M&G: Globaler Immobilienausblick zeigt die neue Normalität für Gewerbeimmobilien

M&G: Globaler Immobilienausblick zeigt die neue Normalität für Gewerbeimmobilien

Ungewissheit ist die neue Normalität und bestehende Geschäftsmodelle werden an Klimaschutz und soziale Gleichheit angepasst.

11.11.2020 | 09:11 Uhr

Jose Pellicer, Head Investment Strategy bei M&G Real Estate sagt dazu: „2020 wird als das ‚Jahr der Pandemie‘ in die Annalen eingehen. COVID-19 hat ganze Volkswirtschaften und Gemeinschaften weltweit aus der Bahn geworfen. Auf eine derartig umfassende Beeinträchtigung muss man wohlüberlegt, aber wirksam und gezielt reagieren. In vielen Märkten hat die Reaktion auf das Virus bereits etablierte Trends beschleunigt oder konsolidiert, z. B. die zunehmende Akzeptanz des Arbeitens im Home-Office für alle, die diese Möglichkeit haben. Zukünftige Anlageentscheidungen werden von diesem neuen Umfeld bestimmt, und wir müssen akzeptieren, dass die große Unsicherheit am Markt noch einige Zeit anhalten wird. Wir beobachten bereits eine zunehmende Dynamik unter den Anlegern, die sich einen proaktiveren, besser durchdachten Investmentansatz im Immobiliensektor wünschen.“

Mit Blick auf den deutschen Markt kommentiert Marc Reijnen, Head of Investment und Asset Management, Continental Europe bei M&G Real Estate die Entwicklungen: "Im Jahr 2020 blieb Deutschland einer der sicheren Häfen Europas. Die hohe Nachfrage nach deutschen Immobilien hielt auch auf dem Höhepunkt des Shutdowns an. Immobilienanlagen waren ein Element der Stabilität, das in anderen Anlageklassen nicht zu finden ist, und Deutschland bleibt auch in Krisenzeiten der Go-to-Market. Da die Renditedifferenz zwischen den Immobilienrenditen und 10-jährigen Bundesanleihen immer noch bei gesunden 330 Basispunkten liegt, ist es wahrscheinlich, dass Immobilienpreise weiter anziehen werden.

Betrachtet man das internationale Szenario, so sind die derzeitigen Wachstumsraten der chinesischen Wirtschaft ein interessanter Aspekt für den deutschen Markt. China ist der drittgrößte Exportmarkt für Deutschland, und seine gestiegene Nachfrage nach deutscher Produktion dürfte den Logistiksektor stärken.

Vor der Covid-19-Pandemie sprachen wir über globale Handelskriege und wie sich diese auf die deutsche Automobilindustrie auswirken würden. Zwar gibt es die Handelskriege noch immer, aber jetzt, da Joe Biden die US-Wahl gewonnen hat, könnten ihre Auswirkungen schwächer werden."

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