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Ist ein „Beat“ nichts mehr wert?

Gewinne galten lange Zeit als signifikanter Faktor, um die Unternehmen zu identifizieren, die durch langfristige Wertschöpfung "Shareholder Value" für Investoren bringen. Im Informationszeitalter gilt dieses Prinzip nicht mehr.

12.10.2017 | 11:30 Uhr

Über Jahrzehnte war es einer der Grundpfeiler des erfolgreichen Investierens Unternehmen ex-ante zu identifizieren, die den Konsensus der Gewinnerwartungen bei der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse treffen oder schlagen. Anleger wurden für einen „Beat“ regelmäßig mit überdurchschnittlichen, abnormalen Renditen belohnt. Und die Analystengemeinde hatte allen Grund den enormen Aufwand bei der Erstellung dieser Schätzungen zu rechtfertigen.

In ihrer Studie „Time to Change Your Investment Model“ zeigen die Professoren Feng Gu und Baruch Lev aber nun, dass sich diese abnormalen Renditen in den letzten 30 Jahren signifikant verringert haben. Ähnliches gelte für das EPS-Wachstum generell, dessen historisch positive Korrelation zur Aktienkursentwicklung und damit zur Generierung von „Shareholder Value“ – vorausgesetzt die Kapitalrenditen übertreffen die Kapitalkosten – offen in Frage gestellt wird. 

Als Begründung führen die Autoren an, dass im Informationszeitalter die Schaffung immaterieller Vermögenswerte (R&D, Marken etc.) eine immer prominentere Rolle spielen würde. Diese würden aber in der Regel immer noch als Aufwand und damit als unmittelbare Belastung für die Gewinnentwicklung verbucht. Gewinne seien deshalb zunehmend ungeeignet, um die langfristige Wertschöpfung eines Unternehmens zu beurteilen. Aktionäre von Amazon dürfen sich also bestätigt fühlen, während Value-Investoren wohl gerade ein Déjà-vu erleben. 

 

Disclaimer: Die im Blog zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen sind die persönliche Meinung des Autors und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung der FondsConsult Research AG oder der €uro Advisor Services GmbH wider.

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