
Metalle sind wieder strategisch wichtig geworden. Wie können Anleger davon profitieren?
05.08.2026 | 07:00 Uhr
Die Rohstoffmärkte befinden sich in einer Ära, in der Metalle und Mineralien nicht mehr nur Produktionsfaktoren, sondern entscheidende strategische Güter sind. Preisgestaltung und Verfügbarkeit von Rohstoffen werden zunehmend von Geopolitik und Industriepolitik sowie makroökonomischen Faktoren bestimmt. Jüngste globale Schocks, allen voran der andauernde Nahostkonflikt, haben die Schwachstellen von Lieferketten deutlich aufgezeigt. Von wichtigen Industriemetallen wie Kupfer und Aluminium bis hin zu Spezialmetallen wie Lithium, Uran und Seltenen Erden – die Versorgungssicherheit stellt eine Herausforderung dar.
Bergbauunternehmen stehen im Zentrum des Wettbewerbs um kritische Mineralien und bieten Anlegern ein effektives Engagement in den langfristigen Nachfragetrends für Rohstoffe, die durch neue Technologien, Energieerzeugung und Versorgungssicherheit in einer zunehmend multipolaren Welt entstehen. Darüber hinaus entwickelt sich ein immer günstigeres makroökonomisches Umfeld für Sachwerte, darunter Metalle und Bergbauunternehmen, gekennzeichnet durch anhaltende globale Inflation, potenzielle fiskalische Dominanz im Westen und eine langfristige Entdollarisierung. Vor diesem Hintergrund hat Gold seine Rolle als Reservewährung zurückgewonnen.


Quellen: Bloomberg, interne Daten von Baker Steel. Stand: 7. Mai 2026.
Da die weltweite Nachfrage nach kritischen Metallen und Mineralien weiter steigt, wächst auch deren strategische Bedeutung für Regierungen, die Wirtschaftswachstum, eine technologische Führungsrolle und nationale Sicherheitsvorteile anstreben. Metalle profitieren von einer Reihe starker struktureller Nachfragetrends, von der Expansion künstlicher Intelligenz und Dateninfrastruktur über die Energiewende und die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen bis hin zur Erzeugung erneuerbarer Energien und der Energiespeicherung im Netzmaßstab.
Die Elektrifizierung steht im Zentrum dieser Nachfrageentwicklung in einer Vielzahl von Branchen. Da neue Technologien einen immer größeren Anteil der globalen Wirtschaftsleistung ausmachen, wird ein stetiger Anstieg der Stromnachfrage, insbesondere nach sauberer Energie, erwartet. Wie die untenstehende Grafik zeigt, sind KI-Rechenzentren ein Paradebeispiel für diesen Trend und erfordern ein rasantes Wachstum der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Dies führt zu einer tiefgreifenden Veränderung der strategischen Bedeutung von Metallen. Schätzungen zufolge wird die chinesische Nachfrage nach Kupfer und Aluminium für Anwendungen im Bereich sauberer Technologien in diesem Jahr die Nachfrage aus dem heimischen Baugewerbe übertreffeni. Generell wird bis 2035 ein Anstieg der Kupfernachfrage um 29 %, der Aluminiumnachfrage um 23 %, der Lithiumnachfrage um 307 % und der Urannachfrage um 29 % prognostiziertii. Hinzu kommen weitere Metalle mit starken langfristigen Nachfrageaussichten. Wie die nachstehende Grafik zeigt, deuten diese starken Nachfragetrends in Verbindung mit zunehmenden Angebotsengpässen auf erhebliche zukünftige Defizite in mehreren Märkten für kritische Metalle hin.
Das gesamte Dokument finden Sie im Anhang.
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