Die klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital sind jedem Studenten der Volkswirtschaftslehre ein Begriff. Als vierter Faktor wird meist dann noch der „wis-senschaftlich, technische Fortschritt“ hinzugefügt
24.07.2026 | 11:00 Uhr von «Matthias Bohn»
Die Grundidee dahinter ist, dass diese Faktoren für eine wirtschaftliche Tätigkeit einer Volkswirtschaft erforderlich sind und das alle erforderlichen Ressourcen diesen Faktoren zurechenbar sind. Da diese Ressourcen knapp sind und unsere Bedürfnisse unbegrenzt, entsteht überhaupt ein Zwang zum Wirtschaften. Was hat dies nun aber mit einem „ich empfehle… „ zu tun, fragt Matthias Bohn, Vorstand der P&S Vermögensberatungs AG
Die künstliche Intelligenz (KI) und die damit einhergehenden Möglichkeiten haben das Potential, disruptiv auf diese allgemeinen Weisheiten zu wirken. Es erscheint derzeit möglich, dass einer dieser grundlegenden Produktionsfaktoren seinen Engpasscharakter verliert. Dies würde auch bedeuten, dass dieser Faktor seinen Wert (auch im Sinne von Preis) einbüßt. Ich spreche hier über den Faktor „Arbeit“!
KI in all ihren Anwendungsformen hat somit das Potential diesen Produktionsfaktor in Teilen zu ersetzen. KI haucht den Maschinen Leben ein. An den Drohnen ist dies derzeit sehr gut zu erkennen. KI ist damit nicht nur Betriebssystem, sondern zur „Herz und Hand“ von Maschinen geworden. Wenn man diesen Gedanken weiterführt, wenn KI die Roboter „beseelt“ und Roboter dann Roboter „bauen“, wird einem deutlich, dass dieser dystopische Gedanke den Dreiklang aus Arbeit, Boden und Kapital auflösen könnte. Für diese Entwicklung würden „nur“ noch Kapital auf der einen und Rohstoffe und Energie auf der anderen Seite benötigt. Rohstoffe (=Bodenschätze) und Energie würden also zukünftig noch stärker zum Engpassfaktor werden als sie es heute schon sind. Der Zugriff auf möglichst große Reserven an Rohstoffen und Energievorräten wird entscheidend sein. In der Vergangenheit gab es schon immer diese Knappheiten, durch künstliche Intelligenz werden die Knappheiten hieran aber noch weiter zunehmen und über das Wohl und Wehe ganzer Volkswirtschaften entscheiden.
Damit wären wir bei des Pudels Kern. Investoren können – in dem Wissen um die oben geschilderten Zusammenhänge – davon ausgehen, dass sich insbesondere im Rohstoff-Sektor attraktive Investmentgelegenheiten bieten. Mittels des Fonds von BlackRock kann man hierbei in allen großen Rohstoffkategorien dabei sein. Egal ob Gold, Silber, Kupfer oder diverse Eisenerze die Minenwerte werden den Rohstoffhunger der künstlichen Intelligenz bedienen und nur kriegerische Auseinandersetzungen, die die Grundlage dieser Konzerne bedrohen würden, können dieser Erfolgsgeschichte im Wege stehen. Wenn man davon ausgeht, dass Kriege (bereits) um diese Ressourcen geführt werden, dann ist weniger wahrscheinlich, dass die eigentliche Geschäftsgrundlage (die Bodenschätze an sich) gefährdet sein können, sondern eher die rechtliche Stellung des Eigentümers der Unternehmen gefährdet ist. Wer also die Gretchenfrage dahingehend beantwortet, dass die westliche Weltordnung weiterhin Bestand hat, sollte dieses Risiko eingehen können. Den Rest erledigt dann der Trend und die breite Streuung im Fonds (LU0172157280). Was mit dem verbliebenen oder sollte man sagen „überflüssigen“ Produktionsfaktor wird, ist sicher ein gutes Thema für eine weitere Empfehlung …
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