Die Grenzen zwischen privaten Märkten und börsennotierten Anlagen verschieben sich seit Jahren. Mit dem ARK Private Innovation ELTIF öffnet ARK Invest europäischen Anlegern erstmals systematisch die Tür zu einigen der begehrtesten nicht börsennotierten Technologieunternehmen der Welt.
26.03.2026 | 10:30 Uhr von «Jörn Kränicke»
Zu den ersten Beteiligungen zählen SpaceX und Databricks – zwei Schwergewichte, die exemplarisch für einen grundlegenden Wandel stehen. Denn immer mehr der wertvollsten Innovationsunternehmen erreichen enorme Größenordnungen, ohne den Gang an die Börse zu vollziehen.
Lange galt der Börsengang als zentraler Punkt in der Wachstumsstory. Heute verschiebt sich diese Phase zunehmend nach vorne: Wachstum, Skalierung und oft auch Profitabilität finden bereits im privaten Markt statt. Für klassische Anleger bleibt dieser Teil der Wertschöpfungskette meist unerreichbar. Hier setzt der ARK-Ansatz an. Der Fonds kombiniert rund 80 Prozent Investments in private, überwiegend spätphasige Unternehmen und etwa 20 Prozent börsennotierte Titel. Ziel ist ein sogenanntes „Crossover-Portfolio“, das entlang des gesamten Unternehmenslebenszyklus investiert – von der späten Venture-Phase bis in den öffentlichen Markt.
Die strategische Idee dahinter: Bewertungsunterschiede zwischen privaten und öffentlichen Märkten aktiv nutzen und gleichzeitig Zugang zu strukturellem Wachstum sichern.
Bemerkenswert ist die Struktur der Investments. ARK setzt bewusst auf Direktbeteiligungen („direct to cap table“) und vermeidet klassische Zwischenvehikel wie Special Purpose Vehicles (SPVs). Das hat zwei Vorteile: Mehr Transparenz durch direkten Zugang zu Unternehmensdaten. Zudem weniger Kosten, da zusätzliche Gebührenebenen entfallen Gerade im Private-Market-Segment, das oft für seine Intransparenz kritisiert wird, ist das ein klares Differenzierungsmerkmal.
Die Auswahl der ersten Investments ist kein Zufall, sondern Ausdruck der ARK-DNA. SpaceX steht für die Industrialisierung des Weltraums. Sinkende Startkosten durch Wiederverwendbarkeit könnten ganze Märkte neu definieren – von Satellitenkommunikation bis hin zu orbitaler Infrastruktur. Databricks wiederum adressiert das Rückgrat der KI-Ökonomie: Dateninfrastruktur. In einer Welt, in der künstliche Intelligenz zum Produktivitätsmotor wird, sind Plattformen zur Verarbeitung und Nutzung großer Datenmengen strategisch entscheidend. Beide Unternehmen eint, dass sie zentrale Plattformen in ihren jeweiligen Ökosystemen aufbauen – ein klassisches ARK-Investmentkriterium.
Besonders spannend ist die regulatorische Verpackung. Als ELTIF (European Long-Term Investment Fund) richtet sich das Produkt ausdrücklich auch an vermögende Privatanleger in Europa – ein Markt, der bislang weitgehend von Private Equity ausgeschlossen war. Die Konstruktion als „semi-liquider Evergreen-Fonds“ versucht, einen Kompromiss zu schaffen: Quartalsweise Rückgabemöglichkeiten (bis zu 5 % des Fondsvolumens)
Damit nähert sich das Produkt in seiner Nutzbarkeit klassischen Fonds an, ohne die langfristige Natur der Private Markets aufzugeben. Die Rolle von Cathie Wood – und der Research-Ansatz Hinter dem Konzept steht weiterhin die Handschrift von Cathie Wood, die mit ARK seit Jahren auf disruptive Innovation setzt. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil liegt laut ARK im integrierten Research-Ansatz:
Diese Kombination soll den Zugang zu begehrten Deals sichern – oft gemeinsam mit führenden Venture-Capital-Investoren. ARK spricht von einer „substanziellen Pipeline“ weiterer Kandidaten, insbesondere in den Bereichen:
Viele dieser Unternehmen könnten in den kommenden Jahren entscheidende Wachstumsphasen erreichen – oder den Börsengang wagen.
Der ARK Private Innovation ELTIF ist ein weiterer Versuch, die Demokratisierung von Private Equity voranzutreiben und Investoren an den großen Innovationszyklen teilhaben zu lassen. ARK liefert dafür nun ein Vehikel – und macht Unternehmen wie SpaceX und Databricks erstmals für ein breites Anlegerpublikum investierbar.
| WKN | A42023 |
| ISIN | IE0007OY3DL2 |
| Auflagedatum | 22. Dezember 2025 |
| Währung | USD |
| Ertragsverwendung | thesaurierend |
| Managementgebühr | 2,95 p.a. |
| Per. Fee | 12,5% über 7% (High-Water-Mark) |
| Agio | nein |
| Preisfeststellung | Kauf monatlich möglich, Verkauf quartalsweise |
| Mindesthaltefrist | 12 Monate |
| SFDR | Artikel 6 |
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