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Green Bonds boomen
Impact Investing

Anleihen zum Schutz des Planeten

Green Bonds eignen sich für institutionelle Anleger bestens für nachvollziehbare Impact Investments mit Umweltfokus.

29.11.2022 | 08:00 Uhr von «Isabelle Vic-Philippe»

Green Bonds litten im ersten Halbjahr – wie der gesamte Anleihemarkt – unter der steigenden Inflation, der Zinswende und den Folgen des Ukraine-Kriegs. Inzwischen scheinen die Bewertungen aus Sicht vieler Investoren wieder attraktiv zu sein. So haben Green Bonds im September 51 Milliarden Euro eingesammelt. Seit Jahresbeginn sind zudem 62 neue Green-Bond-Emittenten im Investment-Grade-Bereich hinzugekommen, was die Möglichkeiten zur Diversifikation weiter verbessert.

Trotz dieser Delle hat sich der Markt für nachhaltige Anleihen dynamisch entwickelt. Seit die Weltbank 2008 die erste grüne Anleihe begeben hat, ist der ESG-­Markt auf ein Volumen von mehr als 2,3 Billionen Euro angewachsen. Dabei sind nicht nur die Volumina rasant gestiegen, es sind auch viele neue Bondmärkte entstanden – darunter Sustainability-Bonds und Sustainability-Linked-Bonds, bei denen einige Anleihemodalitäten an das Erreichen bestimmter Umwelt- und Sozialindikatoren gebunden sind, sowie Social Bonds.

Anfänglich als Modetrend abgetan, etablieren sich Green Bonds – der größte Block im Bereich nachhaltiger Anleihen – immer mehr zu einer gefragten Anlagealternative für professionelle Investoren. Dass sich der Markt schnell entwickelt, hat viele Gründe: Der stärkere Fokus der Weltgemeinschaft auf die Klimaerwärmung, die Suche von Investoren nach Anlagen mit einem positiven Impact für die Umwelt sowie eine stärkere Beachtung nichtfinanzieller Risiken im Asset-Management – auch wegen regulatorischer Anforderungen – sind dabei wichtige Antriebskräfte. Aber auch die Professionalisierung des Markts durch Standards und Leitlinien, der Eintritt neuer Emittentengruppen sowie ein geografisch breiterer Radius sorgen für eine steigende Nachfrage.

Markt wächst aus gutem Grund

Seit 2014 hat der Green-Bond-Markt merklich an Dynamik gewonnen. Damals haben Finanzmarktteilnehmer unter Führung des Branchenverbands International Capital Market Association (ICMA) die Green Bond Principles formuliert. Diese unverbindlichen Leitlinien regeln, was eine grüne Anleihe auszeichnet.

Den Standards zufolge sind Green Bonds alle Arten von Anleihen, bei denen die Erlöse exklusiv grüne Projekte ganz oder teilweise finanzieren oder refinanzieren. Das heißt, die Mittel sollen die Umwelt schützen oder den Klimawandel bekämpfen.

Zudem müssen die Emittenten gemäß Green Bond Principles einen Jahresbericht veröffentlichen und die Bereiche offenlegen, denen die Erlöse zugeflossen sind. Zulässig sind unter anderem erneuerbare Energien, Energieeffizienz, grüne Gebäude und umweltfreundlicher Transport. Manche Anleihen sind also direkt Umwelt- oder Klimaprojekten zugeordnet, andere finanzieren Tranchen von mehreren Projekten, und wieder andere sind einfach von Firmen aus der Umweltbranche emittierte Unternehmensanleihen.

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Deutschland liegt auf Platz zwei

Ursprünglich war der Green-Bond-Markt durch europäische Entwicklungsbanken und Agenturen geprägt. Seit einiger Zeit drängen jedoch immer mehr Unternehmen als Emittenten auf den Markt. Aber auch Banken und Staaten werden aktiver.

Gleichzeitig verbreitert sich der Markt auch geografisch. Bezogen auf die Emissionsvolumina belegt Deutschland nach Frankreich noch vor den USA und China den zweiten Platz. Hierzulande dominieren insbesondere die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Bundesrepublik Deutschland, die im September 2020 ihren ersten Green Bond emittierte.

Neben etablierten Emittenten kommen immer wieder neue Akteure hinzu: So hat Amprion im September 2021 den ersten Green Bond im Volumen von 1,8 Milliarden Euro begeben, womit das Unternehmen den Zugang zu Strom verbessern und die Integration erneuerbarer Energien fördern will. Diese Emission ist Teil einer Investition in den Umbau des Energie­systems von Amprion in Höhe von rund 24 Milliarden Euro.

