor, sackte der DAX sofort deutlich ab. Mit dieser Niederlage hatte (fast) niemand gerechnet, nicht im Bundestag – und auch nicht an der Börse.
Börse und Emotionen gehören zusammen. Die großen Gefühle Angst und Gier bestimmen das Geschehen an den Kapitalmärkten. Doch wenn es um eine Hauptversammlung eines börsennotierten Unternehmens geht, stehen Emotionen selten im Fokus.
Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hatte recht: „Es kann gefährlich sein, Amerikas Feind zu sein, aber Amerikas Freund zu sein ist fatal.“ Diesen Eindruck belegt US-Präsident Donald Trump derzeit fast jeden Tag.
Man möchte ja gerne glauben, dass der Wahnsinn System hat. Aber im Falle von US-Präsident Donald Trump ist die Sache nicht so eindeutig.
Ein Quartal ist an der Börse eine gängige Größe. Die meisten Unternehmen veröffentlichen in diesem Turnus die Geschäftszahlen. Bei Aktien schaut man auch gerne auf die Entwicklung von drei Monaten.
Die Nachrichten überschlagen sich mal wieder: Eine neue Welle von Zöllen, Gegenzöllen und drohenden Handelsbarrieren beherrscht die Finanzwelt. Vor allem auch deshalb, weil so viele Länder davon betroffen sind, wie etwa China, die EU, Kanada oder Mexiko.
Was für ein erstes Quartal liegt nun schon fast hinter uns. Der Höhenflug an den Börsen ist jäh zu Ende gegangen - Trump 2.0 sei Dank. Gleichzeitig ist Europa wieder da - auch hier gilt, Trump 2.0 sei Dank. Doch die ersten drei Monate 2025 hatten noch sehr viel mehr zu bieten.
Es ist (fast) geschafft. Schwarz-Rot und die Grünen haben sich auf das Milliarden-Investitionspaket geeinigt. Damit steht der Zweidrittelmehrheit bei der Bundestagsabstimmung wohl nichts mehr im Wege.
Europa ist wieder da – das gilt für die Bilanz an den Börsen nach den ersten beiden Monaten des Jahres. Das gilt aber auch für die Reaktion auf die rigiden Änderungen der US-Sicherheitspolitik.
Die Kluft zwischen den USA und Europa wird immer tiefer. Das gilt nicht nur politisch seit der Amtsübernahme von US-Präsident Donald Trump, sondern auch für die Entwicklung an den Börsen.