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Mit einer Schramme davongekommen

Pixabay: Bild

Die Kurskorrektur an den US-Börsen wird Anleger noch eine ganze Weile beschäftigen. Kein Wunder, bei den globalen Indizes jagt ein Rekordstand den nächsten. Das hohe Kursniveau lässt Fondsmanager und Anlageexperten ein scharfes Auge werfen auf die Indikatoren. Vor allem die Volatilität ist derzeit die Messlatte.

12.03.2018 | 16:13 Uhr von «Thomas Gräf»

So kam es im Zuge des Februar-Crashs zu einem Mittelabzug von insgesamt 23,5 Milliarden US$ aus ETF-Produkten, die Aktien aus den USA und Kanada abbilden – zum ersten Mal in den vergangenen zwei Jahren. Und ETFs, die in Anleihen investierten, mussten im Februar Abflüsse von fünf Milliarden US$ verzeichnen, meldet der Branchendienst ETFGI. Hier spiegele sich die Sorge der Investoren über steigende Zinsen infolge anziehender Inflation.

 

 

Grafik: Marketwatch.com

Der Volatilitätsindex VIX zeigt deutliche Spitzen nach dem Kurseinbruch im Februar. Seitdem hat sich der Wert auf über 15 eingependelt. 

Anleger haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als eine Billion US$ in Aktien-ETFs investiert. Nun kommen Zweifel auf, ob die Branche das halsbrecherische Tempo weiter halten kann. Weltweit sind zur Zeit mehr als fünf Billionen US$ in ETFs angelegt.

Doch nicht alle ETFs waren gleichermaßen von der Korrektur betroffen. Die größten Abflüsse musste der Anbieter State Street verzeichnen, dessen “Spider” ETF, der den S&P500 abbildet, im Februar allein 25,3 Milliarden US$ zurückgeben musste, während BlackRock und Vanguard, die weltgrößten Asset Managers, unter dem Strich Mittel einsammeln konnten, wenn auch in geringerer Menge als im Februar des Vorjahres. “Die große Frage,” so Matthew Bartolini, der bei State Street das Geschäft mit den US-ETFs verantwortet, “ist, ob der Einbruch im Februar das Ende des Bullenmarkts bei Aktien und Anleihen bedeutet”.  Er geht jedoch davon aus, dass die Erholung seitdem darauf hindeute, dass der Markt mit einer Schramme davon gekommen sei – “und nicht mit gebrochenen Knochen.”

Unterdessen ist das “Bull and Bear Barometer” der Bank of America Merrill Lynch zu Beginn des März auf  “Kaufen” zurückgesprungen – nachdem es im Februar ein deutliches Verkaufssignal gab. Und bei BlackRock wurden US-Aktien wieder von “neutral” auf “overweight” hochgestuft: Die Korrektur vom Februar spiegele nicht die starken makroökonomischen Daten oder Unternehmenszahlen wider. Im Gegenteil: Kursrückgänge stellten attraktive Kaufgelegenheiten dar. Die Umsätz der US-Unternehmen sollen 2018 um rund 19 Prozent wachsen, wobei ein möglicher Handelskrieg noch nicht eingepreist ist. Die Nachrichten zu Importzöllen auf Stahl und Aluminium allein haben jedoch dafür gesorgt, dass in der ersten Märzwoche wieder 10 Milliarden US$ aus Aktien-ETFs abgezogen wurden.

Der Boom der ETFs soll unterdessen weitergehen – auch in Europa: Die Citi-Bank rechnet damit, dass sich das Vermögen, das in Europa in ETFs investiert ist, bis 2022 auf 2,2 Billionen US$ verdreifachen wird. Dann soll auf dem europäischen Fondsmarkt der Anteil der passiven Produkte ähnlich hoch liegen wie derzeit in den USA; dort haben ETFs einen Marktanteil von fast 18 Prozent, sagt Citi. Aktuell machen passive Produkte in Europa fünf Prozent vom Gesamtmarkt in Höhe von rund 18 Billionen US$ aus.

(TG)

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