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Serbien: Eine Erfolgsgeschichte der EU

Serbien Länderstudie
02/2017
Credendo Group (Website)

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Die aktuelle Berichterstattung lässt schnell vergessen, dass die EU auch Erfolge verbuchen kann. So hat die Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft in Serbien den Reformmotor befeuert. Und bisher schafft das Land den Spagat zwischen EU und Russland.

21.02.2017 | 10:30 Uhr

Während sich international der Ton zwischen dem Westen und Russland immer weiter verschärft, gelingt Serbien das scheinbar Unmögliche: Der Beitritt zur Europäischen Union voraussichtlich bis 2020 und eine gute Beziehung zum Partner Russland. Und das alles vor dem Hintergrund einer wechselhaften Geschichte: Erst nach dem Kosovokonflikt (1998 bis 1999) und dem Sturz Miloševićs (2000) haben sich die Beziehungen zur EU verbessert. „2006 vollzog Montenegro in einem relativ reibungslosen Übergang seine Unabhängigkeit von Serbien. 2008 erklärte auch Kosovo seine Unabhängigkeit“, schreiben die Analysten von Credendo in einer aktuellen Länderanalyse.  Zwar sei der Schritt Kosovos von Serbien bisher nicht anerkannt, doch „nach einer Vereinbarung zwischen Serbien und Kosovo im Jahr 2013, die zur Normalisierung der diplomatischen Beziehungen führte, eröffnete die EU Beitrittsverhandlungen mit Serbien“. Gleichzeitig habe das Land bisher die guten Beziehungen zum historischen Partner Russland aufrechterhalten. Das kurzfristige politische Risiko schätzen die Experten daher mit der guten Note 2 ein. Ob Serbien den Balanceakt in Zukunft dagegen genauso gut meistern kann, daran zweifeln die Analysten: Mittel- bis Langfristig stufen sie das politische Risiko auf die Note 5 ein. 

Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 leidet auch das serbische Wirtschaftswachstum. Zwischen 2009 und 2015 lag das durchschnittliche BIP-Wachstum bei -0,1 Prozent. Zudem sei zeitgleich die gesamtstaatliche Verschuldung rasant angewachsen: Sie schwoll von 35 Prozent des BIP im Jahr 2009 auf den Spitzenwert von über 75 Prozent im Jahr 2015 an. „Doch in jüngerer Zeit haben sich die Perspektiven für das reale BIP-Wachstum dank der Erholung von Industrieproduktion und Landwirtschaft sowie verstärkter Investitionstätigkeit merklich verbessert.“ 2017 rechnet Credendo mit einem realen Wachstum von 2,8 Prozent. Dabei seien auch die Risiken aus dem Bankensektor zurückgegangen. „Die Qualität der Vermögenswerte sowie die Rentabilität befinden sich im Aufwärtstrend, auch wenn die von individuellen Banken erzielten Fortschritte unausgewogen sind.“ Das Thema Verschuldung scheint der Staat ebenfalls langsam in den Griff zu bekommen: „2015 und 2016 wurden eindrucksvolle Anstrengungen zur Konsolidierung des Haushalts unternommen. Dies führte 2016 zu einer Verbesserung der Haushaltsbilanz und einem leichten Rückgang der gesamtstaatlichen Verschuldung.“ Gleichzeitig verbessere sich Geschäftsklima allmählich: „ ‚Im „Ease of Doing Business‘-Index der Weltbank ist Serbien von Platz 54 im Jahr 2016 auf Platz 47 im Jahr 2017 aufgestiegen.“ Dennoch würden die Qualität des Justizwesens, Fragen der nichtpreislichen Wettbewerbsfähigkeit sowie die große Rolle von Staatsunternehmen in der Wirtschaft das Geschäftsklima nach wie vor beeinträchtigen. 

Bild: © skatzenberger/Fotolia

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