Barometer: Aussichten für US- und Schwellenländeraktien weiterhin erfreulich

Auch wenn ein Ende des Iran-Konflikts nicht in Sicht ist, bleiben die Aussichten für US- und Schwellenländeraktien erfreulich. In beiden Segmenten gehen wir zu einer Übergewichtung über.

15.05.2026 | 09:35 Uhr

Inhalt 

  • Asset-Allocation: Die Ruhe nach dem Sturm
  • Aktienregionen und -sektoren: Liquidität und Gewinne befeuern die Rally
  • Anleihen und Währungen: Aufstockung der Allokationen in Schwellenländeranleihen
  • Globale Märkte insgesamt: Optimismus in Bezug auf KI befeuert Rally
  • Kurzüberblick


Asset-Allocation: Die Ruhe nach dem Sturm

Der Sturm auf den globalen Finanzmärkten scheint sich gelegt zu haben – zumindest vorerst. Es herrscht nach wie vor grosse Unsicherheit: Da nicht mit einem baldigen Ende des Kriegs im Iran zu rechnen ist, sitzen Schiffe weiterhin in der Strasse von Hormus fest und die Ölpreise steigen. Die vor einigen Wochen diskutierten Worst-Case-Szenarien sind glücklicherweise nicht eingetreten, und die aktuelle Risikobilanz deutet auf ein günstigeres Investitionsklima hin.

Nachdem sich die Wolken verzogen haben, können sich die Investoren wieder auf die insgesamt positiven Fundamentaldaten konzentrieren: reichlich globale Liquidität, eine starke Gewinnentwicklung bei den Unternehmen, ein stetiges, wenn auch unspektakuläres Wirtschaftswachstum, eine moderate Inflation (wenn auch mit Aufwärtsrisiken) und Bewertungen, die bei vielen Anlageklassen attraktiver sind als noch vor zwei Monaten. All das bestärkt uns darin, risikofreudiger zu investieren, indem wir unser Engagement in Schwellenländeranlagen, US-Aktien und Industriewerten ausbauen.

Wir gehen Risiken jedoch selektiv ein. Wir möchten uns ungern auf eine einzige makroökonomische oder geopolitische Entwicklung stützen. Wir halten daher an unserer insgesamt neutralen Gewichtung in Aktien, Anleihen und Cash fest.

Monatsübersicht Asset-Allokation
Monatsübersicht Asset-Allokation

Unsere Konjunkturindikatoren stützen diese Einschätzung und deuten auf ein insgesamt moderat positives globales makroökonomisches Umfeld hin. Die wichtigste Erkenntnis aus den von uns beobachteten Frühindikatoren ist, dass die Konjunktur in den meisten Industrieländern und weiten Teilen Asiens insgesamt stabil bleibt. Der Energieschock schlägt sich bisher nur in begrenztem Umfang in den Erhebungen und Preisindikatoren nieder. In unserem Basisszenario wird die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 2,8% und damit leicht über dem Potenzial wachsen, während die Inflation im Durchschnitt bei etwa 3% liegen wird.

Die Risiken sind in einem schwächeren Wachstum und einem höheren Preisdruck zu sehen. Sollte die Sperrung der Strasse von Hormus den ganzen Sommer über andauern, dürfte dies in Europa und einigen Schwellenländern – und möglicherweise sogar in den USA – eine leichte Rezession auslösen. Solange die Seestrasse gesperrt bleibt, bewegen sich die Ölpreise zwischen 110 und 120 US-Dollar pro Barrel, gegenüber rund 70 US-Dollar vor dem Krieg und dem langfristigen Fair-Value unseres Modells von 80 US-Dollar (siehe Abb. 2).

Der Ölpreisanstieg bringt Gewinner und Verlierer hervor. Die Schwellenländer halten sich relativ gut. Energieexportländer sind die grossen Profiteure, doch auch andere Länder befinden sich in einer stärkeren Position als bei früheren Krisen, was auf ein höheres Wirtschaftswachstum, eine geringere Anfälligkeit gegenüber externen Einflüssen und grössere Zinspuffer zurückzuführen ist.

