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Rückkehr an die Märkte?

Rückkehr an die Märkte?

Die Börsen weltweit haben einen ihrer größten Schocks erlebt. Das Coronavirus und die davon ausgelösten Lock-downs in sehr vielen Ländern führten zu panikartigen Verkäufen von Aktien, Anleihen und Fondsanteilen, was die Kurse zum Einsturz brachte. Jetzt stellt sich die Frage nach der Rückkehr an die Märkte und dem richtigen Zeitpunkt dafür.

21.04.2020 | 07:38 Uhr

Um es vorweg zu nehmen – den richtigen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg gibt es nicht. „Besser gesagt, es gibt ihn theoretisch schon, doch die Anleger werden ihn kaum treffen, weil sich erst im Nachhinein herausstellt, welcher Zeitpunkt der günstigste war“, präzisiert mein Münchner Bankerfreund. „Zu allen anderen Zeitpunkten besteht die Möglichkeit, dass es noch günstigere Einstiegskursen gegen könnte.“

Fakt ist aber, dass die Panikverkäufe, die durch das Coronavirus ausgelöst wurden, vielerorts zu Übertreibungen nach unten geführt haben. Das zeigte sich deutlich Mitte März, als etwa der DAX auf unter 8500 Punkte fiel, oder der US-amerikanische Nasdaq-Index auf unter 7000 Punkte. Inzwischen haben sich die Stände – unter starken Schwankungen – wieder erholt, der DAX auf rund 10.500 Punkte, der Nasdaq auf über 8600. „Anleger, die tatsächlich die Tiefststände zum Einstieg nutzten, konnten binnen vier Wochen mehr als 20 Prozent Gewinn machen“, rechnet der Freund vor. Doch wer hat das schon?

Erholungspotenzial

Natürlich sind die Kurse noch eine ganze Ecke von den vormaligen Höchstständen entfernt. Insofern bietet sich aller Erfahrung nach ein beträchtliches Erholungspotenzial, sofern die Investments ihre früheren Kurse wieder erreichen oder sogar darüber hinaussteigen. „Vor einem überstürzten Wiedereinstieg sollte allerdings sehr genau geschaut werden, wie die betreffenden Unternehmen die Krise bewältigen können und sicherstellen, dass sie keine ernsthaften Schäden genommen haben.“ Und natürlich gilt dabei, die Folgen einer Rezession einzukalkulieren, die derzeit nur noch in Höhe und Ausmaß diskutiert wird.

Damit kommen wir zurück zum Problem des rechtzeitigen Wiedereinstiegs. Die Alternativen, die sich bieten, wie Geldmarktfonds, Girokonto oder Schließfach, sind faktisch keine – die Zinsen sind nach wie vor so tief, dass sie nicht einmal den derzeit relativ geringen Wertverfall des Geldes ausgleichen können. Diese Alternativen dienen daher bestenfalls als Geldparkplatz. Aber für wie lange? Schließlich wird zum Einstieg an der Börse nicht geklingelt, wie ein altes, aber eben nicht falsches Bonmot lautet. Und Gold? „Gold ist ein Krisenmetall“, betont der Bankerfreund, „was man am jüngsten Preisaufschwung sehen kann.“ Doch was, wenn die Conona-Krise endet? Auch Gold bringt keine Zinsen und ist allenfalls als Teilabsicherung ratsam.

„An Aktien geht kein Weg vorbei“, tönt es bereits wieder allenthalben. Im Sinne der Ertragschancen stimmt das sicherlich. Jedoch müssen sich Anleger hier immer des Zusammenhangs zwischen Rendite und Risiko bewusst sein. Die Kurse von Aktien schwanken stärker als etwa die von Anleihen. Im März mit klarem Trend nach unten, zurzeit mit leichtem Trend nach oben.

Zukunftsperspektiven

Wer diesen Trend nutzen will, muss investiert sein. Für Anleger, die den ebenfalls nicht ganz neuen Ratschlag befolgt haben, langfristig zu planen und kurzfristige Schwankungen zu ignorieren bzw. auszusitzen, ist das kein Thema. Sie können sich, falls sie überhaupt auf die Depotstände geschaut haben, freuen, dass es wieder aufwärts geht. Für andere, die etwa ihre aufgelaufenen Gewinne mitgenommen haben, könnte es an der Zeit sein, an die Märkte zurückzukehren. Und dies am besten mit langfristiger Perspektive – in Investments mit Zukunft.

Da bei weitem nicht jeder Anleger in der Lage sein dürfte, detaillierte Unternehmens- und Branchenanalysen anzustellen, empfiehlt sich das Einschalten von Profis – von Fondsmanagern, die diesen Job tagtäglich machen. Und hier am besten einen mit gutem Track-Record auswählen, der also bewiesen hat, dass er den Job besser macht als die Konkurrenz. Daneben bringt ein Fondsinvestment diverse weitere Vorteile wie Transparenz, Liquidität, gute Verfügbarkeit und insbesondere die Risikostreuung, indem das Anlagevermögen auf verschiedene Wertpapiere verteilt wird. Überdies haben gute Fonds eingebaute Sicherheitsmechanismen, die zur Risikoüberwachung und -eingrenzung dienen.

Einschränkend muss gesagt werden, dass auch der beste Fondsmanager bei fallenden Märkten wenig Chancen hat, zeitweiligen Verlusten auszuweichen. Was sich indes immer klarer abzeichnet, ist, dass nachhaltig ausgerichtete Investments auch in der Baisse die Nase vorn haben. Bei steigenden Märkten haben die sogenannten ESG-Fonds oder -ETFs bereits gezeigt, dass sie keineswegs hinterherlaufen. Im Gegenteil. Und das belegen immer mehr Untersuchungen nun auch für Krisenzeiten.

Nachhaltigkeit

Derzeit nutzen offenbar viele Anleger die Gelegenheit, ihre Depots umzustrukturieren – raus aus Investments, zu denen sie nicht länger stehen, rein in Investments mit Nachhaltigkeitsansatz. So berichtet ganz aktuell der ETF-Anbieter Lyxor, dass Aktien-ETFs mit ESG-Ansatz in jüngster Zeit starke Mittelzuflüsse verzeichneten. Von anderen Anbietern lässt sich Ähnliches vernehmen.

Und die sogenannte Bärenmarktrally, die einige Auguren vermuten? „Natürlich kann es sein, dass der Kursaufschwung abbricht und die Notierungen weiter talwärts gehen“, sagt der Bankerfreund. Das ist in der Tat nicht auszuschließen. Aber das ist es ja eigentlich nie! Insofern könnten chancenorientierte Anleger, die sich zum Wiedereinstieg entschlossen haben, auf die Vorteile von Sparplänen zurückgreifen und in mehreren Etappen investieren. Das mindert ein wenig die Furcht, womöglich doch zu früh einzusteigen.

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