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„Goldpreissturz ist überzogen“

Deka-Experte erwartet kurzfristigen Rebound. Durch Abflauen der Eurokrise ab Ende 2014 sollte Goldpreis deutlich fallen.

19.04.2013 | 12:45 Uhr von «Patrick Daum»

Der Goldpreis befindet sich im freien Fall. Innerhalb weniger Tage stürzte er von 1.600 US-Dollar je Feinunze auf unter 1.400 US-Dollar – den tiefsten seit über zwei Jahren – ab. „Neben schwächeren Konjunkturdaten belastete zunächst vor allem das Gerücht über mögliche Goldverkäufe der zyprischen Nationalbank den Preis – auch wenn deren Anteil an den globalen Goldreserven mit 0,05 Prozent sehr gering ist“, erläutert Dr. Bastian Hepperle vom Macro-Research-Team der DekaBank. Das einst so beliebte Edelmetall werde derzeit immer seltener als sicherer Hafen nachgefragt. „Die Gold-Exchange Traded Funds verzeichnen weiterhin kräftige Abflüsse und an den Terminmärkten schätzen die spekulativen Finanzinvestoren die künftige Preisentwicklung skeptisch ein“, analysiert der Experte die Gründe, weshalb er eine starke Aufwärtsentwicklung auch vorerst nicht erwartet. Dennoch bestehe kein Grund zur Panik: „Gleichwohl halten wir den Preissturz von Mitte April für überzogen und erwarten, dass sich dieser wieder weitgehend zurückbilden wird.“

Während im Zeitraum von 1980 bis 2000 die Goldpreisentwicklung nicht einmal die Verluste, die durch Inflation entstanden sind, kompensieren konnte, verzeichnete Gold in den letzten Jahren dank kräftiger Preisanstiege starke inflationsbereinigte Gewinne.  Dies wird aus Sicht des Deka-Volkswirts nicht die Regel bleiben: „Auf lange Sicht trauen wir dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zu.“

Der Preis der „Krisenwährung“ Gold sinke üblicherweise, wenn sich eine Krise wieder abflaut. Bedeutet der Goldpreisrückgang demnach ein Ende der europäischen Staatsschuldenkrise? „Unserer Meinung nach dürfte der Goldpreis mit dem Abflauen der europäischen Staatsschuldenkrise bzw. nach dem Ende der ultra-expansiven Geldpolitik der großen Notenbanken deutlich nachgeben“, sagt Hepperle. „Die sollte aber noch nicht im Prognosezeitraum bis Ende 2014 passieren. Die Lösung der Krise geht nur langsam voran.“ Bis dahin stützten die Sorgen der Anleger bezüglich der hohen Staatsverschuldung in allen großen Industrieländern den Goldpreis. Aber auch nach der Krise erwartet Hepperle keinen dramatischen Absturz der Goldnotierung. Denn die Notenbanken vieler Schwellenländer stockten zur Diversifizierung der Reserven verstärkt ihre Goldbestände auf.

Goldpreis: Seit Jahresbeginn rückläufig. Im April kam der Absturz

Quelle: Bloomberg

(PD)

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