In den USA ist die Lage ausgeglichener. Der US-Verbraucher ist augenscheinlich fragiler als es die Wachstumszahlen vermuten lassen: Die Konsumdaten sind bereits schwach, das Wachstum des verfügbaren Einkommens hat sich deutlich verlangsamt, das Verbrauchervertrauen befindet sich nahe einem Rekordtief, und es wird erwartet, dass die höheren Ölpreise die Realeinkommen weiter unter Druck setzen werden. Die Ölproduzenten des Landes können jedoch mit beträchtlichen Mehreinnahmen rechnen, die die allgemeinen Auswirkungen auf die Wirtschaft ausgleichen werden.

In Europa hingegen wirkt sich der Ölschock ganz klar negativ aus, da die Hoffnungen auf eine Erholung schwinden und eine Stagflation droht. Wir haben unsere Wachstumsprognose für die Eurozone für dieses Jahr auf 0,9% gesenkt (von 1,3% vor zwei Monaten) und unsere Inflationsprognose auf 2,7% angehoben (von 2,0%).

Unsicherheitsfaktor Öl
Unsicherheitsfaktor Öl

Unsere Liquiditätsindikatoren geben riskanteren Anlagen etwas Auftrieb und bestätigen uns in unserer Entscheidung, das Engagement in einigen Aktienmärkten zu erhöhen. Da noch unklar ist, wie lange der Inflationsschock andauern wird und ob die Regierungen eingreifen werden, um die Auswirkungen der gestiegenen Energiekosten abzufedern, haben die Zentralbanken zwar ihre Bereitschaft zu einer Straffung der Geldpolitik signalisiert, haben es damit aber nicht eilig. Die globale Liquidität, die im weiteren Sinne als Geldmenge, Devisenreserven ohne Gold und Zentralbankvermögen ohne Gold definiert wird, wächst um rund 7,4% – ein ganzer Prozentpunkt über dem historischen Trend – und stützt damit die Bewertungen.

Die US-Notenbank hat ihre Zinssenkungsrunde beendet (und wir rechnen in diesem Jahr nicht mehr mit weiteren Massnahmen), doch im privaten Sektor ist trotz der jüngsten Turbulenzen weiterhin reichlich Liquidität vorhanden. Nach unserer Einschätzung liegt dies daran, dass wichtige Kreditnehmer in der US-Wirtschaft – der Staat, KI-Unternehmen und wohlhabendere Verbraucher – nicht besonders empfindlich auf Zinsänderungen reagieren. Zudem bestätigen die jüngsten Gewinnmeldungen der Unternehmen, dass die Bankbilanzen in einer soliden Verfassung und gut vor Turbulenzen in den schwächeren Bereichen des Kreditmarkts geschützt sind.

Auch die Bewertungsindikatoren sprechen dafür, zusätzliche Risiken einzugehen. Trotz einer kräftigen Erholung an den Aktienmärkten erscheinen die Bewertungen nicht übermässig hoch. Weltweit werden Aktien mit einem KGV gehandelt, das rund 10% unter dem Höchststand von Oktober 2025 liegt, während die Renditen von Staatsanleihen im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um etwa 40 Basispunkte gestiegen sind.

Die Gewinnentwicklung der Unternehmen ist weiterhin positiv. Die Berichtssaison verlief vor allem in den USA sehr erfreulich, wobei der grösste Teil des Gewinnwachstums auf die Sektoren Technologie, Finanzen und Rohstoffe entfiel.

Auch die markttechnischen Indikatoren deuten auf eine positivere Stimmung hin als noch vor einem Monat. Die Stimmung unter Privatanlegern und institutionellen Investoren hat sich deutlich verbessert und ist nun wieder optimistisch. Es gibt jedoch keine Anzeichen für übertriebene Euphorie: Die Nettoverschuldung liegt unter dem Durchschnitt, und die Investoren sind weiterhin auf Schwankungen vorbereitet, wie die Entwicklungen an den Optionsmärkten zeigen.

Aktienregionen und -sektoren: Liquidität und Gewinne befeuern die Rally

Trotz der schleppenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran, der hohen Ölpreise und der Stagflationsängste gibt es Gründe, etwas optimistischer in die Zukunft einiger globaler Aktienmärkte zu blicken.

