Die V-Bank AG hat das Geschäftsjahr 2025 trotz hoher Investitionen erneut mit soliden Zahlen abgeschlossen und ihre Position als führende Depotbank für unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland weiter gefestigt. Zwar ging das Vorsteuerergebnis leicht zurück, doch bleibt die Bank klar über der wichtigen Marke von 50 Millionen Euro.
24.04.2026 | 08:00 Uhr
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 52,2 Millionen Euro nach 54,4 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss belief sich auf 30,1 Millionen Euro (2024: 31,1 Millionen Euro). Die rückläufigen Kennzahlen sind dabei kein Ausdruck operativer Schwäche, sondern vielmehr Folge einer gezielten Investitionsoffensive.
Vorstandschef Lars Hille betont, dass 2025 bewusst im Zeichen struktureller Weichenstellungen stand. Mehr als 13 Millionen Euro hat die Bank zusätzlich investiert – unter anderem in Personal, IT-Infrastruktur sowie in den Ausbau von Daten- und KI-Kompetenzen. Auch die internationale Expansion wurde vorangetrieben, etwa durch den Aufbau einer Schweizer Banktochter.
Die Grundlage für diese Investitionen bildet ein weiterhin dynamisches operatives Geschäft. Das verwahrte Vermögen (Assets under Custody) stieg um 15 Prozent auf 66 Milliarden Euro. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Depots vermögender Endkunden deutlich auf rund 73.200.
Auch die Handelsaktivität erreichte neue Höchststände: Mit 2,1 Millionen Transaktionen verzeichnete die Bank einen Rekordwert. Besonders dynamisch entwickelte sich zudem das Lombardkreditgeschäft, dessen Volumen um rund 50 Prozent auf 500 Millionen Euro zulegte.
Parallel dazu baute die Bank ihre personellen Kapazitäten aus. Zum Jahresende 2025 beschäftigte die V-Bank 182 Mitarbeitende, nach 158 im Vorjahr.
Die verstärkten Investitionen spiegeln sich auch in der Cost-Income-Ratio wider, die von 48,3 auf 54,8 Prozent anstieg. Die Eigenkapitalrendite blieb mit 22,1 Prozent auf hohem Niveau, lag jedoch leicht unter dem Vorjahreswert.
Trotz dieser Entwicklung sehen auch Ratingagenturen die Bank weiterhin stabil aufgestellt: Moody’s bestätigte das A2-Deposit-Rating, während das GBB-Rating bereits zum elften Mal in Folge mit „A stabil“ bewertet wurde.
Für das laufende Jahr plant die V-Bank, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen und die Investitionen nochmals auszuweiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Digitalisierung, der Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie der Ausbau der neuen Kundenplattform. Parallel soll die internationale Präsenz weiter gestärkt werden – insbesondere durch die geplante Aufnahme des Bankbetriebs in der Schweiz. (jk)
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