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Fed erhöht Zinsen - 2018 könnten noch zwei Schritte folgen

Washington (dpa) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) setzt ihre Serie moderater Zinserhöhungen fort. Der Schlüsselsatz, zu dem sich Banken gegenseitig kurzfristige Kredite geben, steige um 0,25 Punkte auf eine Spanne von nun 1,75 bis 2,00 Prozent, teilten die Währungshüter in Washington mit.

13.06.2018 | 20:39 Uhr

Die Notenbank begründete den zweiten Zinsschritt in diesem Jahr mit der guten Lage der Konjunktur und des Arbeitsmarkts. Jüngste Daten deuteten auf eine anhaltende Verbesserung der Beschäftigung und ein solides Wachstum hin.

Der Zinsentscheid fiel einstimmig und kam nicht überraschend - an den Finanzmärkten war fest damit gerechnet worden. Mit Spannung erwartet wurden jedoch neue Hinweise auf das Tempo der weiteren geldpolitischen Straffung. Für 2018 signalisierten die Notenbanker zwei weitere Zinserhöhungen, zuvor war nur mit einer gerechnet worden. An der Börse gab es zunächst leichte Kursverluste, allerdings erholten sich die Aktienmärkte rasch wieder.

Mit der Leitzinserhöhung steigt zunächst der Preis für Geld, das Banken sich über Nacht gegenseitig leihen. Doch dadurch werden tendenziell auch Kredite für Unternehmen und Verbraucher teurer. So kann die Notenbank die brummende Konjunktur bremsen und einer möglicherweise drohenden Überhitzung der Wirtschaft entgegenwirken.

Die US-Notenbank hat den Auftrag, mit ihrer Geldpolitik die Beschäftigung zu fördern und das Preisniveau stabil zu halten. Dank des US-Wirtschaftsbooms floriert der Arbeitsmarkt, so dass die Fed Spielraum hat, ihren Kurs zu straffen. Die Erwerbslosenquote lag zuletzt bei 3,8 Prozent - so niedrig wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Zugleich muss die Notenbank zunehmend aufpassen, dass die Teuerung nicht aus dem Ruder läuft. Die Jahresinflationsrate erreichte im Mai mit 2,8 Prozent den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren. Die Fed strebt eigentlich eine Rate von zwei Prozent an. Höhere Zinsen sind ein Mittel, mit dem Preisauftrieb gedämpft werden kann.

Seit die Fed Ende 2015 begann, ihre im Zuge der Finanzkrise massiv gelockerte Geldpolitik zu normalisieren, wurde das Zinsniveau nun schon siebenmal um je 0,25 Prozentpunkte erhöht - zuletzt im März. Die US-Notenbank fährt damit einen deutlich strafferen Kurs als die Europäische Zentralbank, deren Leitzins für den Euroraum noch bei null Prozent liegt.

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