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Warum viele Dachfonds überflüssig sind

Ein Vergleich von Dach- und Einzeltitelfonds zeigt: Über einen Zeitraum von zehn Jahren liegen Einzeltitelfonds klar vorn – und das bei kaum unterschiedlicher Volatilität.

07.08.2019 | 08:00 Uhr von «Matthias von Arnim»

Dachfonds wollen Anlegern Vorteile gegenüber Einzeltitelfonds bieten. So heißt es zum Beispiel, Dachfondsmanager hätten Zugang zu Anlagevehikeln und Fondstranchen, die Privatanlegern oft verschlossen seien. Dazu zählen etwa Hedge Fonds oder spezielle Tranchen mit Währungssicherung. Außerdem könnten Dachfonds preiswert  in Fonds investieren, für die Privatanleger höhere Gebühren zahlen müssten. Zudem werben Dachfonds damit, dass sie durch die breite Streuung des Anlagekapitals auf zahlreiche Fonds einen zusätzlichen Diversifikationseffekt erzielen. Unter dem Strich bedeute das eine geringere Volatilität.

Eine Auswertung der Ratingagentur Scope über den Zeitraum von zehn Jahren zeigt jedoch: Zumindest in der Kategorie der global anlegenden Mischfonds können die meisten Dachfonds ihre Versprechen nicht erfüllen. Im Vergleich mit Einzeltitelfonds schneiden sie durch die Bank schlechter ab.

Einzeltitelfonds bieten mehr Performance

Scope hat für seine Untersuchung mehr als 800 Fonds der vier größten, global anlegenden Mischfonds-Kategorien verglichen. Das Ergebnis: In allen vier Peergroups erzielen Einzeltitelfonds im Durchschnitt mehr Performance als Dachfonds. Der größte Performance-Unterschied zwischen Dach- und Einzeltitelfonds besteht in der Peergroup „Mischfonds Global ausgewogen“: Während die fast 100 Einzeltitelfonds auf eine jährliche Rendite von durchschnittlich 5,5% kommen, schaffen die 71 Dachfonds dieser Vergleichsgruppe im Durchschnitt nur 4,6%. Das ist ein beachtlicher Performance-Unterschied von immerhin 0,9% per annum über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Die geringsten Performance-Unterschiede zwischen Dach- und Einzeltitelfonds zeigen die Fonds der Peergroup „Mischfonds Global dynamisch“. Hier ist nur ein geringer Unterschied messbar – aber auch hier liegen die Einzeltitelfonds vorn. Sowohl Dach- als auch Einzeltitelfonds kommen im Durchschnitt auf 6,6% per annum in den vergangenen zehn Jahren.

Kaum messbare Unterschiede bei der Volatilität

Wenn schon nicht bei der Performance, so könnten Dachfonds ja wenigstens mit einer geringeren Volatilität punkten. Doch die Volatilitäts-Unterschiede zwischen Dach- und Einzeltitelfonds sind nur gering. In zwei der vier betrachteten Peergroups liegen die Einzeltitelfonds sogar leicht vorn. Das bedeutet, sie weisen im Durchschnitt eine geringere Volatilität auf. Lediglich in der Peergroup „Mischfonds Global konservativ“ – die Mischfonds mit risikoarmen Profilen zusammenfasst – zeigen Dachfonds mit durchschnittlich 3,5% eine spürbar geringere Volatilität als Einzeltitelfonds mit 4,4%.

Fazit: Dass Dachfonds weniger Performance erzielen, ist keine Überraschung. Denn Dachfonds investieren schließlich in andere Fonds mit eigener Gebührenbelastung. Allein die Summe der Gesamtkosten frisst an der Rendite. Erstaunlich ist allerdings, dass Dachfonds trotz breiterer Diversifikation kaum nennenswerte Volatilitätsvorteile bieten. Offensichtlich verfügen viele Einzeltitelfonds bereits über ausreichend breit diversifizierte Portfolios. Die Erkenntnis: Ab einem gewissen Punkt bringt eine breitere Diversifikation über Fonds kaum Diversifikationsvorteile.

Die komplette Scope-Studie als Download.

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