Capital Group: Warum jetzt über japanische Aktien nachdenken?

Im Vergleich zu anderen Märkten sind japanische Aktien günstig, aber die Bewertungen legen allmählich zu.

26.03.2019 | 14:52 Uhr

Für internationale Aktien war das 4. Quartal 2018 alles andere als einfach. Dies galt insbesondere für japanische Titel, deren Kurse in lokaler Währung um 17% fielen, sodass sie 2018 gemessen am MSCI Japan Index um insgesamt 15% nachgaben. Der Ausverkauf scheint aber übertrieben. Betrachten wir dazu den Zusammenhang zwischen Eigenkapitalrendite (EKR) und Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV). In der Vergangenheit begann das KBV bei einer EKR von 8% oft stark zu steigen. Theoretisch würde eine EKR von 10% bis 11% mit einem KBV von 1,5 bis 1,8 einhergehen, was deutlich mehr wäre als zurzeit. Viel spricht dafür, dass die EKR japanischer Unternehmen weiter steigen. Die Gewinnmargen der Unternehmen sind hoch wie nie, was allerdings zu einem gewissen Grad durch die niedrigere Kapitalumschlagshäufigkeit ausgeglichen wird. Aufgrund der höheren Corporate-Governance-Anforderungen stehen die Unternehmen aber unter starkem Druck, die Aktionärserträge zu steigern. Dazu könnten sie etwa mehr Dividenden ausschütten.

Eigenkapitalrenditen des Topix
Eigenkapitalrenditen des Topix

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