In Phasen fallender Kurse richtet sich der Blick vieler Investoren bereits auf die anschließende Erholung. Doch welche Strategie erweist sich dabei als überlegen: die Fokussierung auf vergleichsweise stabile Sektoren – oder der gezielte Einstieg bei den größten Verlierern? Eine Auswertung von Pascal Kielkopf, Kapitalmarktstratege beim Family Office HQ Trust, liefert hierzu eine differenzierte Antwort.
13.04.2026 | 11:53 Uhr
Um das zu überprüfen, hat Pascal Kielkopf alle Drawdown-Phasen des MSCI World von mindestens zehn Prozent seit Januar 1995 ausgewertet. Als Drawdown definierte er dabei Phasen, in denen der Weltindex mindestens zehn Prozent vom letzten Jahreshoch fiel. Insgesamt kamen so 14 Phasen zusammen – darunter die Russlandkrise 1998, der Bärenmarkt nach dem Platzen der Dotcom-Blase ab 2000, die Finanzkrise ab 2008 und der Covid-Crash 2020.
Für jeden dieser Einbrüche hat der Kapitalmarktstratege ermittelt, wie stark jeder der elf MSCI-World-Sektoren gefallen ist – und wie viel er anschließend bis zum nächsten Jahreshoch wieder aufgeholt hat. Das Ergebnis zeigt er in einem Punktchart: Jeder Punkt steht für einen Sektor in einem Drawdown (horizontal) und in der anschließenden Erholung (vertikal). Je weiter links, desto tiefer der Absturz. Je weiter oben, desto stärker die Erholung.
Wer am tiefsten fällt, steigt meist am stärksten. Und umgekehrt.
Der Blick auf die Sektoren zeigt oft die „üblichen Verdächtigen“

Was Anleger aus der Analyse mitnehmen können
Pascal Kielkopfs Fazit
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