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ETF-Rekorde sorgen für Besorgnis

Der Erfolg der ETFs ruft auch Mahner auf den Plan

Exchange Traded Funds erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Im ersten Quartal erreichten die Mittelzuflüsse neue Höchststände. Das sorgt in der Fondsbranche jedoch auch für Besorgnis.

01.06.2017 | 11:21 Uhr von «Thomas Gräf»

Die Zuflüsse in Exchange Traded Funds erreichen immer neue Höchststände: In den ersten fünf Monaten des Jahres investierten Anleger in den USA rund 182 Milliarden US$ in passive Fondsprodukte, berichtet das Research-Unternehmen FTSE Russell. Das sei der höchste Wert seit Markteinführung der ETFs im Jahr 2003. Allein im April betrug der Mittelzufluss mehr als 34 Milliarden US$ – doppelt so viel wie im April des Vorjahres. Mittlerweile sind mehr als 2,9 Billionen US$ in Exchange Traded Funds angelegt.

 Das rasante Wachstum der passiven Produkte ruft mittlerweile in der Fondsbranche auch mahnende Stimmen auf den Plan. „ETFs sind schnell sehr groß geworden“, erklärte Mark Okada, Mitgründer und CIO von Highland Capital Management, vergangene Woche Analysten am Telefon: „Ich weiß nicht, ob die Märkte wissen, wie ETFs gemanagt werden müssen, wenn der Markt dreht.“ ETFs könnten eine große Rolle in der nächsten Rezession oder Finanzkrise spielen, warnt Okada, und die Manager der passiven Investmentvehikel müssten sich darauf vorbereiten, Risiken in einer veränderten Marktsituation zu managen.

„Was wäre, wenn Präsident Trump sich für einen Krieg gegen Nordkorea entscheidet? Investoren würden sich wahrscheinlich in den Risk-Off-Modus begeben.“ Unter solchen Bedingungen, so Okada weiter, seien ETFs noch nicht getestet worden.

Das sieht Will Rhind von ETF Granite Shares ganz anders: ETFs seien mittlerweile schon lange am Markt und hätten auch das Platzen der Tech-Bubble und die Finanzkrise 2008 ausgestanden: „Immer, wenn eine neue Technologie auftaucht und eine Welle an Investment auslöst, gibt es Neinsager, die fürchten, der Himmel fällt uns auf den Kopf.“

Quelle: Bloomberg

Kürzlich sorgte ein Bericht auf Bloomberg für Diskussionen, in dem die Autoren fest stellten, dass die Anzahl der Aktienindizes mittlerweile größer ist als die Zahl der an (US-) Börsen gehandelten Aktien: Laut Bloomberg stehen mehr als 5.000 Indizes nur rund 4.000 Aktien gegenüber. Das sei auf die Nachfrage der ETF-Industrie zurückzuführen, die Anlagestrategien aktiv gemanagter Fonds in einem Index nachbilde und auf diesem Index Smart-Beta-Fonds emittiere.

Highland-Capital-Manager Okada empfindet das als besorgniserregend, wenngleich er keine Wertung über verschiedene Investmentstile treffen will. „Ich würde niemandem empfehlen, wie er investieren soll“, so Okada: „ich mache mir nur Sorgen, dass manche Leute alles in einen Korb werfen und in einer veränderten Marktsituation nicht optimal reagieren können.“

 Doch Okada und andere Bedenkenträger müssten sich keine Sorgen machen,  meint Kevin Quigg, Chefstratege bei ETF ACSI Funds: Im Schnitt hielten Exchange Traded Funds rund 6,3 Prozent eines durchschnittlichen gelisteten Aktienunternehmens: Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds kämen ETFs damit auf einen vergleichsweise kleinen Anteil, erklärt Quigg.

(TG)


 

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