Außerdem hat die Europäische Kommission im Rahmen des „NextGeneration­EU“-Programms im Oktober 2021 den ersten von inzwischen drei Green Bonds im Volumen von zwölf Milliarden Euro begeben. Die mehr als elffach überzeichnete Anleihe ist damit die weltweit größte Green-Bond-Emission aller Zeiten. Gleichzeitig ist sie ein starker Auftakt für das „NextGenerationEU“-Programm für Green Bonds, das bis Ende 2026 ein Volumen von bis zu 250 Milliarden Euro haben soll.

Vergleichbare Rendite

Grüne Anleihen sind im Prinzip herkömmliche Anleihen, die sich durch die Verwendung der Mittel unterscheiden. Insbesondere sind sie gleichrangig mit anderen Emissionen desselben Emittenten. Das finanzielle Risiko hängt also von der Bonität des Emittenten ab und nicht vom grünen Projekt selbst. Dies ist grundsätzlich positiv, da die Bewertungen inklusive der fundamentalen und technischen Faktoren den Märkten überlassen werden.

Die Transparenz des Emittenten in puncto Mittelverwendung – vor allem mithilfe des Reportings – ist bei Green Bonds folglich ein wesentlicher Aspekt für Investoren. Sie ermöglicht es, Investitionen im Bereich der Energiewende zu erkennen und nachzuverfolgen. Das bedeutet auch, dass die Attraktivität eines Green Bonds über die höhere Transparenz zu beurteilen ist und nicht über einen möglichen Renditeaufschlag, den eine grüne Anleihe eventuell zahlen müsste. Anleger sollten jedoch gleichzeitig wissen, dass die Transparenz allein nicht das Risiko-Rendite-Profil der Anleihe beeinflusst.

Auch wenn das Thema Green Bonds dank des regulatorischen Umfelds und geänderter Anlegerpräferenzen profitiert hat, stellt sich für Investoren immer noch die Frage: Wie kann dieses Thema in einem diversifizierten Portfolio Rendite erwirtschaften? Viele Investoren und Asset-Manager sprechen sich dafür aus, herkömmliche durch Green Bonds zu ersetzen. Dies führt letztlich zu einer höheren Transparenz im Anleihemarkt und wird für andere Emittenten einen Anreiz zur Emission von Green Bonds schaffen.

Parallel zum Wachstum des Green-Bond-Markts wird auch das entsprechende Fondsangebot größer. Amundi bietet beispielsweise in Deutschland vier aktiv gemanagte Green-Bond-Fonds und sechs Green-Bond-ETFs an. Außerdem hat Amun­di erst kürzlich zusammen mit der International Finance Corporation (IFC), einem Mitglied der Weltbank-Gruppe, ein zweites Projekt für nachhaltige Anleihen lanciert, mit dem mehr als zwei Milliarden US-Dollar in Emerging Markets investiert werden sollen.

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Politik schiebt an

Schätzungen zufolge sollten 2022 mehr als 15 Prozent des globalen Emissionsvolumens auf nachhaltige Anleihen entfallen. Es ist zu erwarten, dass die Märkte für diese Instrumente weiter wachsen werden. Hintergrund ist einerseits der grundlegende Bedarf von Emittenten an solchen Finanzierungen und andererseits die strategische Notwendigkeit von Anlegern, ihr Kapital in entwicklungspolitisch wirksame Investitio­nen zu lenken, die so strukturiert werden können, dass sie ihnen attraktive risikobereinigte finanzielle Erträge ermöglichen.

Für Investoren in Europa gibt es darüber hinaus weitere Antriebskräfte, die den Markt zusätzlich beflügeln sollten: Erstens hat die EU mit dem European Green Deal ihre Ambitionen merklich erhöht und die Grundlagen für ein nachhaltiges Finanzwesen geschaffen. Zweitens wird sich der Sustainable-Bond-Markt vermehrt mit sozialen Fragen befassen: Durch das SURE-­Programm der EU können beispielsweise auch „Energie-Schutzschilde“ oder Maßnahmen, die auf die ukrainische Flüchtlingskrise abzielen, finanziert werden.

Der größte Schub kommt aber dadurch, dass gerade professionelle Investoren ESG-Ansätze flächendeckend in ihre Anlagestrategie integrieren und sich dabei nicht zuletzt aufgrund von Risiko-Rendite-Überlegungen den nachhaltigen Investments zuwenden.


"Green Bonds: Das sind die 10 wichtigsten Fonds für grüne Anleihen" - lesen Sie hier

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