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Zins-Explosion: So machen Investoren das Beste daraus!

Für die Finanzmärkte war der heftige Zinsanstieg in den USA wie ein Erdbeben. Wichtige Anlageklassen gerieten unter Druck. Etliche Anleger erlitten teils hohe Verluste. Clevere Investoren können die Zinssteigerungen jetzt zu Ihrem Vorteil nutzen.

14.04.2021 | 13:20 Uhr von «Stephan Albrech»

Das Großereignis an den Finanzmärkten seit Jahresbeginn ist der sehr deutliche Zinsanstieg bei den Staatsanleihen. Die Rendite der zehnjährigen US-Bonds schoss von 0,6 auf 1,6 Prozent, die Rendite der 30-jährigen kletterte von 1,0 auf 2,5 Prozent. Auch die Rendite deutscher Anleihen zog an. Für die Finanzmärkte ist dieser scheinbar kleine Anstieg wie ein Erdbeben. Denn die Zinsen für als sicher erachtetes Geld sind der zentrale Faktor für die Bewertung aller Anlageklassen.

Diesen Zusammenhang konnte man im Februar und März besonderes gut beobachten. Als erstes büßten Anleihen an Wert ein. Je länger die Laufzeit, desto größer waren die Kursverluste. Der 30-jährige US-Bond gab seit Jahresanfang gut zehn Prozent ab. Seit dem Hoch vor einem Jahr sind es sogar 20 Prozent. Es folgten viele Rohstoffe, die spätestens im März unter Druck kamen. Auch Gold gehörte dazu. Schließlich arbeitete sich der Zinsanstieg in den Aktienmarkt vor. Vor allem Titel aus der Tech-Branche gerieten unter Druck. Wasserstoff-, Solar- und Online-Aktien verloren in einem Monat 50 Prozent an Wert. Apple, Paypal und andere große Namen gaben zwischen 15 und 30 Prozent ab. Gut erging es eigentlich nur den Value-Aktien.

Mit Cash, also mit dem viel geschmähten Geld auf dem Konto oder in kurz laufenden Staatsanleihen können Anleger von höheren Zinsen profitieren. Zwar dürften die Notenbank die Zinsen unter dem Druck des Marktes kaum anheben. Auf dem Sparbuch und dem Tagesgeldkonto winken erstmal keine höheren Zinsen. Jedoch können Anleger nach dem Einbruch bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen mit ihrem Geld diese Assets kaufen. Anleger sollten daher Liquidität bereithalten, um solche Gelegenheiten zu nutzen. Sind diese Assets stark im Wert gestiegen, ist es sinnvoll, einen Teil zu verkaufen und so erneut an Liquidität zu kommen.

Wir glauben eher, dass die Anleger mit ihren Zins-Erwartungen etwas übertrieben haben. Angeblich sollen bis 2023 drei Zinserhöhungen der Federal Reserve eingepreist sein – was die Federal Reserve strikt dementiert. Uns ist schleierhaft, wie sich die USA diese Zinserhöhungen unter dem steil wachsenden Pandemie-Schuldenberg leisten sollen. Wir glauben nicht so recht, dass die Konjunkturbäume nach der größten Rezession der Nachkriegszeit unbegrenzt in den Himmel wachsen. Bei deutlich gestiegener Arbeitslosigkeit und wachsender Zukunftsangst werden die Menschen ihr Geld eher zusammenhalten statt wie wild damit um sich zu werfen.

Wir halten es für gut möglich, dass die Renditen der Staatsanleihen nach dem größten Anstieg seit Jahren in den nächsten Monaten ein gutes Stück sinken werden. Stimmt unsere These, bieten sich sowohl bei Wachstumsaktien (Nasdaq & Co.) und Anleihen als auch bei Gold demnächst attraktive Gelegenheiten zum Kauf oder zur Aufstockung.

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