Die Zwischenergebnisse in der 1. Fondsliga sind stark gespreizt. Gefragt sind aktuell spezialisierte Sektorfonds rund um Energie, Rohstoffe und Verteidigung – getrieben von geopolitischen Risiken und einem dominierenden Ölpreis, der Inflation, Zinsen und Märkte gleichermaßen beeinflusst.
08.04.2026 | 12:15 Uhr von «Jörn Kränicke»
Zu Ostern weist das Teilnehmerfeld der 1. Fondsliga eine breite Spreizung auf. Zwischen minus vier und plus 14 Prozent bewegen sich die aktuellen Performancezahlen. Vorne liegen die Teams, die weniger auf klassische Aktien- oder Mischfonds setzen, sondern vielmehr auf Energie-, Uran-, Verteidigungs-, Minen-, Gold-, Türkei- oder auch Koreafonds setzen. Denn im Zentrum der jüngsten Marktbewegungen steht dabei ein Faktor, der die Finanzmärkte traditionell stärker beeinflusst als politische Schlagzeilen selbst: der Ölpreis. Für Investoren ist entscheidend, ob geopolitische Konflikte nachhaltige Auswirkungen auf die Energiepreise haben. Und genau hier liegt das Risiko.
Daniel Zindstein, der amtierende Meister und aktuellen Tabellenführer sieht in einem anhaltend hohen Ölpreis einen globalen Inflationstreiber. Steigende Inflation wiederum könnte die Notenbanken zu einem restriktiveren Kurs zwingen – mit höheren Zinsen als Folge. Dies belastet laut Zindstein nicht nur die Bewertung von Aktien, sondern wirkt auch dämpfend auf die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt. Höhere Energie- und Finanzierungskosten drückten auf Unternehmensgewinne und damit letztlich auf die Aktienmärkte.
Bemerkenswert ist für den Vermögensverwalter in diesem Umfeld die Entwicklung des Goldpreises. „Trotz wachsender Inflationssorgen zeigt sich das Edelmetall richtungslos. Der Grund liegt in den steigenden langfristigen Zinsen und einem starken US-Dollar – beides klassische Gegenkräfte für Gold.“
Zusätzlich wirken für Zindstein psychologisch wichtige Kursmarken derzeit als Barrieren für die Märkte. Ob bei großen Aktienindizes oder Rohstoffen – runde Schwellenwerte scheinen aktuell schwer zu überwinden und verstärken die Zurückhaltung vieler Investoren.
Unterm Strich ergibt sich für ihn ein herausforderndes Bild: „Sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte tendieren schwächer. Damit fällt ein zentraler Stabilitätsanker weg, denn die übliche Diversifikation zwischen diesen Anlageklassen greift nicht mehr. Für institutionelle wie private Anleger bedeutet dies ein deutlich anspruchsvolleres Umfeld, in dem Flexibilität und selektives Vorgehen zunehmend an Bedeutung gewinnen.“
| 1 | Zindstein Vermögensv. | 14,33% |
| 2 | Oberbanscheidt | 10,29% |
| 3 | Plutos Vermögensverwaltung | 4,79% |
| 4 | Fonds Laden | 4,67% |
| 5 | Nordproject | 4,48% |
| 6 | Urban & Kollegen | 3,71% |
| 7 | DFP Deutsche Finanz Portfolioverwaltung | 3,31% |
| 8 | HOPPE VermögensBetreuung | 2,01% |
| 9 | ALPS Family Office | 1,59% |
| 10 | Bayerische Vermögen Management | 1,32% |
| 11 | Greiff Capital | 0,68% |
| 12 | Acatis | 0,13% |
| 13 | Top Vermögen | -1,09% |
| 14 | Höng Wealth Management | -1,11% |
| 15 | SJB FondsSkyline | -1,38% |
| 16 | Bank für Vermögen | -1,48% |
| 17 | Performance AG | -1,60% |
| 18 | FIVV AG | -1,64% |
| 19 | QBS Invest | -2,19% |
| 20 | Source for Alpha | -2,35% |
| 21 | Plan F | -3,92% |
| 22 | VALEXX AG | -4,17% |

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