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Finanztransaktionssteuer: "Scholz schürt Angst vor Aktien"

Auch wenn von 100 angelegten Euro nur 20 Cent an Steuern anfallen sollen, die von Bundesfinanzminister Scholz (SPD) vorgestellte Finanztransaktionsteuer, sorgt bei den Banken der Aktion "Pro Aktie" für Unverständnis und Enttäuschung.

17.12.2019 | 12:50 Uhr von «Markus Hinterberger»

Der Minister sende ein völlig falsches Signal. Wer die Aktienkultur fördere, brauche sich keine Gedanken zu machen, wie man eine Grundrente finanziere.

"Die ursprünglich geplante Abgabe auf spekulative Börsengeschäfte ist eine reine Aktiensteuer geworden", beklagt sich Arno Walter, Vorstandschef der Comdirect Bank. Aktien seien ein elementarer Bestandteil der privaten Altersvorsorge und insbesondere im aktuellen Zinsumfeld ein wichtiger Bestandteil des Portfolios, um mögliche Rentenlücken zu schließen. Die Finanztransaktionssteuer würde nicht nur von Vermögenden gezahlt, "die Steuer trifft nahezu jeden Verbraucher", ergänzt Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei Deutschlands größter Direktbank ING. Die Deutschen würden im aktuellen Niedrigzinsumfeld wieder mehr in Aktien investieren vor allem in Form von Fonds- und ETFs. Bei Einzelwerten seien vor allem die Aktien großer Unternehmen gefragt. Da die Steuer nur auf die Anteilsscheine von Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro, seien diese besonders betroffen.

Nach Ansicht von Comdirect-Chef Walter würde die Steuer nicht nur Rendite kosten, sondern auch die Angst vor Aktien als Anlageklasse schüren. "Statt der angedachten Finanztransaktionsteuer sollte die Politik lieber überlegen, wie sie insbesondere langfristige Aktieninvestments fördern kann. Dann würde sich auch die Grundrente erübrigen, die durch die Finanztransaktionssteuer finanziert werden soll", so Walter. "Nicht nur mit Blick auf die anhaltende Niedrigszinsphase ist dies ein falsches Signal der Politik", ergänzt ihn ING-Mann Dwornitzak.

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