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Gute Aussichten für High-Yield-Papiere

Hochzins-Anleihen haben sich in diesem Jahr wacker geschlagen – und es spricht einiges dafür, dass diese Entwicklung weiter anhält.

05.11.2019 | 15:18 Uhr von «André Schmidt-Carré»

Angesichts der weltweit anhaltenden Niedrigzinspolitik und starker Nachfrage nach allem, was überhaupt positiven Renditen verspricht, kennen die Kurse vieler Unternehmensanleihen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Vor allem High-Yield-Bonds haben sich zuletzt gut entwickelt. In diesem Segment belaufen sich die Zuwächse bis Ende Oktober im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Und es gibt gute Gründe dafür, dass die gute Performance weiter anhält: „Trotz einer Reihe von makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten dürften diverse Faktoren weiterhin für starken Rückenwind am Anleihemarkt sorgen“, sagt Roland Hausheer, Experte für Hochzinsanleihen bei Swisscanto Invest. Aus seiner Sicht dürften insbesondere die insgesamt niedrigen Renditen, die geringe Inflation und die lockere Geldpolitik der Zentralbanken rund um die Welt die Nachfrage nach Anleihen seitens institutioneller und privater Investoren im Inland weiterhin beleben.

In Europa könnten Anleihen von dem wieder aufgelegten Programm der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Kauf von Wertpapieren aus dem Unternehmenssektor profitieren. „Wir gehen davon aus, dass die EZB ab November monatlich in Euro denominierte Unternehmensanleihen im Umfang von drei bis vier Milliarden Euro ankaufen wird“, sagt Hausheer. Die Nachfragebedingungen für Anleihen im Euroraum seien ohnehin sehr günstig, das Kaufprogramm dürfte deshalb die Kurse von Unternehmensanleihen weiter nach oben treiben, auch High-Yield-Bonds sollten demnach von den positiven Rahmenbedingungen profitieren. Eine Einschränkung sieht der Experte allerdings: „Das Kurspotenzial wird durch den zusehends schwächeren makroökonomischen Ausblick etwas verringert“, sagt Hausheer. „Dem breiten Trend zur Deglobalisierung blicken wir mit Besorgnis entgegen, zumal der globale Handel die Achillesferse Europas darstellt.“

Wieder erstarkte US-Konjunktur positiv für Hochzinsbonds

In den USA ist die Lage für Hochzinsbonds gerade auch mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung positiv: Die zuletzt veröffentlichten Zahlen zeigen für das dritte Quartal der US-Wirtschaft ein Wachstum von hochgerechnet 1,9 Prozent fürs ganze Jahr – und fallen damit spürbar höher aus als erwartet. „Die Konsumnachfrage, der Motor der US-Wirtschaft, bleibt weiterhin kraftvoll“, sagt Olivier de Berranger, Chief Investment Officer beim Fondsanbieter La Financière de l’Echiquier.

Hochzins-Anleihen-Experte Hausheer verfolgt allerdings auch in den USA eine Entwicklung besonders aufmerksam: Die Zahl der Unternehmenspleiten ist in den vergangenen Monaten leicht gestiegen. „Diesen Faktor gilt es im Auge zu behalten, auch wenn die bisherigen Ausfälle auf einzelne Sektoren beschränkt waren und die Ausfallraten weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt von rund 3,5 Prozent liegen“, sagt Hausheer. Die Ausfallraten von US-amerikanischen High Yield-Anleihen beträgt demnach aktuell 2,55 Prozent. Anleger sollten bei Hochzins-Anleiehen also wachsam bleiben, auch wenn das Stimmungsbild derzeit insgesamt positiv ausfällt.

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