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Eine Atempause – nicht mehr

Auf dem G20-Gipfel am vergangenen Wochenende haben US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping die Gespräche über ein mögliches Handelsabkommen wieder aufgenommen. Der vereinbarte Waffenstillstand verschafft den Akteuren aus Sicht von Analysten Zeit – viel mehr aber auch nicht.

02.07.2019 | 14:41 Uhr von «André Schmidt-Carré»

Manchmal muss man sich auch mit kleinen Fortschritten begnügen. Das ist die Quintessenz des G20-Gipfels in Osaka am vergangenen Wochenende im Hinblick auf den Handelskonflikt der USA mit China. Denn immerhin: So lange man miteinander spricht, startet man keine neuen Angriffe – das gilt auch im Handelskrieg. Positiv bewerten Beobachter deshalb, dass beide Seiten ihre Gespräche nach Abschluss des Gipfels fortsetzen und die USA währenddessen keine neuen Strafzölle auf chinesische Importe erheben. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump angedroht, 25 Prozent auf Waren im Wert von 300 Milliarden US-Dollar zu erheben. Zudem dürfen US-Firmen mit gewissen Auflagen wieder Waren an den chinesischen Konzern Huawei liefern. China hat sich laut Trump dazu verpflichtet, im Gegenzug eine „gewaltige Menge“ amerikanischer Lebensmittel und Agrarprodukte zu kaufen – was auch immer das genau heißen mag.

Allerdings sind Kapitalmarkt-Experten darüber hinaus wenig optimistisch: „Insgesamt brachte das G20-Treffen in Osaka wenige greifbare Ergebnisse“, heißt es in einer aktuellen Analyse der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS. Die Analysten gehen auch nicht davon aus, dass mit solchen Ergebnissen in naher Zukunft zu rechnen ist: „Auch wenn sich der Ton zwischen beiden Ländern gegenüber dem temporären Stimmungstiefpunkt Anfang Mai deutlich verbessert hat, dürfte klar sein, dass es ein Zurück zum Stand von 2016 in Sachen Welthandel höchstwahrscheinlich nicht mehr geben wird.“ Zudem sei erkennbar, „…dass es in den USA mittlerweile einen parteiübergreifenden Konsens dafür gibt, China in Zukunft deutlicher in die Schranken zu weisen.“ Auch aus diesem Grund halten es die Analysten für wahrscheinlich, dass der Konflikt bis zu der US-Präsidentenwahl Ende 2020 weiter am Köcheln gehalten wird.

Möglicher Dauerkonflikt

Möglicherweise wird der Konflikt auch noch weit über dieses Datum hinaus fortdauern: „Das G20-Treffen letzte Woche in Osaka endete zwar mit einem Waffenstillstand“, sagt Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager beim Vermögensverwalter Euroswitch. „Doch das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China zu einem mehrjährigen Poker um die Technologieführerschaft in der Welt auswächst, der nach wie vor für Vertrauensverluste in der Wirtschaft sorgt.“

Die Märkte haben auf den vereinbarten Waffenstillstand positiv reagiert, weil das Risiko einer weiteren Eskalation des Handelskonfliktes erst einmal gesunken ist – allerdings bleibt abzuwarten, wie lange diese Stimmung anhält: „Es besteht die Gefahr, dass die Märkte im Nachgang des G20-Gipfels und wegen des ‚Zuckerrausches‘ aufgrund des billigen Geldes der Zentralbanken zu optimistisch werden“, sagt David Riley, Chef-Investmentstratege bei BlueBay Asset Managements. „Zinssenkungen werden die Unsicherheit der Handelspolitik nicht ausräumen können. Die Aussicht auf das globale Wachstum bleibt also fragil. Investoren sollten daher weiterhin vorsichtig vorgehen“, rät der Investment-Experte.


Größte Volkswirtschaften: Länder mit dem größten BIP im Jahr 2018 


 
Bruttoinlandsprodukt in Milliarden US-Dollar 2019 geschätzt 
 
  
USA21.344,667
China14.216,503
Japan5.176,205
Deutschland3.963,88


Quelle: IWF

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