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Kampf gegen alte Denkmuster

Aktien sind unsicher und Sparbücher bringen Zinsen, so denken nach wie vor viele Deutsche, wenn es um das Thema Geldanlage geht. Selbst bei jungen Anlegern kämpfen Finanzberater gegen die veralteten Klischees an.

26.09.2019 | 15:17 Uhr von «Jennifer Garic»

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Mitte September den Leitzins erneut gesenkt und damit bestätigt: Die Niedrigzinsphase ist noch lange nicht vorbei – und das wissen die Deutschen auch. Fast 70 Prozent gaben in einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Union Investment an, dass sie für das nächste halbe Jahr mit gleichbleibenden Zinsen rechnen. Rund ein Fünftel rechnet damit, dass die Zinsen weiter fallen, nur noch neun Prozent glauben an steigende Zinsen. Zu Beginn des Jahres war es noch ein Viertel der Befragten. Die Deutschen wissen also durchaus, dass es in naher Zukunft keine großen Zinssprünge geben wird. Und doch hindert sie ihre eigene Unlust daran, ihre Strategie zu überdenken, was Finanzberatern die Arbeit oftmals schwer macht.

In der Umfrage gab fast die Hälfte der Befragten an, derzeit keine Lust zu haben, verschiedene Anlageformen miteinander zu vergleichen. Ein Fehler: "Anleger müssen umdenken, ihr Vermögen streuen und andere Renditequellen wie Aktien, Immobilien oder ausgewählte Anleihen erschließen. Der Sparstrumpf ist keine Lösung", sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Und doch halten es 41 Prozent für sinnvoll, erst einmal abzuwarten, statt ihr Erspartes umzuschichten oder neu anzulegen. Trotz Inflation denkt sogar jeder Vierte darüber nach, mehr Bargeld Zuhause aufzubewahren. Den Deutschen sei nicht bewusst, dass sie klassische Sparformen im jetzigen Zinsumfeld nicht reicher sondern ärmer machen, sagt Gay.

Das Sparschwein ist bei deutschen Jugendlichen die beliebteste Sparform

Für die Deutschen sind vor allem einfache und sichere Geldanlageformen interessant, zeigt eine Umfrage der Kantar Emnid im Auftrag der Postbank. Jungen Sparern sind diese zwei Kriterien überdurchschnittlich wichtig. 78 Prozent der befragten Jugendlichen legen großen Wert auf Sicherheit, im gesamtdeutschen Durchschnitt sind es nur 61 Prozent. Ähnliches zeigt sich beim Thema Bequemlichkeit: Während durchschnittlich 19 Prozent der deutschen Sparer auf einfache Geldanlageformen setzen, sind es bei den Jugendlichen schon 32 Prozent. Am beliebtesten sind bei den 16- bis 29-Jährigen nach wie vor Giro- oder Sparkonten sowie die klassische Spardose. Wer als Finanzberater bei jungen Kunden punkten will, muss sich also an den Konditionen von Giro- und Sparkonten messen und auf Sicherheitsbedenken eingehen.

Denn trotz Niedrigzinsen investieren laut der Postbank-Umfrage lediglich sechs Prozent der befragten Jugendlichen ihre Ersparnisse an der Börse. Ein möglicher Grund hierfür: Den jungen Sparern ist es nicht sonderlich wichtig, dass ihr Erspartes auch Rendite abwirft. Nur 29 Prozent der Jugendlichen wollen, dass sich ihr Geld vermehrt, der Gesamtdurchschnitt liegt bei 36 Prozent. Finanzberater sollten darum nicht nur aufzeigen, wie hoch Renditen bei verschiedenen Anlageformen ausfallen können, sondern auch zeigen, wie stark der Wertverfall ist, wenn das Geld auf Sparkonten liegen bleibt.

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