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Fondskolumne: Deutsche Aktien – Abwärtstrend oder Einstiegschance?

Der Chefredakteur des Anlegermagazins TiAM, Ronny Kohl, geht für uns der Frage nach, ob der deutsche Aktienmarkt sich im Abwärtstrend befindet oder ob Anleger hier eine Einstiegschance verpassen.

09.01.2019 | 11:00 Uhr

Deutsche Aktien haben 2018 massiv an Wert verloren. 18 Prozent Minus lautete die Schlussbilanz des DAX. Für Investoren stellt sich nun die Frage: Abwärtstrend oder Einstiegschance? Für Optimisten bietet sich ein gestaffelter Einstieg an.

„Wir haben einen Kunden, der investiert jeden Monat einen sechsstelligen Betrag in einen Sparplan“, vertraute mir unlängst ein befreundeter Banker an. Sechsstellig? Weshalb nicht –wenn die insgesamt zu investierende Anlagesumme entsprechend groß ist!

Mit dem gestaffelten Einstieg lösen Investoren das Timingproblem auf ganz elegante Weise. Sie teilen die zu investierende Summe in Teilbeträge auf und investieren diese beispielsweise jeden 10. eines Monats. Damit erreichen sie einen gewogenen Einstiegspreis – Cost-Average-Effekt nennt sich das – und verringern die Gefahr „zum falschen Zeitpunkt“ zu kaufen. Und was für 100-Euro-Sparpläne richtig ist, muss für große Anlagesummen nicht falsch sein.

Pessimismus greift um sich

Am deutschen Aktienmarkt bietet sich solch eine Cost-Average-Strategie zurzeit durchaus an. Der DAX schloss am letzten Handelstag im Dezember mit 10.559 Punkten und hat somit im vergangenen Jahr 18,3 Prozent an Wert verloren. Damit wurde, womit zu Jahresbeginn niemand gerechnet hatte, 2018 zum schlechtesten Aktienjahr seit der Finanzkrise 2008 – zumindest aus Sicht deutscher Anleger. Dabei hatte der DAX im Januar noch ein Rekordhoch von 13.597 Punkten markiert. Doch im Anschluss daran ging es – mit Unterbrechungen – zügig bergab.

Als Schuldige gelten allgemein die Weltpolitik, die Zentralbanken sowie die Unternehmen. Nicht zu vergessen die Anleger selbst, die in kürzester Zeit von einem geradezu euphorischen in einen überaus pessimistischen Stimmungsmodus verfallen sind. Eben noch lockten scheinbar unbegrenzte Kurschancen, was nur wenig später als klar überbewertete Aktientitel empfunden wurde und entsprechende Verkäufe auslöste. Die Frage ist nun, wie lange es bis zu einem erneuten Stimmungswechsel mit deutlich freundlicheren Einschätzungen dauert.

Zeit für Neuinvestments?

Um nicht missverstanden zu werden: gegen Gewinnmitnahmen ist absolut nichts einzuwenden. Doch irgendwann sollte das Geld wieder investiert werden, um den kurzfristigen Gewinn aus 2018 nicht zum One-Hit-Wonder werden zu lassen. Und genau diese Überlegung dürfte inzwischen doch einige wagemutige Anleger wieder umtreiben: wo reinvestieren?

Natürlich kann man das Kapital auch noch auf dem Konto liegenlassen – unverzinst und ohne Chance auf Zuwächse, aber auch sicher vor weiteren Kursverlusten. Doch niemand weiß, ob die wirklich kommen und wie stark sie ausfallen. Klar ist nur, wenn die Kurse anfangen zu steigen, hat man den Zug schnell verpasst. Und klar ist auch, dass es nicht allzu viele Alternativen gibt, die attraktive Renditechancen versprechen. Selbst vermeintlich sichere Zinsinvestments sind von Kursverlusten bedroht, sofern die Zinsen (weiter) steigen, womit die meisten Marktbeobachter rechnen.

Weshalb also nicht auf erniedrigtem Niveau und inzwischen wieder moderaten Bewertungen in deutsche Aktien einsteigen? Unter Zuhilfenahme eines erwiesen qualifizierten Fondsmanagers. Christian von Engelbrechten ist so einer. Er selbst ist von Morningstar mit dem Silber-Rating ausgezeichnet – der zurzeit höchsten Ehre für Manager deutscher Aktien, und sein Fidelity Germany Fund ist vom Anlegermagazin Börse Online mit Euro-FondsNote 2 bewertet. Vor allem aber ist er mit einem Minus von 14,6 Prozent 2018 noch verhältnismäßig passabel durch das DAX-Tal gekommen.

Es gibt hingegen Vertreter seines Fachs, die auf Jahressicht 25 Prozent und mehr verloren haben. Richtig gut lief es tatsächlich nur für Short-ETFs – aber das nur am Rande.

Die Marktentwicklung 2018 sieht von Engelbrechten wie etliche seiner Kollegen als Korrektur der zuvor übertriebenen Kurssteigerungen. Eine Rezession in Deutschland oder gar ein Crash sei indes in diesem Jahr nicht zu erwarten. Vielmehr sieht er trotz möglicher Unwägbarkeiten „eine moderat positive Marktentwicklung“ und will diese mit „Qualitätsaktien“ nutzen, die durchaus auch aus dem Nebenwertebereich stammen dürfen. Für ihn steht außer Frage, dass sich in jeder Marktphase Unternehmen finden lassen, die mit den jeweiligen Umständen zurechtkommen und in der Lage sind, aus eigener Kraft zu wachsen. Wobei es der Job eines aktiven Fondsmanagers sei, diese Werte zu finden. Dem kann man nur zustimmen!

Fazit

Wagemutige Anleger (und Contrarians) dürften sich zurzeit den deutschen Aktienmarkt sehr genau anschauen. Die Kurse haben korrigiert und die Bewertungen sind wieder auf ein moderates Maß zurückgegangen. Das ergibt unter dem Strich die Chance, 2019 an einer moderat positiven Marktentwicklung teilzuhaben. Beispielsweise mit einem der aktuell top-benoteten bzw. gerateten Fonds, wie etwa Berenberg Aktien - Strategie D, UBS (D) Special I Deutschland, Barings German Growth Trust, DWS Aktien Strategie Deutschland, S4A Pure Equity Germany, Fondak, HSBC German Equity oder auch UBS (Lux) Equity SICAV - German High Dividend (EUR). Wem wiederum das Risiko zu hoch erscheint, dass die Kurse weiter abrutschen könnten, sollte noch zuwarten – oder den Cost-Average-Effekt nutzen und scheibchenweise investieren.

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Ronny Kohl verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Fondsberichterstattung. Er ist Mitglied der Chefredaktion von TiAM, dem Magazin für professionelle Anleger, sowie von Hedgework, der Plattform für Alternative Investments.

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