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Robo-Advice – Alter Wein in neuen Schläuchen

Die Befürchtung, dass sich Robo-Advice zu einer ernsten Bedrohung der Asset-Management-Industrie entwickeln könnte, ist zumeist zu pauschal und zu kurz gegriffen.

13.05.2016 | 10:03 Uhr

Die Publikationen der Finanzmedien sind derzeit gefüllt von Berichten über die zunehmende Bedeutung von  Robo-Advice, Anlagestrategien also, die in einem voll automatisierten Prozess ablaufen. Demnach würde sich diese wachsende Technologie zu einer ernsten Bedrohung der Asset Management-Industrie entwickeln, nicht zuletzt durch den massiven Druck auf die Provisions- und Gebührenmodelle. 

Für mich sind diese Prognosen zumeist zu pauschal und zu kurz gegriffen. Vielmehr sollte man einen vertieften Blick auf die Prozesskette werfen, insbesondere auf den technologischen und den investmentspezifischen Ansatz. Über ein durchgängiges  und technologisch ausgereiftes Modell kann der Anleger nach dem Prinzip „klick and buy“ seine Entscheidung ohne Medienwechsel bis hin zur Konto- und Depoteröffnung umsetzen. Diese voll automatisierten Prozesse stellen sicherlich eine große Herausforderung an die Web-Auftritte der klassischen Asset Management Industrie.  

Die bislang gezeigten Investmentansätze beruhen dagegen auf hinlänglich bekannten Strategien. Die Bandbreite reicht dabei von simplen und gefährlichen Rückrechnungen über Optimierungsmodelle bis hin zu gut fundierten und zumeist quantitativ basierten Ansätzen. 

Leider verhalten sich die Modelle in der Praxis nicht wie in den Vorhersagen und Rückrechnungen, alleine dadurch relativiert sich das „klick and buy“. Ob der Anleger die beworbene Charakteristik der Modelle wirklich erhält, stellt sich dann erst nach Jahren heraus. Diese Problematik ist hinlänglich bekannt. Den Real Track Record abzuwarten, ist aber auch keine Lösung. Die Alternative: Aus unserer Erfahrung gibt es genügend gute Strategien im Fondsmantel, zugegeben mit meist zu hohen Kosten. Hier besteht für die gesamte Branche Nachbesserungsbedarf, gleichzeitig aber auch der Ansatzpunkt, den passiven Robo-Ansätzen entgegenzutreten. Transparenz und der technologische Zugang sind die ersten Voraussetzungen in der digitalen Welt. In der Kombination mit langjähriger Erfahrung und einem Gesicht bestehen dann sicherlich sehr gute Chancen, den Anleger zu erreichen und damit den anonymen Robo Advice Strategien entgegenzutreten. 

Disclaimer: Die im Blog zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen sind die persönliche Meinung des Autors und spiegeln nicht in jedem Fall die Meinung der FondsConsult Research AG oder der €uro Advisor Services GmbH wider.

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