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Klaus Nieding zur Kaufofferte für Aareal Bank: "Bittere Pille für Aktionäre"

Der Fachanwalt Klaus Nieding für Kapitalmarktrecht im Interview zur Kaufofferte für die Aareal Bank.

29.11.2021 | 07:15 Uhr von «Wolfgang Ehrensberger»

Einige Anleger wetten darauf, dass die Finanzinvestoren ihr Angebot noch mal nachbessern müssen. Wie schwer ist es, mit dieser Offerte die Annahmeschwelle von 70 Prozent zu schaffen?

Klaus Nieding: Aufgrund der Aktionärsstruktur mit 55 Prozent Streubesitz und weiteren zehn Aktionären mit signifikanten Minderheitsanteilen kann man nicht davon ausgehen, dass die 70-Prozent-Annahmeschwelle sicher erreicht wird.

Wie sollten sich Aareal-Aktionäre angesichts des 29-Euro-Gebots verhalten?

Derzeit liegt der Aktienkurs über dem Angebotspreis. Somit muss jeder Aktionär, der verkaufen will, in Betracht ziehen, dass er über den Markt bessere Konditionen erzielt. Eine Annahme des Angebots wäre derzeit nicht vorteilhaft.

Die Bank will mit den neuen Eigentümern ihre bisherige Strategie fortsetzen. Kritiker fordern einen deutlich schärferen Renditekurs und eine Aufspaltung. Wer hat recht?

Nach erfolgreicher Übernahme werden auch die neuen Eigentümer eigene Aspekte in die Strategie implementieren wollen - welche, ist derzeit nicht bekannt. Bei der von Aktivisten geforderten Abspaltung ist Vorsicht geboten, ob nachhaltige Vorteile für die Aktionäre generiert werden und nicht nur Einmaleffekte. Derartige Ausgliederungen sind sehr komplex und sehen von außen einfacher aus, als sie dann real in der Umsetzung sind.

Die Bank hat eine geplante Zusatzdividende von 1,10 Euro kurzerhand gestrichen. Wie bewerten Sie das?

Dass die Dividende von 1,10 Euro gestrichen wurde, ist für Aktionäre eine bittere Pille. Die Bank hat mit den Investoren aber als Teil der Offerte vereinbart, dass bis zum Closing kein Wertabfluss erfolgen darf. Aktionäre müssen die Streichung beim Angebotspreis berücksichtigen.

Aareal Bank: Gelingt Übernahme?

Die Finanzinvestoren Advent und Centerbridge sowie zwei weitere Investoren wollen die Aareal Bank übernehmen und den SDAX-Konzern anschließend von der Börse nehmen. Sie bieten 29 Euro je Aktie. Das entspricht einer Prämie von rund 35 Prozent auf den Drei-Monats-Durchschnittskurs, also umgerechnet einer Gesamtbewertung von 1,7 Milliarden Euro.

Die Bank hat gleichzeitig eine in Aussicht gestellte Sonderdividende gestrichen. Das Management hat sich hinter die Offerte gestellt. Sie ist an eine Annahmeschwelle von 70 Prozent geknüpft. Die Offerte hat den Aktienkurs auf 29,50 Euro angetrieben. Einige Investoren spekulieren auf einen Nachschlag. Allerdings ist nicht sicher, ob die Transaktion gelingt.

Der aktivistische Investor Teleios hat Widerstand angekündigt, der Aktivist Petrus Advisers hält sich bedeckt, beide halten größere Pakete. Unklar ist auch, wie sich Metro-Großaktionär Daniel Kretinsky verhalten wird, der seine Aareal-Beteiligung kürzlich auf acht Prozent verdoppelt hat. Klaus Nieding, Fachanwalt für Kapitalmarktrecht, sieht in der Offerte noch viele Fragezeichen

Dieser Artikel erschien zuerst am 28.11.2021 auf boerse-online.de

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