Zwei Faktoren geben uns dabei besonders Zuversicht: reichlich
private Liquidität und solide Gewinne grosser Unternehmen, insbesondere in konjunkturempfindlichen Sektoren wie der Industrie sowie in Regionen mit besseren Wachstumsaussichten, wie den USA und den Schwellenländern.

Zudem werden die grossen Aktienindizes von überwiegend
dienstleistungsorientierten Unternehmen dominiert, sodass höhere Ölpreise wahrscheinlich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesamtgewinne haben werden.

US-Aktien erscheinen besonders attraktiv, gestützt durch solide Unternehmensgewinne, reichlich vorhandene Liquidität und den anhaltenden Investitionsboom in der Industrie und im Bereich der
künstlichen Intelligenz. Für die Unternehmen im S&P 500 Index wird in diesem und im nächsten Jahr ein Gewinnwachstum von etwa 20% erwartet – das höchste seit 2021.Konsensschätzung laut IBES.
Quelle: Refinitiv, IBES, IWF-Prognose, Pictet Asset Management. Kalenderjahr Veränderung in % beim EPS (einschl. Rückkäufen).

Besonders beeindruckend war der Anstieg der Gewinnmargen der Unternehmen, der von einer straffen Kostenkontrolle und einem starken nominalen Wirtschaftswachstum zeugt. In allen wichtigen Märkten dürften die Margen bis Ende dieses Jahres auf ein Allzeithoch steigen.

Ebenso entscheidend ist, dass die USA über einen ausreichenden Liquiditätspuffer verfügen, um sich vor externen Schocks zu schützen. Unsere Berechnungen zeigen, dass die in den USA durch Geld und Kredite geschaffene Liquidität dank der lockeren Geldpolitik der Fed, der starken Kreditvergabe der US-Banken und der Rückkäufe von Staatsanleihen von 1,7 Bio. US-Dollar bzw. 6% im Vorjahr auf 2,5 Bio. US-Dollar bzw. 8% des BIP steigen wird. Aus diesen Gründen gehen wir bei US-Aktien zu einer Übergewichtung über.

Wertpotenzial von Kern-KI-Aktien*
Wertpotenzial von Kern-KI-Aktien*

Auch das gesamtwirtschaftliche Bild ist positiv. Das Wachstum bleibt robust, wobei sich das Wachstumsgefälle zwischen Schwellen- und Industrieländern in diesem Jahr voraussichtlich von 2,4 Prozentpunkten im Jahr 2025 auf 2,6 Prozentpunkte vergrössern wird. Darüber hinaus sind die Schwellenländer gut aufgestellt, um vom KI-Boom zu profitieren, da dort einige der weltgrössten Chiphersteller ansässig sind, u.a. TSMC aus Taiwan sowie Samsung und SK Hynix aus Korea – ein Trio, das zusammen fast ein Viertel des MSCI EM-Aktienindex ausmacht.

Wir bleiben in chinesischen Aktien übergewichtet. Kräftige geld- und fiskalpolitische Impulse dürften die Binnennachfrage stützen, während die steigende Industrieproduktion und die Exporte im Bereich der künstlichen Intelligenz die Gewinne in einem Markt ankurbeln dürften, der besser als die meisten anderen in der Lage ist, externe Schocks abzufedern.

Wir positionieren uns neutral in anderen Industrieländern als den USA, wo die Aktienbewertungen weiterhin angemessen sind, jedoch erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs besteht.

Auf Sektorebene erhöhen wir unsere Positionierung im Industriesektor auf „übergewichtet“. Industriewerte werden durch weltweite Infrastrukturausgaben und sich verbessernde Trends im verarbeitenden Gewerbe gestützt. Die Investitionsausgaben in den USA boomen: Die Zahl der Aufträge für wichtige Investitionsgüter stieg im März im Vergleich zum Vorjahr um 11%.

Wir bleiben in Technologieaktien übergewichtet, geben jedoch Hardware- und Halbleiterunternehmen gegenüber Softwarefirmen den Vorzug. Auch wenn sich der Bewertungsabschlag infolge des jüngsten Kursrückgangs für eine breite Gruppe von Technologiewerten als vorübergehendes Phänomen erweisen könnte, rechtfertigen die Investitionspläne der grossen Technologieunternehmen für KI-Rechenzentren und digitale Infrastruktur in diesem Jahr – deren Umfang auf 700 Mrd. US-Dollar geschätzt wird – einen Aufschlag.

