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Vermögensverwalter extra

Was haben Gold, Silber, Platin, Kupfer und Zinn gemeinsam?

The sky is the limit … … but only the beginning!?
Rohstoffe

Alle markierten in den letzten drei Wochen ein neues Allzeithoch.

20.01.2026 | 06:07 Uhr

Einige Rohstoffe katapultierten sich somit in bislang unbekannte Sphären und zogen durch das Erreichen neuer Umlaufbahnen viel Interesse auf sich.

Warum aber gerade diese Metalle? Weshalb in unterschiedlichen Geschwindigkeiten? Mal mit der stabilen Thermik eines Segelfliegers, mal mit einem Raketenantrieb, der innerhalb kürzester Zeit enorme, teilweise sogar parabolische, Kurssteigerungen ermöglichte? Die Gründe variieren.

Bei Gold wird gerne auf Zentralbankkäufe verwiesen. Warum aber kaufen diese plötzlich völlig preisagnostisch? Die Suche nach Schutz in Zeiten angespannter geostrategischer Entwicklungen ist sicherlich einer der Hauptreiber in Kombination mit Bestrebungen der De-Dollarisierung. Auch vor dem Hintergrund der versuchten Einflussnahme auf die Unabhängigkeit der FED oder des im Raum stehenden sogenannten „Mar-a-Lago Accords“, der de facto eine Art Zwangsumtausch in fast nicht verzinste, extrem lang laufende US-Anleihen vorsieht, ist bei diesen „Enteignungsperspektiven“ die Flucht in eine nicht durch dritte Schuldner gedeckte „Währung“ wie Gold verständlich.

Silber und Platin hingegen segelten lange im Windschatten von Gold. Diese kleineren Märkte traten jedoch gegen Ende des Jahres 2025 aufgrund fulminanter Kurssteigerungen ins Rampenlicht. Sei es durch die höhere industrielle Nutzung (bei Silber z.B. in der Photovoltaikindustrie), ETF-Zuflüsse, blanke Spekulation oder eine Hortung von Silberbeständen in US-Lagerstätten aus Sorge vor neuen US-Zöllen.

Bei den Basismetallen Kupfer und Zinn sind die Gründe sehr unterschiedlich. Während der bekannte „Langstreckenflieger mit Großraumkabine“, sprich Kupfer, im medialen Blickpunkt steht, geschah der Rekordlauf beim kleinen, wendigen „Leichtflugzeug“, nämlich Zinn, eher im Verborgenen ohne große Aufmerksamkeit. Turbulenzen bei den wichtigen Fördernationen China, Indonesien und Myanmar führten bei Zinn zum Steigflug, während bei Kupfer als Kurstreiber neue Nachfragekomponenten, wie Datencenter oder auch die Revitalisierung unserer Strominfrastruktur, aufgeführt werden. In Kombination mit weiter anhaltenden Minenausfällen dürfte sich Kupfer 2026 voraussichtlich knapp in einem Angebotsdefizit befinden. Mit einem Preis von weit über 13.000 USD/Tonne an der London Metal Exchange sollte jedoch eine hinreichend hohe Intensivierung für eine zukünftige Angebotsausweitung gegeben sein. Leider erschließt sich eine neue Kupfermine nicht über Nacht von selbst, sondern dauert ähnlich lange wie der Bau eines Flughafens in Berlin oder eines Bahnhofs in Stuttgart ... die fundamentalen Hintergründe sind somit eher struktureller Natur, angesichts der ausgebliebenen Investitionen der vergangenen Jahre.

So lassen sich die diversen Kurssteigerungen unterschiedlich begründen, aber genauso gut ließen sich natürlich auch Argumente für Rücksetzer finden, und sei es nur, dass der Markt technisch überkauft ist. Wobei er dies bei einem Goldpreis von 3.000 USD/Feinunze auch schon war …

Im großen Gesamtbild sind kurzfristige Rücksetzer sogar notwendig. Der gerade erfolgreich absolvierte Take-off der Rohstoffrakete würde dadurch auch in technischer Hinsicht auf eine stabilere Basis gestellt. Denn der Aufbruch in neue Galaxien hat begonnen und der Schub in ein neues Rohstoffzeitalter scheint unumkehrbar … Zu lange wurden auf der Angebotsseite notwendige Investitionen bei kritischen Rohstoffen unterlassen. Steigende fundamentale Marktdefizite können aufgrund langer Vorlaufzeiten bei der Erschließung neuer Vorkommen nicht kurzfristig geschlossen werden, sodass auf mittlere Sicht ein neues Marktgleichgewicht lediglich über eine höhere Preisfunktion gebildet werden kann. Unterstützend wirken sich hierbei die Bestrebungen vieler Nationen aus, historisch gewachsene einseitige Abhängigkeiten beim Rohstoffbezug zu reduzieren. Ein Lösungsansatz ist hierbei die generelle Transformation unserer (Energie-) Wirtschaft in Richtung Verstromung. Zwar fehlt hier die nötige Diversifikation beim Energieoutput, jedoch kann das Endprodukt Strom mit den verschiedensten Energieträgern bzw. -technologien erzeugt werden. Bei währungsähnlichen Edelmetallen kommt die zunehmende Suche der Investoren nach der Schutzfunktion eines Investments hinzu. Vertrauensverlust in traditionelle Systeme, Strukturen und Institutionen, zunehmende Verschuldungstendenzen und geopolitische Rupturen unterstützen diesen Trend.

