AB: Back to Business - Nachfrage zieht stark an

AB: Back to Business - Nachfrage zieht stark an

Globale Indikatoren signalisieren weiterhin eine deutliche Erholung der Wirtschaft von den Tiefstständen der COVID-19-Pandemie im letzten Jahr.

19.05.2021 | 07:04 Uhr

Obwohl die Inflationserwartungen infolgedessen steigen, bietet die Verbesserung der Geschäftslage Multi-Asset-Anlegern gute Gründe, für die nächste Phase der Erholung weiterhin auf Aktien zu setzen.

Die Einführung von Impfstoffen und neue oder verlängerte Sperrmaßnahmen, wo nötig, scheinen das Virus weiter einzudämmen, obwohl einige Länder weiterhin damit zu kämpfen haben. Neue Fälle sind insgesamt tendenziell rückläufig, was in vielen Regionen zu mehr Wiedereröffnungen und weiteren wirtschaftlichen Gewinnen führen sollte.

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Während die Stärke der Verbraucherausgaben wahrscheinlich eine treibende Kraft für das Wachstum in diesem Jahr sein wird, werden es auch die erhöhten Ausgaben der Unternehmen sein. Der Nachholbedarf aufgrund der im letzten Jahr stark geschrumpften Lagerbestände (Abbildung, links oben) und die im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegenen geplanten Ausgaben (Abbildung, rechts oben) führen zu einer raschen Zunahme der Geschäftsaktivitäten in aller Welt. Und diese Trends unterstützen die verbesserten Umsatzwachstumsaussichten für viele Unternehmen, insbesondere im produzierenden Gewerbe.

Natürlich kann eine steigende Geschäftstätigkeit auch zu einem kurzfristigen Anziehen der Inflation führen (Reflation). Da die Inflation jedoch von einem historisch niedrigen und stabilen Niveau ausgeht, sehen wir darin kein großes Risiko. Tatsächlich zeigt unsere Analyse, dass Inflationsphasen, die unterhalb der Zielrate von 2 % beginnen, im Laufe der Zeit eine Wohltat für Aktien und Sachwerte waren. Und wichtige positive Ertragssignale wie Unternehmensqualität, starke Bilanzen und Wachstumspotenzial gleichen unserer Meinung nach negative Indikatoren wie Inflation, steigende Zinsen und überzogene Bewertungen aus. In diesem Umfeld sollten Multi-Asset-Anleger unserer Meinung nach eine leichte Übergewichtung von Aktien in Betracht ziehen, während sie sich gleichzeitig an Sachwerten orientieren sollten, die sich ebenfalls gut entwickeln sollten, wenn die Inflation mit der Verbesserung des Wirtschaftsbildes wieder anzieht. Mit einem selektiven Ansatz können Anleger Marktsegmente und Unternehmen meiden, die noch anfällig für COVID-19-bedingte Auswirkungen sind, und gleichzeitig von den vielversprechendsten Erholungspotenzialen in allen Anlageklassen profitieren.

Karen Watkin und David Hutchins sind Portfoliomanager für Multi-Asset Solutions bei AllianceBernstein (AB).

In diesem Dokument zum Ausdruck gebrachte Meinungen stellen keine Analysen, Anlageberatungen oder Handelsempfehlungen dar, spiegeln nicht unbedingt die Ansichten aller Portfoliomanagementteams bei AB wider und können von Zeit zu Zeit überarbeitet werden.

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