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Veranstaltungen

DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz: Wie Anleger von der Energiewende profitieren

Sascha Riedl von BayernInvest legt dar, was es konkret bedeutet, ein Wertpapierportfolio zu dekarbonisieren und wie Anleger durch einen aktiven Investmentansatz vom Transformationsprozess der Wirtschaft hin zu mehr Klimafreundlichkeit profitieren können

17.08.2022 | 07:30 Uhr

Dieser Beitrag ist Teil des Veranstaltungs-Artikels "Strategien für den Umbruch in der Weltwirtschaft", die auf der TiAM Investment-Konferenz am Tegernsee von Experten diskutiert wurden.

Weshalb Nachhaltigkeit und hohe Renditen kein Widerspruch seien, erklärt Sascha Riedl von der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft. „Langfristig sehen wir für Unternehmen, die bereits heute mit ihren Produkten, Dienstleistungen, operativen Prozessen und nach Möglichkeit auch mit ihren Lieferketten im Einklang mit dem Zwei­Grad­Ziel sind, ein hohes Chancenpotenzial“, so Riedl. Denn künftige gesellschaftliche Bewegungen und politische Maßnahmen würden den Klimaschutz immer mehr in den Fokus rücken. Das bedeute auch größere Kapitalströme in diesen Bereich.

Bei der Betrachtung der wirtschaftlichen Perspektiven sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch in Hinblick auf die Konsequenzen für die Unternehmen müsse man allerdings unterscheiden zwischen kurzfristigen und langfristigen Entwicklungen, so Riedl. Kurzfristig sei ein geopolitisch und Nachfragegetriebener Ölpreisanstieg zu beobachten. Denn eine Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen scheine vorerst nicht erreichbar. Auf mittlere bis längere Sicht sehe das Bild jedoch anders aus – auch vor dem Hintergrund der hohen Preise für fossile Energierohstoffe. So trieben neben der Überzeugung, eine gute Klimapolitik zu betreiben, auch die hohen Energiepreise und der Drang nach Energiesouveränität den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Die Investitionspakete für die Beschleunigung der Energiewende würden derzeit aufgestockt.

Steuerung mit CO2-Fußabdruck

Das Fondsmanagement des DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz habe diese Entwicklung im Blick und verfolge bei der Auswahl passender Unternehmen eine durchdachte Klimastrategie. Riedl erklärt, wie der CO2-­Fußabdruck des Gesamtportfolios überwacht und gemanagt wird. Kern der Anlagestrategie sei eine Dekarbonisierung des Portfolios. Betrachtet würden bei Unternehmen dabei die direkten CO2-­Emissionen, zum Beispiel durch einen Fuhrpark, die Emissionen aus Strom und Wärme aus Energiequellen von außen sowie indirekte Emissionen von Zulieferern und Konsumenten der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen.

Errechnet werde daraus in der Summe der verschiedenen Emissionsebenen der CO2­Fußabdruck, der sich nutzen lasse, um das gesamte Portfolio in Hinblick auf die gewünschte Dekarbonisierung zu steuern. Die Gewinner von morgen seien vor allem in den Bereichen Elektromobilität, regenerative Energien und energieeffizientere Produkte und Prozesse zu suchen.

Aus dem Anlageuniversum des MSCI World Index werde ein Konzentrat an geeigneten Titeln herausgefiltert, die Chan­cen böten und gleichzeitig weniger durch Klimarisiken bedroht seien. Im Portfolio befänden sich aktuell rund 100 Unterneh­men. Gegenüber dem Leitindex seien die Klimarisiken des Portfolios um 90 Prozent reduziert, so Riedl.

Der Fonds

Fondsname DKB Nachhaltigkeitsfonds Klimaschutz
Fondsstart 06.03.2000
Lfd. Fondskosten 1,82 %
Fondsvolumen 61,5 Mio. €
Wertzuw. 3 Jahre 8,38 % p. a.
ISIN LU 011 711 812 4

Stand: 30.04.2022

Hier lesen Sie die weiteren Beiträge der TiAM-Investmentkonferenz am Tegernsee:

1. Teil: Strategien für den Umbruch in der Weltwirtschaft

2. Teil: Allianz Thematica A: Nachhaltig in die Welt von morgen investieren

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