
Der Head of Sales für die DACH-Region von Smart Wealth, Roger Bootz, sprach kürzlich mit der Finanzpublikation Fundplat. Das Interview drehte sich um eine aktuelle Frage: Was unterscheidet einen Anbieter mit über 20 Jahren KI-Erfahrung von jenen, die erst seit Kurzem auf den Trend aufspringen?
29.07.2026 | 10:25 Uhr
Aus der Industrie, nicht aus dem Hype
Der erste Punkt von Bootz ist ein bewusst bescheidener. «Das Erste, was ich gleich zu Beginn klarstelle: Wir bieten nichts Neues an», sagt er. Die Wurzeln von Smart Wealth liegen in der industriellen Anwendung neuronaler Netzwerke und Algorithmen des maschinellen Lernens, einer Technologie, die einst etwa zur Steuerung von Ampelsystemen in Städten oder von Kraftwerken eingesetzt wurde.
Dieselbe Technologie wurde in Prognosesignale für Aktien, Anleihen und Rohstoffe übersetzt. Für viele institutionelle Investoren, merkt er an, ist das ein wichtiger Unterschied zu den vielen «KI-Anbietern», die sich erst seit ein, zwei Jahren mit dem Thema beschäftigen. «Wir kommen aus der Industrie, nicht aus dem Hype, und das lässt sich auch entsprechend belegen.»
Konkret steht die Analyse historischer Zeitreihen im Zentrum, aus denen das System systematisch Kauf- und Verkaufssignale ableitet und Portfolios konstruiert, die konsequent auf ein definiertes Zielrisiko gesteuert werden. Es geht nicht darum, eine Meinung über den Markt zu haben, betont Bootz, sondern aus Mustern in den Daten ein Portfolio abzuleiten, das ein festgelegtes Risikoniveau einhält und innerhalb dieses Rahmens die Rendite optimiert.
Die Frage, die jedes Family Office stellt
Da der Investmentprozess vollständig automatisiert ist, ist Governance ein wiederkehrendes Thema in Kundengesprächen. In der Due Diligence, so Bootz, verschiebt sich das Gespräch oft von der Technologie hin zu einer einzigen Frage: Wer trifft die Entscheidung, und wie reproduzierbar ist sie?
Seine Antwort ist klar: «das Modell, jeden Tag nach denselben Regeln». Ein vollständig automatisierter Prozess eliminiert das Key-Man-Risiko, den menschlichen Faktor im Investmentprozess. Es gibt keinen einzelnen Portfoliomanager, dessen Ausfall, Emotionen oder Bauchentscheidungen das Resultat beeinflussen. Die Disziplin ist im System verankert, nicht in einer Person oder einem Team, und sie funktioniert rund um die Uhr.
Für ein konkretes Problem gebaut
Die Kernzielgruppe, erklärt Bootz, sind Single Family Offices, Multi Family Offices und unabhängige Vermögensverwalter. Das Problem, das Smart Wealth für sie löst, ist der Bedarf nach einer täglich liquiden Strategie im Fondsmantel, die fortlaufend das optimale Portfolio berechnet, jenes, das bei einem vorgegebenen Risiko die Rendite maximiert.
Das ist etwas anderes als ein statisches Modellportfolio, das einmal im Quartal überprüft und manuell angepasst wird. Das System rechnet permanent neu und reagiert zeitnah, bleibt dabei aber innerhalb klar definierter Risikogrenzen, was für diese Kundengruppe in der Regel eine Grundvoraussetzung ist.
Zwanzig Jahre KI, ein Jahr Track Record in einem Fonds
Zur Positionierung im heutigen KI-Hype ist Bootz offen: Die Technologie ist für Smart Wealth nichts Neues, neu ist nur die öffentliche Aufmerksamkeit. Viele Anbieter hätten erst seit Kurzem begonnen, ihre Produkte mit «KI» zu beschriften, ohne über eine echte Historie über mehrere Marktzyklen zu verfügen.
Neu ist zuletzt vor allem ein Meilenstein: Die Strategie ist nun seit einem Jahr im Fondsmantel für professionelle und institutionelle Investoren zugänglich. Das ergänzt die lange Modellhistorie um einen eigenständigen, geprüften Track Record in der aktuellen, investierbaren Form. Für Family Offices und deren Due-Diligence-Prozesse, merkt er an, ist das oft der Punkt, an dem aus einem interessanten Gespräch eine konkrete Prüfung wird.
Es ist diese Kombination, zwei Jahrzehnte industrieller KI-Erfahrung und ein einjähriger Track Record in investierbarer Form, die Bootz derzeit als das stärkste Argument des Unternehmens in der DACH-Region sieht.
Zum vollständigen Interview
Das komplette Gespräch mit Roger Bootz finden Sie bei Fundplat: Künstliche Intelligenz ist bei uns kein Trend, sondern 20 Jahre bewährte Praxis
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