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Peter E. Huber sieht Megachance bei Energie- und Rohstoffaktien

Peter E. Huber (Bild: Huber Portfolio)

Im Gegensatz zu vielen anderen Anlageexperten sieht Peter E. Huber die größten Chancen nicht in neuen Technologien oder erneuerbarenen Energien. Seiner Meinung nach liegen die wahren Chancen in Energie- und Minenaktien. Denn sie seien im Verhältnis zum S&P 500-Index auf dem niedrigsten Stand seit 100 Jahren.

07.12.2021 | 09:50 Uhr

„So hat die Investorenlegende Warren Buffett schon vor Jahrzehnten nicht in die damals hochgepriesenen Computerwerte investiert, sondern in niedrig bewertete Konsumgüteraktien wie Gillette und Coca-Cola. Und er hat viel Freude daran gehabt.“

Unterschätzte Energie- und Rohstoffaktien

Altmeister Huber, der das Huber Portfolio managt, sieht heute Energie- und Rohstoffaktien in einer vergleichbaren Situation. „Sie sind niedrig bewertet, haben ein gutes Gewinnwachstum, zahlen hohe Dividenden und keiner will sie haben. Viele Anleger haben sich aufgrund der ESG-Richtlinien von ihren Beständen getrennt. Entsprechend ausgebombt sind die Aktienkurse in diesem Sektor“, so Huber. Folgende Pluspunkte führt der erfahrene Fondsmanager als Pro-Argumente für den Sektor an:

• Viele Ölmultis investieren verstärkt in erneuerbare Energien. So will Royal Dutch Shell innerhalb der nächsten 10 Jahre zum weltgrößten Anbieter von Ökostrom werden.

• Die Bewertung von Energie- und Minenaktien im Verhältnis zum S&P 500-Index befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 100 Jahren.

• Energie- und Minenaktien haben in der Vergangenheit fast immer einen guten Inflationsschutz geboten.

• Angebotsverknappung für längerfristig zu deutlichem Preisanstieg.

Erneuerbare Energien benötigen gigantische Mengen an Rohstoffen

„Wie mein geschätzter Kollege Dr. Manfred Schlumberger in seiner letzten „StarInvest“ so treffend beschrieben hat, befinden wir uns in einem nachhaltigen Rohstoff-Dilemma. Für die Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele benötigen wir für die erforderliche Produktion von Windrädern, Elektroautos und Solaranlagen eine Vielzahl von Rohstoffen, die mit enormen Kosten und Umweltschäden aus dem Boden geholt werden“, sagt er. Eine einzige Windkraftanlage verschlingt demnach fast 70 Tonnen Kupfer, wozu Erdbewegungen von rund 50.000 Tonnen notwendig sind. Und für die sonnen- und windarmen Zeiten sowie den steigenden Energiebedarf würde mehr Erdgas als jemals zuvor benötigt.

Es gibt ein Dilemma

„Nachdem sich seit einiger Zeit sogar die EZB gemeinsam mit der EU-Kommission zur Rettung des Weltklimas berufen fühlt, steigt der regulatorische Druck zu mehr ESG-Konformität. Es werden enorme Geldsummen in den Ausbau der erneuerbaren Energien gelenkt. Jeder Fondsmanager muss regelmäßig berichten, wie ESG-konform er anlegt. Und die Banken werden gezwungen, sich zunehmend aus der Finanzierung zur Erschließung neuer fossiler Energie- und Rohstoffvorkommen zurückzuziehen“, merkt Huber an.

Es kommt zu einer Angebotsverknappung

Laut dem Fondsmanager wird dies zu folgender Problematik führen: „Es wird weltweit immer weniger Geld in die Erschließung neuer Rohstoff- und Energievorkommen investiert. Dieser Druck zur Angebotsverknappung bei weiter steigender Nachfrage wird die Preise für die benötigten Rohstoffe und Erdgas wellenförmig massiv weiter ansteigen lassen. Es ist schon eigenartig: Wir hätten es gerne im Winter in unserem Heim wohlig warm, rümpfen aber die Nase über diejenigen, welche die dafür benötigte Energie fördern und liefern. Das ist zumindest scheinheilig. Und wir sägen den Ast ab, auf dem wir sitzen!“

Huber hat schon vor 50 Jahren in Ballard Power investiert

Huber möchte jedoch nicht falsch verstanden werden. Natürlich unterstützt er den von Politikern geforderten beschleunigten Ausbau alternativer Energien. Und viele heutige Probleme würden durch technologischen Fortschritt eines Tages gelöst werden. „Aber nachdem ich vor 50 Jahren (!) Aktien von Ballard Power gekauft habe, den führenden Hersteller von Wasserstoff, weiß ich, dass auch technische Entwicklungen ihre Zeit brauchen. Und was den beschleunigten Ausbau der Alternativen Energien betrifft, ist nicht das Geld sondern unsere Bürokratie das größte Hindernis. Wir haben doch beim Berliner Flughafen und bei Stuttgart 21 vorgeführt bekommen, was passiert, wenn sich der Staat immer stärker einmischt“, sagt Huber.

Energie- und Rohstoffaktien sind die antizyklische Megachance der nächsten Jahre

Huber Fazit lautet: „Energie- und Rohstoffaktien mutieren zur antizyklischen Megachance der nächsten Jahre. Wobei wir bei den fossilen Energien Unternehmen mit Erdgasaktivitäten bevorzugen. Bei den Rohstoffen sind es Unternehmen, die größere Anteile an „grünen“ Rohstoffen wie Kupfer, Zink, Aluminium, Nickel, Kobalt etc aufweisen.“

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