
In seiner aktuellen Analyse beleuchtet Marcus Weyerer, Director of ETF Investment Strategy EMEA bei Franklin Templeton ETFs, weshalb die Energie-Resilienz für Indiens Investmentperspektiven von zentraler Bedeutung ist.
25.02.2026 | 12:05 Uhr
"Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat zu einer Umleitung der globalen Energieflüsse und zu Schwankungen des Ölpreises geführt. Dadurch ist die Abhängigkeit Indiens von importiertem Rohöl stärker in den Fokus gerückt. Generell haben Ölpreisschocks erhebliche Auswirkungen auf das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Daher ist Indiens beschleunigter Übergang zu erneuerbaren Energien nicht nur eine Frage der Nachhaltigkeit, sondern auch ein wirksamer makroökonomischer Hebel: Er senkt die strukturellen Energiekosten für Hersteller, stärkt die Widerstandsfähigkeit gegenüber neuen CO₂-bezogenen Handelsvorschriften und verringert die Anfälligkeit gegenüber volatilen globalen Energiemärkten. Wir sind davon überzeugt, dass diese Auswirkungen ein nachhaltigeres Wachstum und eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit fördern."
"Wir sind der Ansicht, dass die Energiewende in Indien drei wichtige Auswirkungen auf Investitionen hat: Erstens wird die Kostenwettbewerbsfähigkeit steigen, zweitens werden die Regulierungskosten sinken und drittens wird das Land widerstandsfähiger gegenüber Energiekrisen werden."
"Das jüngste Engagement im Rahmen des Gipfels zwischen der EU und Indien und die erneute Dynamik der Diskussionen über Freihandelsabkommen haben die Aufmerksamkeit der Anleger auf Indiens Energiepotenzial und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit deutlich geschärft."
"Dies ist nicht nur eine Frage des Umweltschutzes, sondern auch ein struktureller Wandel mit konkreten Auswirkungen auf Investitionen. Wir sind der Meinung, dass Indien mit dem richtigen politischen Rahmen reagiert. Dieser verbessert die Kostenwettbewerbsfähigkeit, verringert die Abhängigkeit von kohlenstoffbezogenem Handels- und Regulierungsdruck und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Energieschocks, während er gleichzeitig eine bedeutende Quelle für inländische Konjunkturimpulse darstellt. Diese Dynamik dürfte zu nachhaltigeren Unternehmensgewinnen führen , zumal das Gewinnwachstum pro Aktie in Indien in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich im zweistelligen Bereich liegen wird."
"Diese Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Strom und erneuerbare Energien in Indien ergeben sich zu einem Zeitpunkt, an dem die Bewertungslücke gegenüber den breiten Schwellenmärkten ebenfalls so gering ist wie seit fünf Jahren nicht mehr. Aus diesem Grund halten wir Indien weiterhin für eine lohnende langfristige Geldanlage in Schwellenländer-Portfolios."
Anbei finden Sie die gesamte Analyse
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