Aberdeen Investments baut seine ETF-Geschäft in Großbritannien und Europa aus. Mit Caroline Hertrich übernimmt eine erfahrene ETF- und Indexexpertin die neu geschaffene Position als Leiterin der ETF-Strategie für UK und EMEA. Vorbild ist das stark gewachsene US-Geschäft.
24.09.2026 | 13:30 Uhr
Aberdeen Investments will sein ETF-Geschäft in Großbritannien und der EMEA-Region deutlich ausbauen. Dafür hat der Vermögensverwalter Caroline Hertrich zur Leiterin der ETF-Strategie für UK und EMEA ernannt. Die Position wurde neu geschaffen. Als Vorbild dient das US-Geschäft von Aberdeen. Dort verwaltet der Anbieter inzwischen rund 21 Milliarden US-Dollar in ETFs. Im vergangenen Jahr konnte Aberdeen das verwaltete Vermögen nach eigenen Angaben verdoppeln. Im Bereich der Rohstoff-ETFs ist das Unternehmen gemessen am verwalteten Vermögen inzwischen der drittgrößte Anbieter in den USA. Nun soll Hertrich die Erfahrungen aus dem US-Geschäft auf die europäischen Märkte übertragen und zugleich eine auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnittene ETF-Strategie entwickeln.
Die neue ETF-Chefin verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen ETFs, Indexinvestments und Anlagelösungen. Zuletzt war sie bei Bloomberg als Index Sales Lead für Buy-Side-Kunden in Großbritannien und Irland tätig. Zuvor arbeitete Hertrich unter anderem bei FTSE Russell und BlackRock. Dort war sie mit ETF-Produktstrategie, Vertrieb und Kundenbetreuung in den europäischen Märkten befasst. Zu ihren Aufgaben gehörten auch das Produktlebenszyklusmanagement von Anlageangeboten für die EMEA-Region sowie die Einführung von ETF-Lösungen bei institutionellen Investoren.
Aberdeen sieht insbesondere bei aktiven ETFs Wachstumspotenzial. „Europa befindet sich auf seiner Entwicklung des ETF-Marktes noch in einem früheren Stadium als die USA, doch das Interesse wächst, insbesondere an aktiven Strategien“, sagt Steven Dunn, Global Head of ETFs bei Aberdeen Investments. Hertrich soll nun die globalen ETF-Ziele des Unternehmens in Geschäftserfolge in Großbritannien und der EMEA-Region überführen. Dabei soll sie eng mit den Investment-, Produktentwicklungs-, Vertriebs- und Marketingteams zusammenarbeiten.
Hertrich selbst sieht den europäischen ETF-Markt vor einer wichtigen Entwicklungsphase. Insbesondere aktive ETFs würden an Bedeutung gewinnen, da Anleger zunehmend nach differenzierten Anlagelösungen in einer liquiden und zugänglichen Struktur suchten. „ETFs sind längst kein Nischenprodukt mehr“, betont Hertrich. Sie entwickelten sich zunehmend zu einem wichtigen Anlageinstrument sowohl für jüngere Anleger als auch für etablierte Marktteilnehmer. (jk)
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