Daher empfiehlt es sich, in diesen luftigen Höhen nicht nur auf ein „Asset“ zu setzen, sondern ggf. breiter zu diversifizieren, wie bspw. mit unserem Tresides Commodity One, der auch im ersten Quartal 2026 einen ausgewogenen Mix aus Basis-, Edelmetallen und Energie-Rohstoffen aufweist. Zeigt die Historie doch eindrucksvoll, dass die Favoriten im Rohstoffsegment durchaus wechseln können.

Der Tresides Commodity One hatte im 4. Rollquartal 2025 (07.10.2025 bis 08.01.2026) alle drei Edelmetalle unseres Rohstoffuniversums selektiert, mit Gewichten zwischen jeweils 5% und 7,5%. Im 1. Rollquartal 2026 wurde dies unverändert beibehalten.

Unser Tresides Commodity One weicht bei der Gewichtung der Edelmetalle deutlich von der Bloomberg Commodity Index-Familie ab, deren initial bereits höhere Ausgangsgewichte bei Gold und Silber im Jahresverlauf 2025 weiter deutlich angestiegen waren. Trotz der fulminanten Silberbewegung mit über +56% und einer wesentlich geringeren Gewichtung von Silber (gegenüber den Indices) konnte der Tresides Commodity One im 4. Kalenderquartal 2025 bspw. den breiten Bloomberg Commodity Index (BCOM) hinter sich lassen und beinahe ein ähnliches Ergebnis wie der BCOM ex Agriculture and Livestock Index erzielen, der per Ende 2025 ein Goldgewicht von knapp 29% und Silbergewicht von knapp 14% vorweisen konnte. Dies lag zum einen an der sehr guten Wertentwicklung der im Tresides Commodity One hoch gewichteten Basismetalle, wie Kupfer und Zinn, an der abermals negativen Wertentwicklung von US-Erdgas (im BCOM-Index, aber nicht im Fonds vertreten) und natürlich auch an Platin (im Fonds, aber nicht im BCOM-Index vertreten).

Im 4. Kalenderquartal 2025 (30.09.2025 bis 30.12.2025) konnte der Tresides Commodity One um +9,6% zulegen, während der breite BCOM Index +7,0% stärker notierte. Der BCOM ex-Agriculture and Livestock Index gewann +10,6% hinzu.

Für das Gesamtjahr 2025 kommt der Tresides Commodity One auf +18,0%, der BCOM gewann +13,3% hinzu und der BCOM ex-Agriculture and Livestock Index konnte um +21,4% zulegen.

(Alle Angaben beziehen sich hierbei auf die A-Tranche).

Die Ergebnisse für das 4. Quartal 2025 unseres Tresides Commodity One sowie die Neuallokation für das 1. Quartal 2026 finden Sie im Quarterly Review.

Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache:

Tresides Commodity One C (a) (USD Hedged)

Am 16.08.2024 wurde für unseren Tresides Commodity One eine weitere Tranche (ISIN DE000A401EC8) aufgelegt. Diese notiert in US-Dollar, sodass nun Investoren mit einer positiven Meinung zur US-Währung ein zusätzliches Vehikel zur Auswahl steht.

Sollten Sie Interesse an bzw. Fragen zur neuen Anteilklasse Tresides Commodity One C (a) (USD Hedged) haben, kommen Sie bitte gerne auf uns zu.

Und noch ein Hinweis:

Oben haben wir die Transformation der Weltwirtschaft und die dafür notwendigen Rohstoffe erwähnt. Unser Tresides Phoenix One (ISIN DE000A3DDXD6) ist ein globaler Aktienfonds, der die Transformation ganzheitlich abbildet. Sozusagen von der Kupfermine bis zum Windrad.

Informationen gibt es hier: Tresides Phoenix One

Auf unserer Homepage www.tresides.de erhalten Sie neben Informationen zur Gesellschaft auch Fondsdokumente (Verkaufsprospekt, Jahresbericht, etc.) und tagesaktuelle Factsheets.

Für Fragen und Anregungen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Ihr Rohstoff Team

Michael Krauß & Sandra Bachofer

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