
Wie institutionelle Investoren naturbezogene Risiken mindern und vom Wachstum des Biodiversitätskapitals profitieren können.
07.05.2026 | 09:45 Uhr
Wissenschaftlicher Beitrag zur biologischen Vielfalt Erstellt in Zusammenarbeit mit dem MISTRA-Programm „Finance to Revive Biodiversity“ (FinBio) am Stockholm Resilience Centre.

Der Naturverlust wirkt sich bereits auf die Cashflows, die Vermögenswerte und die Kapitalkosten in verschiedenen Branchen aus, von der Lebensmittel- und Rohstoffindustrie bis hin zur Infrastruktur- und Immobilienbranche. Gleichzeitig gehören Investitionen in die Natur zu den kosteneffizientesten Möglichkeiten, Umweltverschmutzung und CO₂-Emissionen zu reduzieren, die biologische Vielfalt wiederherzustellen und einen breiteren gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen.
Folgerung: Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und der Natur sind finanziell wesentlich und sollten in die Portfolioanalyse und -konstruktion einbezogen werden.
Fortschritte bei der Überwachung, Wirkungsmodellierung und Berichterstattung sowie bei den Offenlegungsrahmen verwandeln biologische Vielfalt von einem scheinbar unüberwindbaren Problem in ein investitionswürdiges
Folgerung: Dank wissenschaftlicher Fortschritte und ausgereifterer regulatorischer Rahmen können Investoren Aspekte der biologischen Vielfalt systematischer und objektiver in ihre Portfolioanalyse einbeziehen.
Naturbezogene investierbare Vermögenswerte dürften bis 2030 auf über 1,4 Bio. US-Dollar anwachsen. Biologische Vielfalt hat das Thema Klima als wichtigste Kategorie bei grünen Anleihen und Nachhaltigkeitsanleihen abgelöst, und Aktien und private Märkte verzeichnen einen rasanten Aufschwung bei naturbezogenen Strategien.
Folgerung: Das investierbare Universum im Bereich Naturkapital erweitert sich auf Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und private Märkte und schafft damit neue Quellen für langfristige Renditen.
Bei Investitionen in die biologische Vielfalt geht es nicht mehr darum, sich für Umweltschutz oder Kapitalgewinn zu entscheiden. Unternehmen, die ökologische Schäden verringern und die Ressourceneffizienz verbessern, sind oft besser für langfristiges Wachstum aufgestellt.
Folgerung: Die Einbeziehung von Überlegungen zur biologischen Vielfalt kann Investoren dabei helfen, Unternehmen zu ermitteln, die über nachhaltigere Geschäftsmodelle verfügen und langfristig ein besseres risikobereinigtes Renditepotenzial aufweisen.
Nachhaltigkeitsorientierte Investoren sind auf Langfristigkeit ausgerichtet und können enormen Einfluss auf die Unternehmen ausüben, in die sie investieren. Ein kontinuierliches und zielgerichtetes Engagement kann sowohl die Nachhaltigkeitsergebnisse als auch die finanzielle Performance verbessern.
Folgerung: Aktives Engagement stellt eine praktische Alternative zur Desinvestition dar, um das Biodiversitätsrisiko zu managen und Wert zu schützen.


Das „Investor Framework for Biodiversity Risk Mitigation“ (INFORM) von FinBio ist ein praktischer, wissenschaftlich fundierter Leitfaden für Investoren und Unternehmen zum Umgang mit Biodiversitätsrisiken. Zu jeder Ebene gehört ein Fragenkatalog.
Warum das Konzept funktioniert:
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