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green benefit: Mit „Pure Playern“ nachhaltig investieren

Manfred Wiegel, Vorstand der green benefit AG, erklärte auf der FondsConsult Investment-Konferenz am Tegernsee, wie Anleger die Welt verbessern und damit Geld verdienen können.

29.09.2021 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Vertraue nicht nur auf grüne Labels, sondern nutze eigenes Research. So lautet das Credo von Manfred Wiegel. Im Rahmen der FondsConsult Investment-Konferenz am Tegernsee gab der Gründer und Vorstand der Fondsboutique green benefit AG einen tiefen Einblick in die Kunst, die Welt zu verbessern und damit Geld zu verdienen. Wiegel weiß, wovon er spricht. Früher für eine Großbank tätig, hat sich der Experte vor Jahren auf sein Steckenpferd Nachhaltigkeit konzentriert und eine Fondsboutique gegründet, mit der er heute ganz eigene Wege geht. Die Energiewende ist ein Megathema, in das er sich tief eingearbeitet hat. Hier sucht er mit seinem green benefit Global Impact Fund nach Perlen für sein Portfolio. Dabei begibt er sich nicht auf ausgetretene Pfade. Er setzt auf eigenes Research.

Der Nachhaltigkeits-Spezialist sieht sich genau an, welche Unternehmen in den kommenden zehn Jahren von der Entwicklung profitieren können. Perspektivisch sieht er beim Thema Dekarbonisierierung großes Potenzial. „Wäre die Reduktion des CO2-Ausstoßes ein Marathonlauf, wären wir jetzt bei Kilometer fünf“, macht Wiegel die Strecke deutlich, die Wirtschaft und Gesellschaft aus seiner Sicht noch zu gehen haben. Dabei gäben die politischen Ziele das Tempo vor. Wiegel zitiert in diesem Zusammenhang EU-Kommissionsvize Frans Timmermans, der unlängst äußerte, die Verpflichtung auf eine klimaneutrale EU würde die Politik der Europäischen Union in den nächsten 30 Jahren leiten. Auch die USA hätten sich wieder ernsthaft dem Thema Klimapolitik zugewandt: Die Biden-Regierung wolle bis zum Jahr 2030 die Emissionen fossiler Brennstoffe um 52 Prozent senken.

Die passenden Öko-Perlen fischen

Bei der Suche nach den passenden Assets ist Wiegel wenig dogmatisch und knallhart zugleich. Wenig dogmatisch geht er als Fondsmanager die einzelnen Investment-Themen an. Entscheidend sei für ihn, welchen Impact ein Engagement habe. Das sei kompliziert. So könnte etwa die Investition in Solarmodule, die in Afrika aufgestellt werden, dafür sorgen, dass sich für die Menschen dort viel zum Positiven ändere – und gleichzeitig die Abholzung von Wäldern reduziert werde. Vielleicht sei in wenigen Jahren auch einmal das Thema Vertical Farming interessant – die Integration von Landwirtschaft in die Stadtplanung. „Wenn man einen positiven Effekt erzielen will, muss man aktiv solche Themen durch Investitionen fördern“, sagt Manfred Wiegel.

Knallhart ist Wiegel, wenn es darum geht, die passenden Investments für seinen Ansatz zu finden. Hilfreich sei hier nicht zuletzt die EU Offenlegungsverordung. Sie sei ein wichtiges Instrument, um zu identifizieren, wie Firmen tatsächlich agieren. Zudem würde die Verordnung es erleichtern, zu erkennen, ob, wo und in welchem Umfang Greenwashing betrieben werde. Trensparenz sei eines der großen Themen, wenn es um Nachhaltigkeit ginge, so Wiegel. „Es gibt verschiedene Organisationen und Initiativen, die grüne Labels vergeben. Doch darauf wollen wir uns nicht verlassen. Die Rating-Agenturen bieten zum Teil auch fragwürdige Ansätze bei ihren Bewertungen an. Best-in-Class zum Beispiel ist solch ein Fall. Schließlich ist ein Umweltsünder immer noch ein Umweltsünder – auch wenn er in seiner Vergleichsgruppe am wenigsten schädliche Emissionen verursacht“, erklärt Wiegel. Schwierig sei auch die Bewertung von Mischkonzernen. Deshalb fokussiere sich seine Fondsboutique bei der Auswahl der Titel auf sogenannte Pure-Player. Damit sind Unternehmen gemeint, die nur auf eine Sparte oder ein Produkt fokussiert sind, zum Beispiel Wasserstoff oder Solar. Bei solchen Firmen würden sich Kompromiss-Fragen in der Bewertung nicht stellen. „Als Franken kennen wir das Reinheitsgebot beim Bier. Die Zutaten stehen fest. Fertig. Dieses Prinzip wenden wir auch auf unsere Asset-Auswahl an“, so Wiegel.

Als ein Beispiel für ein solche Investments nennt Wiegel etwa die Firma Meyer Burger, die vor Jahren Maschinen zur Solarmodulproduktion verkauft hatten – bis chinesischen Konkurrenten auf die Idee kamen, die Maschinen nachzubauen und preiswerter anzubieten. Meyer Burger hatte in der Folge mit Umsatzrückgängen zu kämpfen – und startet mit einem neuen Ansatz ein Comeback: Heute stellt das Unternehmen mit seinen eigenen Maschinen Photovoltaik-Systeme her. Ein weiteres Beispiel für eine aussichtsreiche Investition in ein Unternehmen mit womöglich „bahnbrechender Technologie“ nennt Wiegel die Firma QuantumScape. Das Unternehmen startete 2010 als Ausgründung der Stanford University und ist Technologieführer bei Feststoff-Batterien.

Der Franke ist stolz darauf, in seinem Fondsportfolio derzeit 33 Werte zu haben, die komplett nicht im STOXX ESG Global Leader Index vertreten sind. Das bedeutet unter dem Strich einen hundertprozentigen Unterschied und damit ein Höchstmaß an sogenannter „Active Share“ – es gibt keine Überschneidung zu einem Benchmark-Index in diesem Bereich. Diese Unabhängigkeit zahlt sich aus: Im Vergleich zum Branchendurchschnitt hat der green benefit Global Impact Fund über die vergangenen fünf Jahre hinweg eine deutliche Outperformance erzielt.

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