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Immobilien: Welche Policen greifen bei Naturkatastrophen?

Kann man sich überhaupt umfassend gegen Naturgewalten schützen? Und wenn ja, wie? Was Berater wissen sollten.

05.08.2021 | 12:30 Uhr von «Sabine Hildebrandt-Woeckel»

Für private Immobilien sind vor allem zwei Policen relevant: Die Wohngebäudeversicherung richtet sich an Eigentümer. Sie schützt alles, was direkt mit dem Gebäude verbunden ist. Und die Hausratversicherung kann sowohl für Eigentümer als auch für Mieter interessant sein. Sie sichert das gesamte Inventar ab.

Doch nun kommt das große Aber: Auch wer über beide Versicherungen verfügt, könnte bei einem solchen Geschehen wie dem aktuellen leer ausgehen. Denn beide decken standardmäßig nur die Naturgefahren Sturm und Hagel ab. Wer darüber hinaus Schutz sucht, braucht einen Zusatzbaustein, die sogenannte Elementarversicherung.

Insbesondere bei Wohngebäudepolicen sollte dieser - allein schon wegen der Höhe möglicher Schäden - daher immer mit abgeschlossen werden.
Informieren Sie sich aber vorab umfassend über die Konditionen, denn es gibt große Unterschiede - auch bei den Kosten.

Unterschieden wurden die Kategorien Ein- und Mehrfamilienhaus. Sieger in beiden ist die Janitos Versicherung. Ebenfalls sehr gut schnitten Continentale, DEVK, Inter und Basler ab. Auch preislich liegt Janitos ganz vorn. Umfassenden Schutz für ein 100-Quadratmeter-Einfamilienhaus gibt es dort bereits für eine Jahresprämie von rund 400 Euro - der teuerste Anbieter nimmt mehr als das Doppelte.

Da es aber eben darauf ankommt, wo man wohnt und auch wie groß die Immobilie ist, lässt sich das Ergebnis, das in dem Test für Kassel ermittelt wurde, nicht immer eins zu eins auf andere Fälle übertragen. Es liefert aber eine ganz gute Orientierung - zumindest, wenn Ihr Haus in keinem besonderen Gefahrengebiet liegt. Andernfalls könnte es durchaus sein, dass es deutlich teurer wird oder Sie gar keinen Versicherungsschutz bekommen.

Derzeit unterscheiden die Versicherer vier Risikostufen, für die unter anderem die Gefahr von Hochwasser eine Rolle spielt. Zukünftig wird hier aber auch die Bedrohung durch extreme Niederschläge berücksichtigt werden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft aktuell verlautbarte.

Auch wenn Sie derzeit noch bauen, können Sie sich bereits gegen Naturgewalten absichern. Die Wohngebäudeversicherung beispielsweise kann schon vor dem ersten Spatenstich abgeschlossen werden - allerdings mit Einschränkungen. Besseren Schutz bietet die Bauleistungsversicherung. Der Schutz besteht während der gesamten Bauzeit und endet mit der Fertigstellung.

Rohbauten sind besonders gefährdet. So kann ein Sturm das frisch gedeckte Dach zerstören oder ein Starkregen die Baugrube einstürzen lassen. Abgedeckt sind alle unvorhersehbaren Schäden, darunter auch solche durch Vandalismus oder Materialfehler.

Rohbauten extra absichern

Auch solche Policen habe wir getestet, anhand der Datenbank Smart Insurtech. Diese verzeichnet 38 Tarife für ein Einfamilienhaus mit einer Bausumme von 300.000 Euro inklusive einer baulichen Eigenleistung von 50.000 Euro. Sechs bleiben übrig, wenn man strenge Kriterien anlegt: Eingeschlossen sind Feuer, Diebstahl von fest eingebauten Teilen und Glasbruch nach vollendetem Einbau. Zudem muss ein Vertrag auch ohne Kombination mit einer Wohngebäudepolice möglich sein.

Besonders großzügig ist die Gothaer mit ihrer "Bauleistungsversicherung ABN 2011" - inklusive sind beispielsweise Kosten für die Suche von Bauschäden oder für aufwendige Aufräumarbeiten. Gleichzeitig kostet die Police einmalig 314 Euro und ist damit mehr als 100 Euro günstiger als die Konkurrenz. Die Selbstbeteiligung ist mit 500 Euro zwar nur Durchschnitt, doch bei der Laufzeit ist die Gothaer ebenfalls generös: Die Police gilt für die gesamte Bauzeit und nicht, wie bei anderen Anbietern, nur für 24 Monate.

Dieser Artikel erschien zuerst am 02.08.2021 auf boerse-online.de

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