Barometer: Kein Kurswechsel bei Aktien

Barometer: Kein Kurswechsel bei Aktien
Marktausblick

Die Aktienmärkte dürften ihren Aufwärtstrend fortsetzen, gestützt durch starke Unternehmensgewinne, ein resilientes Wirtschaftswachstum und anhaltende Investitionen in künstliche Intelligenz.

06.08.2026 | 09:56 Uhr

Asset-Allocation: Weiter im Risikomodus

Die globale Aktienrallye mag im Juli ins Stocken geraten sein, doch wir betrachten dies eher als eine Pause denn als das Ende. Das Wirtschaftswachstum zeigt sich insgesamt resilient, gestützt durch KI-bezogene Unternehmensausgaben, solide Unternehmensgewinne und die anhaltende Expansion in den asiatischen Schwellenländern. Auch die markttechnischen Indikatoren sind unterstützend, wobei sich die Marktbreite verbessert hat. Die Liquiditätsbedingungen haben sich etwas verschärft, sind jedoch noch weit von einem restriktiven Niveau entfernt.

In diesem Umfeld bleiben Aktien unsere bevorzugte Anlageklasse. Da in diesem Jahr nur begrenzte Massnahmen seitens der grossen Zentralbanken zu erwarten sind, sind wir in Anleihen neutral positioniert und in Cash untergewichtet (siehe Abb. 1).

Abb-1
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Die Frühindikatoren für die Konjunktur liegen in den meisten Industrieländern und in den asiatischen Schwellenländern über dem neutralen Niveau. Wir gehen davon aus, dass die Ölpreise aufgrund der unbeständigen Nachrichtenlage zum Iran-Krieg vorerst weiter schwanken werden, bevor sie dann wieder zurückgehen. Dies wird das globale Wachstum zwar etwas dämpfen und kurzfristig zu einer höheren Inflation führen, doch dürften die Auswirkungen insgesamt schwächer ausfallen als im Jahr 2022, da die Energieintensität gesunken ist und die Investitionstätigkeit anhält, insbesondere im Zusammenhang mit KI und der Energiewende.

Investitionen ausserhalb des Wohnimmobiliensektors sind nach wie vor der wichtigste Motor der US-Wirtschaft und gleichen das nachlassende Wachstum des verfügbaren Einkommens sowie die schwächeren zugrunde liegenden Fundamentaldaten für den Konsum aus.

In Europa wird das Wirtschaftswachstum weiterhin durch den Energieschock gebremst. Die Stimmungsindikatoren für Unternehmen und Verbraucher haben sich jedoch stabilisiert, und die Einkaufsmanagerindizes (PMI) zeigen sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor eine allmähliche Verbesserung. Die Binnennachfrage hat sich als vergleichsweise robust erwiesen, gestützt durch die weiterhin hohen Ersparnisse der privaten Haushalte und stabile Beschäftigungsbedingungen.

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