Der Gesundheitssektor wird auf „neutral“ herabgestuft, was die schwächere Dynamik in der Branche und die im Vergleich zu anderen Marktsegmenten weniger überzeugenden Gewinnaussichten widerspiegelt. Wir bleiben in zyklischen Konsumgütern untergewichtet, da die steigende Inflation die Einkommen der privaten Haushalte und die Ausgaben für zyklische Konsumgüter belasten dürfte.

Anleihen und Währungen: Aufstockung der Allokationen in Schwellenländeranleihen

Da ein Ende des Konflikts am Golf nicht in Sicht ist, könnte es sein, dass sich Investoren, die Schutz vor einer erneuten Volatilität an den Finanzmärkten suchen, Staatsanleihen aus Industrieländern zuwenden.

Doch gibt es keine eindeutigen Belege, dass sich diese Anlageklasse für eine Absicherung eignet.

Anleihen entwickeln sich in entgegengesetzte Richtungen. Einerseits spricht der anhaltende Inflationsdruck für höhere Renditen.

Die Europäische Zentralbank und die Bank of England haben bereits weitere geldpolitische Straffungen angekündigt, während die Fed – selbst unter dem augenscheinlich eher zurückhaltenden Kevin Warsh, der im Mai den Vorsitz übernimmt – unserer Ansicht nach in diesem Jahr vermutlich keine Zinssenkungen vornehmen wird.

Andererseits könnten Anleihen ebenso gut wieder ihre defensiven Eigenschaften unter Beweis stellen.

Sollten höhere Energiepreise das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen untergraben, würden die Rezessionsrisiken steigen – und Anleihen wahrscheinlich zu einer Rally ansetzen.
Derzeit lassen diese gegensätzlichen Kräfte wenig Raum für Überzeugungen. Wir bleiben daher in Industrieländeranleihen neutral positioniert.

Günstige Währungen machen Schwellenländeranlagen besonders attraktiv
Günstige Währungen machen Schwellenländeranlagen besonders attraktiv

Das soll nicht heissen, dass es auf den Anleihemärkten an attraktiven Möglichkeiten zur Erzielung von Erträgen mangelt. Schwellenländeranleihen in Lokalwährung bieten ein sehr günstiges Risiko-Rendite-Verhältnis.

Die Fundamentaldaten haben sich deutlich verbessert: Die Verschuldungsquote liegt im Durchschnitt bei etwa 57% des BIP und damit deutlich unter den 128% der G7-Staaten, dafür ist die Haushaltslage solider.

Demnach verbessert sich die Kreditqualität: Seit Anfang 2024 gab es bei den im JP Morgan EMBI Index für Schwellenländeranleihen enthaltenen Titeln rund 80 Heraufstufungen.


Die Bewertungen sind weiterhin attraktiv. Die Realrenditen – insbesondere in Lateinamerika – liegen nach wie vor deutlich über denen der Industrieländer und bieten somit ein solides Ertragspolster. Darüber hinaus bietet die Währungsaufwertung eine weitere Renditequelle (Abb. 4).

Die Resilienz der Schwellenländerwährungen während des jüngsten Energiepreisschocks spricht Bände. Insbesondere die Währungen der Öl importierenden Volkswirtschaften haben sich besser entwickelt als bei früheren Energiepreisschocks, was auf strukturelle Verbesserungen und eine anhaltende Nachfrage seitens der Investoren hindeutet.
Wir gehen daher bei Schwellenländeranleihen in Lokalwährung zu einer Übergewichtung über.

Auch im Schweizer Franken und japanischen Yen bleiben wir übergewichtet.

Beide Währungen bieten zuverlässigen Schutz in einem stagflationären Umfeld. Vor allem der Yen sticht hervor: Die Aussicht auf eine Vergrösserung des Zinsgefälles zwischen Japan und den USA lässt reichlich Spielraum für eine Erholung.

Globale Märkte insgesamt: Optimismus in Bezug auf KI befeuert Rally

Die globalen Aktienmärkte legten im April in Lokalwährung um fast 10% zu und verzeichneten damit einen der stärksten monatlichen Zuwächse seit Ende 2020.

