Der von mir sehr geschätzte US-Marktanalyst David Bahnsen hat kürzlich fünf Sorgen und fünf beruhigende Gegenpunkte aufgelistet - eine wirklich gute Übung.
Wenn die klassische liberale Wirtschaftstheorie „Geht es den Banken gut, geht es der Wirtschaft gut.“ stimmt, dann strotzt die US-amerikanische Wirtschaft zurzeit geradezu vor Kraft.
Amazon raus, Alphabet rein – klingt nach einer klaren Wette gegen den einen Tech-Giganten und für den anderen. Doch ganz so einfach ist es nicht.
Ein außergewöhnlich turbulentes erstes Halbjahr liegt hinter uns. Selten haben zwei Quartale eines Jahres so unterschiedliche Gesichter gezeigt wie im Jahr 2026.
Die letzten Wochen verliefen an den Börsen eher müde und mau. Ganz so wie die sommerlichen Temperaturen – es fehlte der Antrieb. Gewinnmitnahmen waren die Folge. Doch durch die anstehenden Quartalszahlen sollte sich das Blatt wieder wenden.
Manchmal braucht es eine Zahl, um einen ganzen Trend zu verstehen. Hier ist sie: 2027 werden die 493 Unternehmen im S&P 500 — all jene, die nicht zu den Magnificent 7 gehören — ein Gewinnwachstum von 23 Prozent erzielen. Die Mag 7 selbst? 20 Prozent. Die Underdogs überholen das Spitzenfeld
Vier Aktien. Ein Quartal. Das ist das Wesen des systematischen Investierens.
Laufen die Investoren bald gegen die Wand? Elf Höchststände hat der S&P 500 allein im Mai markiert. Es läuft an den US-Börsen. Und über die Gefahr einer Bubble lachen die Bullen an der Wall Street derzeit lauthals.
Im März 2026 ist etwas Bemerkenswertes passiert. Nach dem Ausbruch des Iran-Kriegs sind die Zuflüsse in europäische ETFs regelrecht eingebrochen. Gerade einmal 9,4 Milliarden Euro flossen in entsprechende Produkte – der niedrigste Wert seit April 2024.