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Börsengang Siemens Energy: Turnaroundstory oder Fass ohne Boden?

Am Montag hat die Siemens-Energiesparte Premiere in Frankfurt. Für Spannung ist gesorgt: Viel Potenzial, viele Risiken und hochvolatiles Umfeld. Was Berater jetzt wissen sollten.

25.09.2020 | 09:18 Uhr von «Wolfgang Ehrensberger»

Es wird die bislang größte Abspaltung, die es an der Deutschen Börse je gab: Am kommenden Montag (28.9.) startet der Handel mit den neuen Aktien des Siemens-Ablegers Siemens Energy (21 Milliarden Euro Umsatz, 91 000 Mitarbeiter). Das Energiegeschäft von Siemens mit Kraftwerken, Windenergie, Öl- und Gasanlagen sowie Stromübertragung wurde zuvor im Zuge eines Spin-offs aus der Siemens AG herausgelöst. Siemens-Aktionäre bekommen dabei für zwei Siemens-Aktien je eine von Siemens Energy. Damit unterscheidet sich das Prozedere von einem klassischen Börsengang (Initial Public Offering) mit öffentlichem Angebot.

Mit Spannung sehen Börsianer nicht nur der Kursentwicklung der neuen Aktien am ersten Handelstag entgegen. Die Transaktion hat auch einen technischen Effekt auf die Aktie des Mutterkonzerns. Denn mit dem ersten Kurs von Siemens Energy gibt es gleichzeitig einen entsprechenden Abschlag auf die Siemens-Aktie, ähnlich dem Dividendenabschlag am Tag der Hauptversammlung. Der Abschlag entspricht rechnerisch der Hälfte des ersten Energy-Kurses.

Wie Siemens Energy zum Börsenstart bewertet wird, ist offen. Schätzungen zufolge kann die Aktie 24 bis 31 Euro kosten, wobei die Werte zuletzt eher am unteren Ende der Spanne lagen. Analysten fragen sich, ob angesichts des Restrukturierungsbedarfs eine Turnaroundstory schlummert - oder ein Fass ohne Boden. Irritierend wirkt auch die Breite des derzeit noch defizitären Geschäfts von konventioneller Kraftwerktechnik bis hin zu erneuerbaren Energien.

"Für was steht Siemens Energy eigentlich?", fragt sich zum Beispiel Deka-Fondsmanager Winfried Mathes. Deshalb muss Energy noch kein Flop werden. Analysten rechnen allerdings mit Volatilität und hohem Handelsvolumen in den ersten Wochen. Laut J.P. Morgan können in dieser Zeit 30 bis 50 Prozent der Siemens--Aktionäre ihre zugeteilten Energy-Aktien verkaufen. Beispielsweise werden Indexfonds die Papiere abgeben, weil sie nicht im DAX notiert sind. Auch die Siemens AG kündigte an, dass sie sich aus Energy mittelfristig zurückziehen und ihren Anteil von 45 Prozent innerhalb von zwei Jahren auf unter 25 Prozent reduzieren will.

Siemens hat bereits mehrere Geschäftssparten an die Börse gebracht, zuletzt 2018 die Medizintechnik (Healthineers) über einen klassischen IPO. Das letzte Spin-off gab es 2013 mit der Lichtsparte Osram, die schließlich glanz- und erfolglos vom österreichischen Sensorhersteller AMS geschluckt wurde.

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