Der wachsende Optimismus über ein Ende der Feindseligkeiten im Nahen Osten und die starken Gewinne der grossen US-Technologieunternehmen trugen dazu bei, dass sich die Aktienmärkte von ihrem Einbruch im März erholten.

Aktien aus dem IT- und Kommunikationssektor führten die Rally mit Kursgewinnen von fast 20% bzw.
15% an, nachdem ihre jüngsten Gewinnmeldungen darauf hindeuteten, dass sich die hohen Investitionen in KI-Rechenzentren und digitale Infrastruktur allmählich bezahlt machen.

Industriewerte stiegen um fast 9%, gestützt durch sich verbessernde Trends im verarbeitenden Gewerbe und Massnahmen der USA und anderer grosser Volkswirtschaften zur Rückverlagerung ihrer Produktionsstätten. Defensiver ausgerichtete Sektoren wie Energie und Gesundheit schlossen den Monat mit Verlusten ab.

Blick über die Ölkrise hinaus
Blick über die Ölkrise hinaus


Schwellenländeraktien waren die Top-Performer. Asiatische Aktien legten um 16% zu, da die Region, in der einige der weltgrössten Chiphersteller ansässig sind, von einem erneuten KI-Boom profitierte.

Anleihen beendeten den Berichtsmonat weitgehend unverändert. Staatsanleihen aus Industrieländern gaben nach, da der durch den Krieg im Iran ausgelöste Anstieg der Inflation Befürchtungen hinsichtlich einer restriktiven Geldpolitik der grossen Zentralbanken aufkommen liess. Die Märkte gehen nun davon aus, dass alle vier grossen Zentralbanken der Industrieländer in diesem Jahr die Zinssätze anheben werden.

Japanische Staatsanleihen verloren fast 1%, da die steigenden Ölpreise Inflationsängste schürten und die Referenzrendite der Staatsanleihen des Landes zum ersten Mal seit 1997 auf über 2,5% kletterte.

Im Gegensatz dazu legten Schwellenländeranleihen dank des schwächeren US-Dollars, des robusten Wachstums in den Entwicklungsländern und der gestiegenen Risikobereitschaft der Investoren auf breiter Front zu.

Im Anleihensegment erzielten sowohl Unternehmensanleihen aus Schwellenländern als auch Hochzinsanleihen positive Renditen, gestützt durch eine verbesserte Risikostimmung und eine anhaltende Nachfrage nach renditestarken Anlagen.

An den Devisenmärkten legten rohstoffgebundene Währungen durchweg zu, wobei der russische Rubel, der brasilianische Real und der australische Dollar zu den grössten Gewinnern zählten. Der US-Dollar setzte seinen Abwärtstrend fort, verlor fast 2% und baute damit seinen Rückgang von fast 10% im Jahr 2025 weiter aus.

Kurzüberblick

Barometer Mai 2026

Asset-Allocation
Da ein Ende des Iran-Konflikts nicht in Sicht ist, bleiben wir in Aktien, Anleihen und Cash insgesamt neutral positioniert, gehen jedoch über unsere regionalen und sektorbezogenen Allokationen wieder mehr Risiken ein.

Aktienregionen und -sektoren
Wir erhöhen unsere Positionierung in US- und Schwellenländeraktien auf übergewichtet, da beide Märkte durch starke Unternerhmensgewinne und eine hohe Resilienz gegenüber dem Energieschock geprägt sind. Wir bevorzugen den Industrie- und den Technologiesektor.

Anleihen und Währungen
Wir haben unsere Allokation in Schwellenländeranleihen in Lokalwährung auf „übergewichtet“ erhöht.

Die Informationen, Meinungen und Einschätzungen in diesem Dokument sind zum Zeitpunkt der erstmaligen Veröffentlichung zutreffend und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, sodass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den hier dargestellten abweichen können.

1) Konsensschätzung laut IBES.
Quelle: Refinitiv, IBES, IWF-Prognose, Pictet Asset Management. Kalenderjahr Veränderung in % beim EPS (einschl. Rückkäufen).

Diesen Beitrag teilen: