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Roubini: Auf der Suche nach dem globalen Wachstum

The Global Growth Funk
05/2016
Nouriel Roubini

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Der internationale Währungsfonds hat erst kürzlich seine Wachstumsprognose nach unten korrigiert – mal wieder. Für Nouriel Roubini, Professor an der NYU Stern School of Business, ist das keine große Überraschung.

06.05.2016 | 13:05 Uhr

Eines haben Industrieländer zurzeit gemein – ihr Wirtschaftswachstum schafft es nicht über die Ein-Prozent-Hürde. Und in den Schwellenländern sieht es auch nicht viel besser aus: „Die BRIC-Staaten stecken entweder mitten in einer Rezession, wachsen kaum oder stehen vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen“, so Roubini, Professor an der NYU Stern School of Business.

Das potentielle Wachstum in Industrie- und Schwellenländern ist gar gesunken. Gerade im Hinblick auf neue Unternehmen hat das wachstumsfördernde Kapital noch nicht das Niveau erreicht, welches es vor der Finanzkrise innehatte. Roubini: „Geringere Investitionen führen jedoch zu einem langsameren Produktivitätswachstum. Die immer älter werdenden Bevölkerungsschichten in Industrie- und Schwellenländern tun ihr Übriges und senken die Produktivität“. Eine Verschärfung der Einkommens- und Vermögensungleichheiten führe zudem dazu, dass das Einkommen von Haushalten mit niedrigem bis mittlerem Einkommen hin zu Haushalten mit hohem Einkommen und Unternehmen fließe.

Um Abhilfe zu schaffen bedarf es struktureller Reformen. Doch diese würden in Industrie- und Schwellenländern gleichermaßen nicht angepackt. „Die Tatsache, dass neue Strukturen erst langfristig greifen und spürbar werden, spielt Reformgegnern in die Karten“, so Roubini.

Ein Strukturwandel impliziere, dass Ausgaben im privaten wie auch staatlichen Sektor fallen müssen, damit Ersparnisse zunehmen können. Nur so gelinge der Abbau hoher Defizite und Schulden. Den ersten Schritt in die richtige Richtung machte die USA nach der Immobilienkrise. Es folgten Europa und zuletzt auch die Schwellenländer. Gerade sie hatten in den vergangenen zehn Jahren eine ausgedehnte Schuldenpolitik betrieben.

Haushaltspolitik, die in der Vergangenheit nicht optimal betrieben wurde, sei ein weiterer Grund für schwache Wachstumsprognosen. Eine unkonventionelle Geldpolitik sollte Abhilfe schaffen und zu einer Wiederbelegung des Wachstums führen. Mit gegenteiligem Ergebnis: Erträge gingen seither zurück.

„Einfache Lösungen für die aktuelle Zwickmühle, in der sich die globale Wirtschaft befindet, gibt es nicht. Außer Frage steht jedoch, dass sehr hohe Schuldenberge möglichst schnell beseitigt werden müssen, um einen langwierigen Entschuldungsprozess zu vermeiden“, so Roubini. Aber geordnete Entschuldungsprozesse seien politisch schwer umsetzbar, wenn Haushalte, Unternehmen und Finanzinstitutionen involviert seien.

Strukturelle und marktorientierte Reformen sind jedoch zwingend notwendig, um potentielles Wachstum anzukurbeln. Die Tatsache des zeitlichen Auseinanderfallens von Kosten und anschließendem Nutzen sei immer dann besonders unbeliebt, wenn eine Wirtschaft bereits in der Krise steckt.

Momentan sähe es danach aus, dass man noch für längere Zeit in einer Situation gefangen sei, die als das  „neue Mittelmaß“, als „säkularer Stillstand“ oder auch als das „neues Normal“ bezeichnet wird. „Doch einen Fehler sollte man dabei nicht begehen: normal oder gesund ist es nicht, wenn eine Wirtschaft Ungleichheiten und in vielen Ländern populistische Gegenbewegungen hervorruft“, so Roubini.   

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