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Corona sei Dank? Banken erhöhen reihenweise die Zinsen für Tages- und Festgeld

Das gab es schon seit Monaten nicht mehr: Eine Reihe von Banken erhöht für Sparer die Zinsen. Grund ist vermutlich die Corona-Krise.

01.04.2020 | 10:30 Uhr von «Martin Reim»

Hier einige Beispiele aus den vergangenen Tagen: Bei Tagesgeld hat sich die Advanzia Bank mit 0,50 Prozent an die Spitze der Offerten für Neukunden geschoben (was Angebote aus dem Euroraum betrifft, die ohne Umweg über Zinsportale wie weltsparen.de, savedo.de oder zinsbaustein.de laufen). Auf Platz zwei ist die Leaseplan Bank gesprungen, die für neue und bestehende Kunden nun 0,45 Prozent Zins bezahlt.

Bei Festgeld ab 5000 Euro ist die SWK Bank, die bislang unter ferner liefen rangierte, mit 0,70 Prozent auf ein Jahr in die Top 5 geklettert. Ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro liegt Klarna mit 1,05 (bislang: 0,61 Prozent) ganz vorne. Für Festgeld für drei und vier Jahre bezahlt Crediteurope ab Dienstag ein sattes Plus - statt 0,45 nun 1,05 Prozent beziehungsweise statt 0,55 jetzt 1,15 Prozent. Alle Daten stammen von der FMH-Finanzberatung (fmh.de).

Diese Aufschläge könnten in der Corona-Krise begründet sein, sagt Hans-Peter Burghof, Bankprofessor an der Universität Hohenheim. Ursprung sei möglicherweise die wachsende Nachfrage von Unternehmen nach Krediten. "Deren Liquiditätsbedarf dürfte in der Krise massiv zugenommen haben - nicht nur, was die Notkredite der staatlichen KfW betrifft, die derzeit über die Geschäftsbanken verteilt werden."

Um die nötigen Mittel für diese Kredite hereinzuholen, so Burghof, hätten die Banken unter anderem zwei Quellen: die Europäische Zentralbank (EZB) und das breite Publikum. Für das EZB-Geld müssten Wertpapiere als Sicherheit hinterlegt werden. "Dieses Pulver wollen sich die Institute eventuell noch trocken halten, falls die Kreditnachfrage weiter steigt." Geld von den Sparern könne man hingegen ohne solche Sicherheiten einsammeln - und müsse dafür etwas höhere Zinsen bieten als bislang. Wie lange dieser Trend anhalte, so der Professor, hänge entscheidend von der Dauer der Corona-Krise ab.

"Es ist schon nachvollziehbar, dass Banken lieber dem Anleger höhere Zinsen bezahlen als sich bei der EZB oder anderswo zu refinanzieren", sagt auch Max Herbst, Gründer der FMH-Finanzberatung. Er schließt nicht aus, dass beispielsweise die Kunden von Ratenkrediten darunter leiden werden, indem sie in absehbarer Zeit höhere Zinsen bezahlen müssen.

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