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Strafzinsen: Wenn das Sparbuch kostet - das ist jetzt wichtig

Immer mehr Banken verlangen Zinsen auf höhere Tagesgeld-Guthaben. Mittlerweile drohen sogar Gebühren für Sparkonten. Was Berater wissen jetzt sollten.

26.04.2021 | 06:45 Uhr von «Simone Gröneweg»

Die Deutschen sparen wie die Weltmeister. Die Corona-Krise hat den Trend noch verstärkt. Ende 2020 erreichte das Geldvermögen der privaten Haushalte laut Bundesbank fast sieben Billionen Euro. Gleichzeitig rollt eine Negativzinswelle auf die Sparer zu. Immer mehr Kreditinstitute bitten ihre Kunden zur Kasse, wenn die ihr Geld sicher bunkern wollen. Selbst für die Einlagen auf Sparkonten erheben die Commerzbank und die Targobank für Neukunden ab einem bestimmten Freibetrag ein sogenanntes Verwahrentgelt oder Negativzinsen.

Bei der Commerzbank zum Beispiel beträgt die Gebühr ab einer Summe von 100 000 Euro 0,5 Prozent. Rechtlich ist das Ganze wohl umstritten. Sparbücher galten eigentlich als unantastbar.

Bislang kassierten die Banken vor allem bei Tagesgeldkonten. Laut einer Auswertung des Finanzportals Verivox verlangen mittlerweile 310 Banken Negativzinsen von Privatkunden. Meistens sind es 0,5 Prozent. In der Regel gibt es noch Freibeträge. "Die Europäische Zentralbank verlangt von Kreditinstituten 0,5 Prozent Minuszinsen, wenn die bei ihr kurzfristig Geld parken", erklärt Zinsexperte Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Solange das der Fall sei und Kunden gleichzeitig viel Geld bei den Banken anlegten, würden die Institute auf gar keinen Fall höhere Zinsen zahlen, meint er.

Nur die Bauzinsen steigen

Anders sieht es derzeit beim Baugeld aus. Es mag verwundern, aber die Zinsen für Hypothekendarlehen sind zuletzt sogar leicht gestiegen. "Die Zinsen für zehnjährige Darlehen haben sich in den vergangenen zwei Monaten um fast 0,2 Prozentpunkte verteuert und liegen bei rund 0,9 Prozent", erklärt Mirjam Mohr, Vorständin beim Baugeldvermittler Interhyp. "Wir erwarten, dass dieser leichte, aber signifikante Anstieg langfristig nachhaltig sein wird - die Zinsen womöglich sogar noch um wenige Zehntelprozentpunkte weiter steigen", ergänzt sie.

Die Zinsexperten nennen zwei Ursachen dafür. Da wären zunächst die höheren Renditen bei den deutschen Bundesanleihen. "Der Anleihemarkt beeinflusst die Bauzinsen erheblich", erklärt Finanzberater Herbst. Banken, die Baugeld verleihen, finanzieren sich in der Regel über Pfandbriefe, und deren Verzinsung orientiert sich unter anderem an den Renditen der Bundesanleihen. Steigen diese, verteuert sich das Baugeld.

Genau das ist seit Jahresbeginn geschehen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag im Januar bei minus 0,52 Prozent und erhöhte sich bis Mitte April auf minus 0,27 Prozent.

Der nächste Faktor: Investoren rechnen mit höheren Inflationsraten, was laut Zinsexperten den Aufwärtstrend verstärkt. Allerdings betonen die Fachleute auch, dass die Zinsen im historischen Vergleich noch immer extrem niedrig sind.

Dieser Artikel erschien zuerst am 26.04.2021 auf boerse-online.de

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