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Schnäppchen EXOR: ein Zehner für 4,50 Euro

Felix Schleicher ist Value-Experte bei VAA Value Advisors.
Value-Aktien

EXOR ist ein ungewöhnliches Schnäppchen an der Börse: Der Aktienkurs liegt rund 55 Prozent unter dem Net-Asset-Value. Zugleich hat die Beteiligungsgesellschaft um John Elkann ihren NAV seit 2009 deutlich stärker als der Weltaktienmarkt gesteigert, verfügt über eine solide Bilanz und Milliarden für neue Übernahmen.

20.10.2026 | 12:15 Uhr von «Felix Schleicher»

„Ein Angebot, Zehn-Euro-Scheine für 4 Euro 50 das Stück kaufen zu können, würde wohl jeder mit gutem Grund ablehnen. An der Börse gibt es allerdings höchst seriöse Offerten dieser Art. Die Beteiligungsgesellschaft EXOR der italienischen Industriellenfamilie Agnelli stellt eine solche dar. EXOR besitzt Beteiligungen an Ferrari, Philips, Stellantis, CNH und vielen mehr. Der sogenannte Net-Asset-Value (NAV) je Aktie betrug Ende Juni 158 Euro, der aktuelle Aktienkurs von EXOR aber 71 Euro, ein Abschlag von 55 Prozent. Das fähige Management um John Elkann steigerte seit dem Börsengang von EXOR im März 2009 den NAV um 15,5 Prozent pro Jahr und damit deutlich stärker als der MSCI Weltindex abwarf. Teuer gewordene Beteiligungen werden verkauft, sogar bei der Kernbeteiligung Ferrari wurde nahe des Höchststandes ein Teil mit zehnfachem Gewinn veräußert. Das Unternehmen hat geringe Verbindlichkeiten und rund vier Milliarden Euro in der Kasse für weitere Übernahmen. Der niedrige Börsenkurs von EXOR wird für Aktienrückkäufe genutzt und die Aktionäre werden halbjährlich sehr transparent informiert. Weitere gute Gründe für ein Investment in diesem Vorzeigeunternehmen."

Felix Schleicher durfte im Rahmen seiner Tätigkeit André Kostolany noch über Jahre erleben und schöpft heute aus dem enormen Erfahrungsschatz des Altmeisters.

Hinweis laut § 34b WpHG: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren entweder investiert oder erwägt ein Engagement. Die in dem Artikel enthaltenen Angaben ­stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

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