
Der Iran-Konflikt entspannte sich im Monatsverlauf, weil die diplomatischen Signale konkreter wurden.
09.07.2026 | 12:39 Uhr
Im Mittelpunkt stand die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU), das den begonnenen Deeskalationsprozess politisch untermauerte und den Märkten eine belastbare Grundlage für die Erwartung weiterer Gespräche gab.
Die Aktienmärkte zeigten sich im Monatsverlauf in der Breite widerstandsfähig. Die Bewegungen waren uneinheitlich und gekennzeichnet durch Rotationen. Zu Monatsbeginn hielt sich besonders der US-Aktienmarkt zunächst gut, dennoch zeigte sich eine erhöhte Anfälligkeit der stark gelaufenen Technologiewerte.
Die US-Notenbank (Fed) beließ die Leitzinsen im Juni unverändert, signalisierte aber, dass sie angesichts des erhöhten Preisniveaus derzeit keinen Spielraum für eine rasche Lockerung sieht und kurzfristig stärker in Richtung Inflationsabsicherung denkt. Im Mai lag die Inflation bei 4,2% (Vormonat: 3,8%). Allerdings fielen die jüngsten Arbeitsmarktdaten schwächer aus, und die Inflationserwartungen kamen zuletzt wieder zurück. Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf besteht daher die Möglichkeit, dass die Fed ihre Aufmerksamkeit wieder mehr auf die wirtschaftliche Entwicklung richtet und die Leitzinsen in einem Schritt bis Jahresende senken könnte.
Der EZB-Rat erhöhte dagegen die Leitzinsen, wie vom Markt erwartet, um 25 Basispunkte auf 2,25% (Einlagefazilität) und reagierte damit auf breiteren Inflationsdruck sowie angehobene Inflationsprojektionen. Die Inflationsprognose für 2026 wurde auf 3,0 % erhöht und die Wachstumserwartung auf 0,8 % gesenkt. Damit priorisiert die Geldpolitik die Preisstabilität, obwohl die Realwirtschaft an Dynamik verliert. Für europäische Risikoanlagen bedeutet das tendenziell Gegenwind über Bewertungs- und Finanzierungskanäle.
An den Rentenmärkten für Staatspapiere in den USA und Deutschland entwickelten sich die Renditen im Monatsvergleich uneinheitlich. Die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen stiegen zum Monatsultimo um 3 Basispunkte und schlossen bei 4,46%. Die Renditen der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen fielen dagegen um 8 Basispunkte von 2,94% auf 2,86%. Die Rendite 10-jähriger italienischer Staatsanleihen fiel um 2 Basispunkte auf 3,63%.
Bei den Unternehmensanleihen gab es auch ein uneinheitliches Bild. Die Rendite von Euro-Anleihen mit Investment Grade ging von 3,48% auf 3,46% zurück, und die Rendite von in US-Dollar denominierten Unternehmensanleihen mit Investment Grade stieg von 5,13% auf 5,20%. Im High-Yield-Segment stiegen bei US-Dollar-Unternehmensanleihen die Renditen um 20 Basispunkte auf 7,16% und bei in Euro notierten Papieren um 5 Basispunkte auf 5,86%.
Der Goldpreis zeigte sich im Juni deutlich schwächer und fiel um 11,6% auf 4.007 US-Dollar pro Unze. Der US-Dollar verbesserte sich gegenüber dem Euro um 2,0% auf 1,142.
Rechtlicher Hinweis
Dies
ist eine Marketing-Anzeige. Alle hier veröffentlichten Angaben dienen
ausschließlich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung oder
sonstige Empfehlung dar. Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen
geben die aktuelle Einschätzung der DJE Kapital AG wieder. Diese können
sich jederzeit, ohne vorherige Ankündigung, ändern. Alle getroffenen
Angaben sind mit Sorgfalt entsprechend dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt
der Erstellung gemacht worden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit
kann jedoch keine Gewähr und keine Haftung übernommen werden.
Diesen Beitrag teilen: